TuS Bersenbrück empfängt die Fohlenelf: »Ein dickes Stück Vereinsgeschichte«

Im DFB-Pokal empfängt der TuS Bersenbrück im August die Fohlenelf. Foto: Dirk Päffgen.

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals geht es für Borussia Mönchengladbach nach Niedersachsen in den Landkreis Osnabrück zum TuS Bersenbrück. Der Jubel beim Oberligisten kannte keine Grenzen. Der Niedersachsenpokalsieger von 2023 beginnt nun unmittelbar mit der Planung des Highlight-Spiels. Dabei ist die Stadionfrage ein entscheidender Punkt.

Man muss kein allzu großer Prophet sein um zu wissen, dass es im Pokal beim Duell David gegen Goliath für den vermeintlichen Underdog ein Highlight-Spiel, das Spiel der Spiele des Jahres ist. So auch für den TuS Bersenbrück, den Niedersachsenpokalsieger von 2023. Der Oberligist hatte eigens für die Auslosung ein Public Viewing in der Sparkasse Bersenbrück organisiert.

Ab 16:00 Uhr fieberten insgesamt 250 Mitglieder, Fans und Sponsoren des Klubs der Live-Übertragung in ZDF entgegen. Und die Spannung stieg mit jeder Paarung. Als dann in der drittletzten Paarung die Fohlenelf zugelost wurde, kannte der Jubel keine Grenzen. Die Freude war und ist groß beim Klub aus der Kleinstadt am Fluß Hase, die rund 8.000 Einwohner hat.

»Ein dickes Stück Vereinsgeschichte«

»Wir haben richtig gezittert bis fast zum Ende, aber es ist dann das perfekte Los. Gladbach ist einer der größten Traditionsmannschaften der Bundesliga. Mehr geht fast nicht«, konnte Thorsten Marunde-Wehmann, Sportlicher Leiter vom TuS Bersenbrück, sein Glück im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung kaum fassen.

»Zum ersten Mal seit 33 Jahren im DFB-Pokal und dann so ein Los. Was für ein unvergesslicher Moment – ein dickes Stück Vereinsgeschichte. Das Bersenbrücker Fußballherz, es schlägt so doll wie nie!«, ließ Johannes Hedemann, Pressesprecher des Klubs, auf dem vereinseigenen Instagram-Account seiner Freude freien Lauf.

»Wir werden jetzt kurzfristig planen müssen«

Ein also ohne Zweifel großes Spiel für den Oberligisten, der die abgelaufene Spielzeit als Tabellenvierter abgeschlossen hat. Es wird ein Event für den Landespokalsieger, das es nun zu planen gilt. Es steckt viel Planung, Aufwand und Organisation hinter solch einem Spiel. »Wir werden jetzt kurzfristig planen müssen. Wir machen das alle zum ersten Mal, in der Vereinsgeschichte zum zweiten Mal nach 1990/91 gegen Hannover 96. Deshalb gibt es keine Erfahrungswerte«, erklärt Hedemann im Gespräch mit unserer Redaktion.

Drei Stadien zur Auswahl

Klar ist bereits, dass das 3.000 Zuschauer fassende Hasestadion nicht infrage kommt. Als mögliche Austragungsorte hat der Klub die Spielstätten vom VfL Osnabrück (16.100 Plätze), Sportfreude Lotte (10.059) und des SV Meppen (13.696) gemeldet. Alle drei würden die Anforderungen eines solchen Spiels erfüllen. Allerdings spielt Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück auch im Pokal an der Bremer Brücke gegen den 1. FC Köln. In Osnabrück gab es 2013 schonmal einen Doppelspieltag, also Freitag und Montag. Wäre auch dieses Mal denkbar«, entgegnet Hedemann.

Der SV Meppen und die Sportfreunde Lotte hingegen, sind nicht im DFB-Pokal vertreten. Allerdings beginnt für Lotte die Oberliga Westfalen am 13. August. Gut möglich, dass die Sportfreunde dann auswärts beginnen oder eben an einem anderen Tag in die Liga starten, sollte sich der TuS für das Stadion am Lotter Kreuz entscheiden. Von der Entfernung her wäre für den TuS die Reise nach Osnabrück (ca. 35 Kilometer) natürlich am kürzesten. Auch Lotte ist nur 38 Kilometer, Meppen 60 Kilometer entfernt. Für die Fohlenelf tut sich bei der Anreise nach Lotte (200 Kilometer) und Osnabrück (205 Kilometer nicht viel. Und auch bis nach Meppen sind es ‚nur‘ rund 231 Kilometer.

Unterdessen dürfte, ja muss, bei der Planung beziehungsweise Terminierung mit Blick auf die Sicherheit auch mit berücksichtigt werden, dass in einem nicht allzu großen Radius neben dem Spiel der Borussen zwei weitere ‚Pokal-Kracher‘ stattfinden. Preußen Münster empfängt den FC Bayern München und der VfL Osnabrück eben den 1. FC Köln. 

Beim Oberligisten wird man jetzt mit der Planung und Durchführung des dicken Stücks Vereinsgeschichte beginnen. Es wird eine Herausforderung, der man sich in Bersenbrück gerne stellt. Womöglich Anfang/Mitte Juli dürfte dann feststehen, wann es Tickets gibt und wohin für die Fohlenelf und deren Fans die Reise zum ersten Pflichtsiel mit dem neuen Cheftrainer Gerado Seoane hingeht. 

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