1:0 nach Verlängerung! Borussia schlägt Wolfsburg und steht im Viertelfinale

Christoph Kramer und die Borussen stehen im Pokal-Viertelfinale. Foto: Dirk Päffgen

Mit 1:0 nach Verlängerung gewann Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend im Borussia-Park gegen den VfL Wolfsburg und steht somit im Viertelfinale des DFB-Pokals. Manu Koné erzielte in der letzen Minute der Verlängerung das Tor des Tages und sorgte somit für das Weiterkommen der Fohlenelf.

Gerardo Seoane musste gegen die ‚Wölfe’ Stefan Lainer (Aufbautraining nach Krebserkrankung), Hannes Wolf (Trainingsrückstand) Jonas Omlin (Reha nach Schulter-OP), Ko Itakura (Reha nach OP am Sprunggelenk), Lukas Ullrich (Schulter-OP), Tony Jantschke (Faszienriss linker Oberschenkel), Jordan Siebatcheu (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Max Wöber (krank) verzichten.

Auf der anderen Seite standen Julian Weigl und Tomáš Čvančara wieder zur Verfügung. Und das Duo rückte auch gleich in die Startelf. Stattdessen mussten Manu Koné und Nathan Ngoumou auf die Bank. Im Vergleich zum Sieg gegen Hoffenheim gab es zudem zwei weitere Änderungen. Fabio Chiarodia und Christoph Kramer begannen anstelle von Marion Friedrich und Florian Neuhaus.

Ruhiger Beginn, Kramer verpasst um Zentimeter

Beide Mannschaften tasteten sich bei Temperaturen um null Grad erstmal abkam  und ließen die Kugel durch die Reihen laufen. Es dauerte seine Zeit, ehe der Motor warm war und die Offensive gesucht wurde. Der Torschuss gehörte den Fohlen. Kramer nach einer abgefälschten Scally-Flanke an die Kugel und zog aus zwanzig Metern direkt ab, die Kugel strich haarscharf am rechten Pfosten vorbei (7.). Ein guter Abschluss des Weltmeisters.

Kurze Zeit später sann erstmals die Wölfe. Arnolds Freistoß wurde vor den Strafraum geklärt, dort stand Vranckx, dessen Flachschuss Nicolas sicher unter sich begraben konnte (10.). Dann gab es eine kurze Unterbrechung, nach dem Tiago Tomas nach einem Zusammenstoß mit Weigl behandelt werden musste. Für den Wolfsburger ging es aber weiter (14.).

Kaum ein Durchkommen für beide

Die Fohlen versuchten es oftmals mit langen und hohen Bällen, das Mittelfeld zu überspielen, weil genau das recht zu war. So wie in Minute 20. als Kramer einen tollen langen Ball auf Honorat spielte, der dann bei seinem Vorschuss geblockt wurde. Die anschließende Ecke brachte nichts ein (21.). Generell standen beide Teams kompakt, so dass es lediglich zu Distanzschüssen kam. 

Von den Borussen kamen allerdings auch zu wenig Ideen und es fehlte an Durchschlagskraft, um die Wölfe zu knacken. Bis zum Pausenpfiff änderte sich daran herzlich wenig, so dass es folgerichtig torlos in die Kabinen ging.

Weiterhin eine zähe Partie

Unverändert kamen die Fohlen auf den Rasen. Ändern musste sich derweil die Herangehensweise der Borussen. Sie mussten deutlich aktiver und gefährlicher werden, um den Gästen aus der Autostadt weh zu tun. Und sie schicken sich an, das zu tun. Im Anschluss an die zweite Ecke hätte es dann erstmals klingeln können. Doch erst klärte Casteels gegen Weigl, ehe der Keeper auch den Rebound von Plea entschärfte. Dann schnappte sich Chiarodia die Kugel und bugsierte sie aus kurzer Distanz über das Gehäuse. Allerdings hätte ein mögliches Tor aufgrund von Abseits des Italieners nicht gezählt (49.). So aber musste es gehen für die Fohlenelf, die sich für den zweiten Durchgang etwas vorgenommen hatte.

Nach einer Stunde musste dann Čvančara angeschlagen das Spielfeld verlassen, Ngoumou kam in die Partie (60.). Nach gutem Beginn nach Wiederanpfiff plätscherte die Partie in dieser Phase ohne Höhepunkte mehr oder weniger dahin.

Der Lucky Punch bleibt aus, Nicolas stark

Es liefen die letzten zwanzig Minuten und beide Teams scheuten weiteren das große Risiko und ließen nach vorne hin auch das nötige Tempo und Durchschlagskraft vermissen. Zwar bemühte man sich, doch spätestens am Strafraum war Schluss. Es war schon sehr dünn, was die Seoane-Truppe anbot. Kramer versuchte es dann aus spitzem Winkel mal mit einem Heber, aber genau in die Arme von Casteels (71.).

Für die Schlussphase brachte Seoane dann in Koné und Hack noch mal zwei frische Kräfte. Vier Minuten vor Schluss dann beinah der Lucky Punch der Gäste, doch Tiago Tomas stand bei seinem Zuspiel im Abseits (86.). In der 90. verhinderte Nicolas dann mit einem starken Reflex gegen den Kopfball von Wind das Aus. Zwei Minuten später setzte Wind die Kugel aus kurzer Distanz um Zentimeter neben den Pfosten (90.+2).

Wolfsburg näher am Weiterkommen

So ging es in die Verlängerung. Und in dieser blieb es ein Spiel, das zwar von der Spannung lebte, aber herzlich wenig zu bieten hatte, wo es bei diesem Schmuddelwetter warm ums Herz wurde. Die Borussen bemühten sich, doch es ging herzlich wenig. In der zweiten Hälfte waren es die Wölfe, die zu guten Möglichkeiten kamen. Maehle visierte das Tor an, Koné fälschte ab und Nicolas war zur Stelle (107.). Eine Minute später schoss Mahle die Kugel freistehend aus spitzem Winkel über das Tor (108.).

Koné mit dem Lucky Punch

Und als sich mit dem Elfmeterschießen ‚abgefunden‘ hatten, sorgte Manu Koné für den Lucky Punch. Nach einem schnellen Konter war es am Ende Neuhaus, der einen Chip-Ball in den Fünfer zu Koné legte. Der Franzose lauerte am zweiten Pfosten und nickte in der 120. Minute zum 1:0-Siegtreffer ein.

Kurze Zeit später war Schluss im Borussia-Park und die Freude groß. Eine Szene hat den Borussen gereicht, um ins Viertelfinale einzuziehen. Und genau das zählt. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Scally, Elvedi (97. Friedrich), Chiarodia – Weigl – Honorat (97. Neuhaus), Reitz (81. Koné), Kramer (81. Hack), Netz – Čvančara (60. Ngoumou), Plea

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Borges Sanches, Herrmann, Ranos

VfL Wolfsburg: Casteels – Lacroix, Jena, Zesiger – Maehle, Vranchx, Arnold, Rogerio (23. Baku) – Tiago Tomas (112. Černý), Gerhardt (112. Svanberg) – Wind

Weite im Kader: Pervan (ETW), Cozza, Fischer, Kaminski, Majer, Paredes

Tore: 1:0 Koné (120.)

Gelbe Karten: – / Arnold, Gerhardt

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Zuschauer: 39.827 (Borussia-Park)

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