2:1! Čvančara trifft beim Testspiel-Sieg der Fohlen in Saarbrücken 

Tomáš Čvančara traf gegen Saarbrücken gleich in seinem ersten Auftritt für die Fohlen. Foto: Dirk Päffgen.

Borussia Mönchengladbach hat am Samstag das zweite Testspiel der Saisonvorbereitung gewonnen. Beim 1. FC Saarbrücken siegten die Borussen am Ende mit 2:1. Tomáš Čvančara feierte dabei seine Torpremiere für die Fohlen. Zudem traf Nathan Ngoumou für die Fohlenelf, bei der auch Franck Honorat sein Debüt feierte, und die vor allem vor der Pause zu gefallen wusste.

Nach einer abermals intensiven und schweißtreibenden ersten Trainingswoche – nicht nur aufgrund der sommerlichen Temperaturen – stand für die Borussen die nächste Leistungsüberprüfung in Form eines Testspiels auf dem Programm. Auf dem Weg ins Trainingslager nach Rottach-Egern machten die Fohlen Halt im Saarland beim 1. FC Saarbrücken. Der Klub feiert sein 120-jähriges Vereinsjubiläums und hatte sich dazu die Borussen als Testspiel-Gegner ausgesucht.

Borussias Trainer Gerado Seoane verzichtete im Ludwigsparkstadion auf Jonas Omlin und Nico Elvedi (beide (Belastungssteuerung). Besonders beim Schweizer liegt die Vermutung nahe, das man aufgrund eines möglicherweise bevorstehenden Wechsels nichts riskieren wollte. Zudem fehlten Christoph Kramer (Innenbandriss im Knie), Jan Olschowsky (Reha nach knöcherner Verletzung am linken Daumen) und Manu Koné (Reha nach Knieverletzung) verletzungsbedingt, Stefan Lainer und Hannes Wolf krankheitsbedingt. Tobias Sippel stand ebenso nicht im Kader. Warum, gaben die Borussen nicht bekannt.

Unterdessen bot der 44-Jährige in Wegberg im 4-2-3-1-System zunächst folgende Fohlenelf auf: Vor Torhüter Moritz Nicolas bildeten Joe Scally, Ko Itakura, Marvin Friedrich und Luca Netz die Viererabwehrkette, während Rocco Reitz und Florian Neuhaus, der auch die Kapitänsbinde trug, davor auf der Doppel-6 agierten. Auf den Außen spielten Nathan Ngoumou und Robin Hack auf, auf der Zehn postierte sich Alassane Plea. Die Sturmspitze besetzte Neuzugang Tomáš Čvančara.

Tomáš Čvančara erzielt sein erstes Tor für die Fohlen früh

Der Drittligist war noch kaum auf dem Platz, da lag er schon früh zurück. Einen Freistoß brachte Hack von der linken einen Freistoß auf Höhe des Elfmeterpunkt, wo Čvančara it seinen 1,90 Metern Lufthoheit behielt und die Kugel mit dem Hinterkopf zum 1:0 in den Maschen versenkte (4.). Das war ein Vorgeschmack von dem, was de Neuzugang aus Prag in der Box im Stande ist zu leisten.

Die Fohlenelf schaltete weiter den Vorwärtsgang ein und kurze Zeit spöter beinah die Führung aufgebaut. Erst setzte Plea Ngoumou in Szene, der auf Höhe des Strafraums nur mit einem Foul zu stoppen war. Im Anschluss an diesen zappelte die Kugel zwar in den Maschen, doch der vermeintliche Torschütze Plea stand beim Zuspiel von Hack im Abseits (7.).

Ngoumou trifft nach schöner Einzelleistung zum 2:0

Vier Minuten später gab es dann aber keine Diskussion. Nathan Ngoumou schnappte sich die Kugel, ließ gleich mehrere Gegenspieler stehen und traf von rechts aus spitzem Winkel zum 2:0 (11.). Ein sehenswerter Treffer des Franzosen, der dabei auch seine Schnelligkeit ausnutzte.

