Wieder mit Seoane vereint – Jordan Siebatcheu kommt zunächst leihweise zur Borussia!

Jordan Siebatcheu kommt von Union Berlin zu den Fohlen. Foto: picture alliance / foto2press | Oliver Zimmermann

Borussia Mönchengladbach hat sich wie geplant in der Breite der Offensive verstärkt und Jordan Siebatcheu unter Vertrag genommen. Der Mittelstürmer kommt leihweise für eine Saison von Ligakonkurrent 1. FC Union Berlin an den linken Niederrhein. Anschließend besitzen die Borussen eine Kaufoption.

Roland Virkus hatte es mehrfach angedeutet und gesagt: Man wolle sich auch in der Offensive nach dem Abgang von Marcus Thuram breiter aufstellen. Neben Neuzugang Tomáš Čvančara sollte ein weiterer Angreifer kommen. »Vorne sind wir eigentlich gut aufgestellt, aber man muss natürlich auch damit rechnen, dass ein Stürmer keine 34 Spiele spielen wird«, begründete Virkus im Trainingslager am Tegernsee.

Das Vorhaben hat man nun in die Tat umgesetzt und bei Ligakonkurrent Union Berlin eine weitere Alternative gefunden. Theoson-Jordan Siebatcheu, so der vollständige Name des Mittelstürmers, wechselt von der Spree wo er noch bis 2026 unter Vertrag steht, für eine Saison an den linken Niederrhein. Im Anschluss besitzen die Borussen eine Kaufoption, die laut dem Bezahlsender Sky rund 5 Millionen Euro betragen soll.

Seoane kennt Jordan sehr gut

Der 27-jährige war am frühen Mittwochabend in Düsseldorf gelandet und absolvierte dann die obligatorischen medizinischen Untersuchungen. Bereits am Donnerstagmorgen hatte der Stürmer die Trainingseinheit bei den Borussen mit einer Genehmigung absolviert, um im Anschuss nach Klärung letzter Details seine Unterschrift unter den einjährigen Leihvertrag zu setzen.

»Jordan ist ein klassischer Mittelstürmer. Er ist ein Ankerspieler vorne im Zentrum, einer, der Bälle festmachen kann. Ein bundesliga-erfahrener Mann, der unserer Offensive gut tun wird«, ist Roland Virkus, Borussias Geschäftsführer Sport, überzeugt.

Der in den USA geborene und in Frankreich aufgewachsene Stürmer mit Gardemaß passt insofern genau in das Anforderungsprofil, weil er die Bundesliga bereits kennt somit keine Eingewöhnungszeit benötigt. Zudem kann der US-Nationalspieler internationale Erfahrung  (38 Spiele in Champions League und Europa League) vorweisen und hat in Gladbach vor allem einen Vorteil: Er arbeitet mit Gerardo Seoane zusammen. Jenem Trainer, mit dem der in Washington D.C. geborene 27-Jährige schon bei den Young Boys Bern zusammengearbeitet hat. Seoane kennt Siebatcheu also nur allzu gut und wird ihn gemäß seinen Starken einsetzen und bestimmt noch mehr aus ihm herauskitzeln können.

Qualitäten werden Borussia guttun – Stindl-Nummer auf dem Rücken

Besonders in Bern hat Siebatcheu das gezeigt, wofür er vor allem sorgen soll: Das Toreschießen. In 88 Pflichtspielen schoss er 42 Tore und gab 9 Vorlagen. In der Spielzeit 2021/22 wurde er mit 22 Treffern Torschützenkönig der Super League. Ein Jahr zuvor schoss er unter Seoanes Leitung 12 Tore und hatte somit auch seinen Anteil am seinerzeit 15. Meistertitel.

Siebatcheu ist mit seinen 1,91 Metern kopfballstark und kann sich durchsetzten in der Box und zudem Flanken verwerten. Auch technisch versiert ist der Angreifer, der bei den Borussen die Rückennummer 13 erhält – Womit er die ehemalige Nummer des belieben ‚Capitanos‘ Lars Stindl erhält. Auch gleich eine Aufgabe…

Wie in Berlin wird der Angreifer auch bei den Borussen seinen Vornamen auf dem Rücken des Jerseys tragen. In Bern und auch im US-Team trug beziehungsweise trägt Siebatcheu den Namen Pefok. Dabei handelt es sich um den Mädchennamen seiner Mutter, mit dem er auch die Kultur ihrer Heimat Kamerun repräsentieren will.

Bei den ‚Eisernen‘ konnte sich Jordan nicht nachhaltig durchsetzen (44 Pflichtspiele, 5 Tore, 3 Vorlagen). Das soll er nun bei den Fohlen unter Gerardo Seoane tun. Die Qualitäten dazu hat er allemal. 

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