Nach ersten Saisonsieg – »Es ist schön zu sehen, was dieses Team draufhat«

Alassane Plea schnürte in Bochum einen Doppelpack. Foto: Dirk Päffgen

Der Knoten ist geplatzt: Borussia feierte in Bochum endlich den ersten Sieg der aktuellen Bundesliga-Saison. Wichtig war, dass die Fohlen von der ersten Minute an den Kampf annahmen und den Erfolg verdient über die Zeit brachten. Dementsprechend groß war auch die Erleichterung bei den Verantwortlichen. Unser Nachbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Schon früh in der Partie zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach machte die Elf vom Niederrhein klar, dass sie im Ruhrstadion den ersten Erfolg der Bundesliga-Saison 2023/ 24 bejubeln wollte. Und so kam es glücklicherweise auch. Dabei avancierte Alassane Plea zum Matchwinner: Der Franzose traf nach über 1.300 torlosen Minuten wieder, obendrein sogar doppelt. Wichtig waren vor allem die ersten Minuten, in denen die Fohlen richtig gut ins Spiel fanden.

Ein verdienter Sieg, der richtig gut tut 

»Wir wussten, dass es heute ein kämpferisches Spiel wird – und das haben wir richtig gut angenommen. Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit genau die Art von Fußball gezeigt, die wir spielen wollen. Damit können wir sehr zufrieden sein«, sagte Max Wöber. Auch für Gerardo Seoane verlief die erste Hälfte nach Plan: »Von Beginn an waren wir bereit, die Energie und die Zweikampfstärke der Bochumer anzunehmen. Wir haben viele Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen. Das Resultat in der ersten Halbzeit war absolut okay, weil wir gut die Räume erkannt haben und dann schnell in die Spitze umgeschaltet haben – so haben wir viele Chancen kreiert.«

Dennoch mussten die Fohlen in der zweiten Halbzeit nochmal ordentlich zittern. Borussia verpasste es immer wieder, fast schon fahrlässig, den Deckel auf die Partie zu machen. »In den zweiten 45 Minuten haben wir ein paar Mal die Chance verpasst, den Sack zuzumachen, aber dennoch war es eine Top-Leistung«, erklärte Roland Virkus. Borussias Geschäftsführer Sport lobte die Mannschaft nach dem lang ersehnten ersten Saisonsieg. Virkus: »Das war eine hervorragende erste Halbzeit und ein hochverdienter Sieg. Wir waren fußballerisch die klar bessere Mannschaft und es ist schön zu sehen, was dieses Team draufhat. Die Defensive hat heute nahezu alles wegverteidigt, offensiv waren wir wahnsinnig variabel mit Jordan, der die Bälle fest gemacht hat, und Alassane Plea und Florian Neuhaus, die dann mit ihrer hervorragenden Technik in den Räumen agieren konnten.«

Die Leistung in Bochum sollte den Fohlen also Mut für die kommenden Aufgaben geben. Vor allem das Umschaltspiel nach Ballgewinn funktionierte am Samstagnachmittag sehr ordentlich, sodass die Borussen immer wieder zu guten Abschlüssen kamen. Für Wöber lag der Schlüssel zum Erfolg auch darin, dass man die letzten Partie genau analysierte. »Wir haben in den vergangenen Wochen gut an unseren Fehlern gearbeitet und heute gezeigt, dass wir, wenn wir die Basics auf den Platz bringen, auch noch richtig guten Fußball spielen können«, resümierte der Österreicher. 

Borussias Trainer sieht noch Verbesserungspotenzial 

Seoane erkannte trotz des ersten Dreiers noch einige Schwachstellen und machte bereits fest, woran er mit seiner Mannschaft in den kommenden Tagen und Wochen arbeiten wird. »Insgesamt war der Sieg verdient, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit etwas zu passiv geworden sind. Ein Gegentor zu bekommen ist völlig okay, aber danach gab es zu viel Gelegenheiten und Strafraumszenen für die Bochumer. Da müssen wir in Zukunft die Konzentration länger hochhalten«, erklärte der 44-Jährige. 

Nach dem komplizierten Programm zum Auftakt mit den Heimspielen gegen Leverkusen, Bayern und Leipzig, kam der Sieg in Bochum also wahrscheinlich zur genau richtigen Zeit. So nahmen die Spieler in erster Linie etwas Druck von sich selbst, denn so kann die Fohlenelf am Freitagabend gegen Mainz möglicherweise noch etwas befreiter aufspielen. 

Dann gewährt die Nordkurve hoffentlich auch wieder einen entsprechenden Support für die Borussen. Nachdem einige Zaunfahnen über Sicherheitstoren hingen und diese entfernt werden mussten, verließen die Ultras das Stadion. Das Vorgehen des Bochumer Ordnungsdienstes darf an dieser Stelle stark hinterfragt werden, schließlich hing in der Vergangenheit nachweislich schon etliche Male die ganze Kurve voll mit Bannern. Dennoch hätte sich die Mannschaft die Unterstützung angesichts der starken Leistung mehr als verdient. Toll, dass sie nach Schlusspfiff von den anderen zahlreichen mitgereisten Fans für die Leistung gewürdigt wurde. 

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