Jonas Omlin – Ein starker Rückhalt

Starker Rückhalt für Borussia: Jonas Omlin. Foto: Dirk Päffgen

Jonas Omlin trat im Januar diesen Jahres die Nachfolge von Yann Sommer im Tor von Borussia Mönchengladbach an. Im Winter hatten die Borussen den 29-Jährigen aus Frankreich an den linken Niederrhein gelockt. Und die Verpflichtung sollte sich als voller Erfolg rausstellen. Zukünftig wird der Schweizer wieder mit einem seiner Ex-Trainer zusammenarbeiten.

Sommer hinterließ große Lücke, die Omlin füllen konnte 

Es waren gewiss keine kleinen Fußstapfen, in die Jonas Omlin treten musste. Yann Sommer war achteinhalb Jahre lang Borussias unumstrittene Nummer eins, Führungsspieler, Identifikationsfigur und Punktegarant. Sommer hat den Borussen einige Zähler mit herausragenden Paraden gerettet. Unvergessen ist das Spiel gegen die Bayern, als er mit 19 abgewehrten Torschüssen einen neuen Rekord seit Erhebung der Daten 1992/93 aufstellte. Noch nie zuvor hatte ein Torwart mehr als 14 Paraden (Alexander Schwolow) innerhalb eines Spiels erzielt.

Zudem war er auch stets loyal. Und das gerade auch dann, als der Wechsel an die Isar ins Wanken geriet und kurzzeitig zu platzen drohte. Der Schweizer hat Spuren hinterlassen rund um den Borussia-Park. Dass er dann auf den letzten Metern der Saison mit dem FC Bayern München Deutscher Meister wurde und sich so einen Traum erfüllte, ist ihm zu gönnen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Zeit des 34-Jährigen an der Isar nach einem halben Jahr bereits wieder endet.

Am 20.01.2023 war die Geschichte des Schweizers am linken Niederrhein dann zu Ende. Die Zukunft heißt Omlin, den die Borussen aus Frankreich vom HSC Montpellier loseisten. Wenige Tage nach seiner Ankunft bei Borussia stand Omlin im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen erstmals zwischen den Pfosten. Dass die Fohlen am Ende mit 2:3 das Nachsehen hatten, lag nicht am neuen Torwart, der bei den Gegentreffern machtlos war.

Starker Monat April sorgt für Auszeichnungen

Der Einstand verlief also, zumindest ergebnistechnisch, nicht nach Maß. Sportlich war vor allem die Rückrunde der gesamten Mannschaft äußerst dürftig, das wurde ausgiebig thematisiert. Omlin allerdings war ein Lichtblick und fand sich immer besser im Spiel der Fohlen zurecht. Mittlerweile kann man behaupten, dass sich der neue Schlussmann eingefunden hat und auf dem besten Wege ist, die großen Fußstapfen von Sommer vollends auszufüllen. 

Als Dank wählten ihn die Borussia-Fans im April mit einer überwältigen Mehrheit von 92% aller Stimmen zum Spieler des Monats. Zudem stand er zweimal in der Kicker-Elf des Spieltages. Omlin kommt bei den Fans gut an. Auch, weil er seine Meinung sagt und vertritt. So wie bei einem Trainingsspiel, als er mit dem Einsatz von Marcus Thuram ganz und gar nicht zufrieden war und seinem Ärger Luft macht. Genau solche Spieler braucht es in Zukunft –  Solche, die auch mal unbequem sind und voran gehen. Omlin hat das Potenzial, in den nächsten Jahren eine wichtige Säule bei der Elf vom Niederrhein zu sein. 

In seinen bisherigen 15 Auftritten spielte er fünfmal zu Null und kassierte 18 Gegentore. Im Schnitt muss Omlin also 1,2-mal pro Spiel hinter sich greifen. Die Quote ist zugegebenermaßen noch ausbaufähig, so wie im übrigen die Leistung der kompletten Hintermannschaft. Bei den Gegentoren war er in der Regel machtlos. Mit rund 68% weist er eine starke Paraden-Quote auf und ist mit 832 Ballbesitzphasen auch wichtig für das Spiel der Fohlen. Omlin hat starke Reflexe, spielt mit und strahlt Ruhe sowie Sicherheit aus. Genau das, was seinen Vorderleuten in der abgelaufenen Spielzeit oftmals fehlte. 

Mit Gerardo Seoane arbeitete Omlin bereits beim FC Luzern zusammen. Sicherlich kein Nachteil, dass sich die beiden schon kennen und schätzen. Es bleibt abzuwarten, welchen Kader Borussias neuer Trainer in der neuen Saison zur Verfügung hat. Fest steht: Omlin wird sicherlich seine unumstrittene Nummer eins sein. 

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