Erstes Duell gegen Heidenheim – Gelingt der erste Heimsieg?

Gerardo Seoane und die Borussen wollen den ersten Heimsieg. Foto: Dirk Päffgen

Borussia Mönchengladbach trifft am Samstag auf den 1. FC Heidenheim. Es ist das erste von zwei Duellen innerhalb weniger Tage. Das erste in der Bundesliga ist genauso wichtig wie das zweite am Dienstag im DFB-Pokal. Zunächst liegt der Fokus auf dem Liga-Duell, das nahezu gewonnen werden muss.

Dass das letzte Wochenende eine einzige Enttäuschung war, weiß man am linken Niederrhein. Zumal man bei der 1:3-Derbypleite gerade in der ersten Halbzeit maximal enttäuschte und sich regelrecht vorführen ließ. Gerardo Seoane hat all das mit seiner Mannschaft unter der Woche aufgearbeitet.

»Wir müssen in allen Spielphasen eine viel aktivere Rolle haben, mehr Druck auf den Ball bringen und dürfen wenig Räume zwischen den Ketten entstehen lassen. Mit dem Ball müssen wir uns mehr zutrauen und selbstbewusster sein, um schlussendlich auch für mehr Offensivaktionen zu sorgen«, forderte Seoane auf der Pressekonferenz vor dem ersten Duell gegen Heidenheim. »Auf all das haben wir in dieser Woche im Training, durch Gespräche und durch Video-Analysen, eingewirkt. Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft gut darauf reagiert hat. Nun gilt es, das Ganze am Samstag auch im Spiel auf dem Platz umzusetzen.«

»Wir reden weniger vom Sieg, sondern mehr von der Leistung«

In der Tat. Denn macht man das nicht, wird es auch gegen einen Aufsteiger schwer, der zwar auswärts erst ein Remis ergattert, aber in Summe einen Punkt mehr auf der Habenseite hat als die Borussen, die im Borussia-Park in dieser Spielzeit noch keinen Dreier einfahren konnten.

Zudem haben es die Borussen generell nicht so mit Aufsteigern. Die Fohlenelf blieb in dieser und letzter Saison in allen fünf Bundesliga-Duellen mit Aufsteigern sieglos, holte gegen Schalke, Werder und Darmstadt vier Unentschieden, bei einer Niederlage. Eine solche darf es am Samstag nicht geben. Dazu muss man aber eben konstant das abrufen, was man durchaus imstande ist zu leisten.

Gerade auch die spielerische Komponente und das generelle Auftreten sind Seoane wichtig, damit man eben zum Ziel, sprich im besten Fall zu Siegen, kommt. »Ein Sieg ist immer Balsam für die Seele und hilft natürlich auch dem Entwicklungsprozess. Aber wir reden weniger vom Sieg, sondern mehr von der Leistung. Wichtig ist, dass wir uns bestmöglich vorbereiten, um in allen Bereichen eine gute Leistung abzuliefern und somit schlussendlich Punkte zu sammeln«, erklärt der 44-Jährige.

Und weiter. »Natürlich hoffen wir, dass wir in der Tabelle noch weiter nach oben klettern können. Auf unserem Weg stellen wir aber vor allem die Entwicklung in den Vordergrund, damit wir in der Lage sind, mehr Punkte zu holen«, so Borussias Trainer.

Für das erste Duell gegen Heidenheim muss Seoane neben den Langzeitverletzten Jonas Omlin und Stefan Lainer auch auf Manu Kone (Rotsperre) und Ko Itakura verzichten. Der Japaner musste sich einer Knöchel-Operation unterziehen und steht mehrere Wochen nicht zur Verfügung. »Wir hoffen, dass er nach der Länderspielpause Mitte November wieder bei uns im Training sein kann«, gab Seoane Einblicke in den Zeitplan.

Ein Ausfall, der in vielerlei Hinsicht schmerzt. Denn Itakura hatte sich gerade in der Defensive als wichtiger Stabilisator und wichtiger Baustein gezeigt. »Ko ist sowohl im Spielaufbau als auch in der Abwehr durch seine Spielintelligenz sehr wichtig für uns, deswegen wird er uns natürlich fehlen«, so Seoane. »Aber wir müssen lösungsorientiert denken und werden seinen Ausfall personell oder mannschaftstaktisch kompensieren.«

Wie diese Lösung aussehen könnte oder gar wird, verriet Seoane natürlich nicht. Unterdessen gibt es berechtigte Hoffnung, dass Tomáš Čvančara mitwirken kann.»Tomáš war zwei Tage lang ein wenig krank. Er hat die Viruserkrankung aber überstanden und heute wieder reduziert trainiert. Ich denke, dass es bei ihm für das Wochenende reichen könnte«, zeigte sich Seoane zuversichtlich. 

Wer auch immer am Samstag auf dem Rasen stehen wird – es muss mit aller Macht alles dafür getan werden, die drei Punkte einzufahren. Drei Tag später geht es sann im Pokal ums Weiterkommen.

»Wir fokussieren uns voll auf das Bundesligaspiel und haben überhaupt noch keine Gedanken an das Pokalspiel. Wir wollen der Mannschaft für Samstag den nötigen Plan und die richtige Energie geben, damit wir wieder ein ganz anderes Spiel sehen«, gibt Seoane die Marschrichtung vor. »Die Bundesligapartie wird im Anschluss der Spiegel für das Pokalduell am Dienstag sein. Aber jetzt gilt unsere volle Aufmerksamkeit ausschließlich dem ersten Aufeinandertreffen am Samstag.«

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