Den Gastgebern hatte der frühe Doppelschlag sichtlich zugesetzt. Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe den Saarländern der erste Torschuss gelang. Allerdings flog der weit am Tor vorbei. Unterdessen fiel bei den Borussen ins Auge, dass vor allem über Robin Hack und Ngoumou viel Tempo mit im Spiel nach vorne war. So wie in Minute 18, als Reitz Hack mit einem schönen Pass auf die Reise schickte. Der Pass auf  Čvančara war dann aber etwas zum kurz. Vier Minuten später kam dann Schmitt zum Abschluss, aber ebenso weit am Tor vorbei (21.). Eine Minute später konnte sich der FCS bei seinem Keeper bedanken, dass es nicht schon 0:3 stand. Plea visierte mit seinem Schlenzer das rechte obere Eck an, aber Schreiber fischte die Kugel heraus.

Nicolas mit Parade zur Stelle 

Umtriebig bei den Borussen waren allen voran Ngoumou und Hack, die, wenn sie die Kugel hatten, mit Tempo für Wirbel sorgten. Nach einer halben Stunde konnte sich dann auch Moritz Nicolas im Tor der Borussen auszeichnen. Borussias Schlussmann behielt die Oberhand beim Schuss von Schmidt (30.). Saarbrücken war in dieser Phase besser im Spiel und drängte auf den Anschlusstreffer. Die Borussen passten aber auf, so dass es mit einem 2:0-Vorsprung in die Kabinen ging. Das ging auch in Ordnung, wenngleich der FSC auch seine Möglichkeiten hatte und vor allem in der Schlussviertelstunde vor der Pause aufkam und gut Druck ausübte.

Zum zweiten Durchgang wechselte Seoane wie zu Beginn der Vorbereitung in den Testspielen auch in Saarbrücken nahezu komplett durch. Einzig Friedrich durfte auch die zweiten 45 Minuten spielen. Unter anderem gab Neuzugang Franck Honorat sein Debüt für die Fohlenelf.

Nicolas erneut zur Stelle, Borges Sanches muss vom Platz

Die erste Möglichkeit des zweiten Durchgang gehörte den Gastgebern. Und da war erneut Nicolas mit einer starken Parade zur Stelle. Borussias Keeper entschärfte mit einem starken Reflex den Schuss von Schmidt (52.). Auf der Gegenseite war bei den Borussen zunächst nicht so viel Zug vors Tor wie noch im ersten Durchgang. Gespien.t war mittlerweile etwas über eine Stunde und das Geschehen spielte sich eher im Mittelfeld ab. Nach 64 Minuten war dann der Arbeitstag von Marvin Friedrich zu Ende, Neuzugang und U19-Europameister Fabio Chiarodia kam in die Partie (64.).

Es liefen die letzten zwanzig Minuten in diesem Testspiel und Höhepunkte gab es nicht mehr zu verzeichnen. Einziger Aufleger, allerdings ein negativer, war die Verletzung von Borges Sanches. Der Luxemburger hatte sich bei einem Zweikampf am Knie wehgetan und konnte nicht mehr weitermachen (78.).

Saarbrücken kommt zum Ehrentreffer

Fünf Minuten vor Schluss kam Saarbrücken dann zum verdienten Ehrentreffer. Nach einer Freistoß-Flanke war es Brünker, der denen Kopfball unhaltbar in den Maschen versenkte (85.).

Das war der Schlusspunkt unter dem Testspiel, das die Borussen mit 2:1 gewannen. Besonders der erste Durchgang hat Lust auf mehr gemacht. Die Fohlen gingen engagiert zu Werke und spielten mit Tempo nach vorne. Auffällig: Der umtriebige Hack war der Mann für die Standards – und das gar nicht mal schlecht. Und auch Ngoumou sorgte mit seinen Vorstößen immer für Wirbel – so wie bei seinem Tor zum 2:0. Unterdessen bleibt zu hoffen, dass sich Borges Sanches nicht ernsthaft am Knie verletzt hat. Der VfL-Tross macht sich nun auf den Weg ins Trainingslager an den Tegernsee, wo eine Woche gearbeitet wird. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach 1. Halbzeit: Nicolas – Scally, Itakura, Friedrich, Netz – Reitz, Neuhaus – Ngoumou, Plea, Hack – Cvancara

Borussia Mönchengladbach 2. Halbzeit: Nicolas Walde, Friedrich (64. Chiaridoa), Jantschke, Ullrich – Weigl, Fraulo – Herrmann, Honorat, Borges Sanches (80. Reitz) – Ranos

Tore: 0:1 Čvančara (4.), 0:2 Ngoumou (11.), 1:2 Brünker (85.)

Gelbe Karten: – / Neuhaus

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz)

Zuschauer: 11.450 (Ludwigsparkstadion)

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