2:1 – Fohlen kassieren Last-Minute-Niederlage in Frankfurt 

Der K. o. für Borussia – Robin Koch erzielte das 2:1 für Frankfurt. Foto: picture alliance / Joaquim Ferreira | Joaquim Ferreira

Borussia musste sich im letzten Auswärtsspiel des Jahres mit 2:1 bei Eintracht Frankfurt geschlagen geben. Dabei führten die Fohlen nach dem 1:0 von Max Wöber über weite Strecken der Partie. Die SGE sorgte allerdings mit zwei Treffern von Buta und Robin Koch in der Nachspielzeit für eine Last-Minute-Niederlage. Zuvor sah Torschütze Wöber noch die Gelb-Rote Karte. 

Borussias Trainer Gerardo Seoane musste im letzten Pflichtspiel des Jahres auf Stefan Lainer (Aufbautraining nach Krebserkrankung), Hannes Wolf (Trainingsrückstand) Jonas Omlin (Reha nach Schulter-OP), Ko Itakura (Aufbautraining nach OP am Sprunggelenk), Lukas Ullrich (Reha nach Schulter-OP), Tony Jantschke (Faszienriss linker Oberschenkel) und Jordan Siebatcheu (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten. Dagegen stand Tomáš Čvančara wieder zur Verfügung. Im Vergleich zum Remis gegen Bremen nahm Seoane keine Änderungen vor und bot exakt die gleiche Anfangself auf. Vor allem Hack wusste gegen Werder mit seinen beiden Torvorlagen zu gefallen und empfahl sich damit für seinen zweiten Einsatz von Beginn in Folge. Der wieder genesene Čvančara nahm zunächst auf der Bank Platz. 

Die erste Aktion des Spiels gehörte Borussia. Nach einem Umschaltmoment lief Robin Hack die linke Seite entlang und spielte in die Mitte zu Rocco Reitz. Der wiederum legte auf Joe Scally ab, der Schuss des US-Amerikaners landete allerdings deutlich über dem Tor (2.). Generell machten die Fohlen in den ersten Minuten einen frischeren und wacheren Eindruck. Auch der Defensifverbund stand gut und Seoane hatte seine Mannschaft kompakt eingestellt, sodass die Frankfurter erstmal nicht zu Chancen kamen. Marmoush konnte sich im eins gegen eins gegen Elvedi nicht behaupten (9.).

Erstmals strahlten die Hausherren nach einem Eckball Torgefahr aus, doch der Kopfball von Pacho landete in den Armen von Moritz Nicolas (12.). Danach spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab und beide Teams waren darauf bedacht, Ruhe und Sicherheit in ihr Spiel zu bekommen. Frankfurt startete mit Pacho nochmal einen Versuch aus der Distanz, der Frankfurter verzog aber deutlich (22.).

Wöber belohnte gute Borussen 

Und dann belohnte sich Borussia endlich für eine ordentliche Anfangsphase. Franck Honorat schlug eine mustergültige Ecke und in der Mitte schraubte sich Max Wöber regelrecht hoch. Der wuchtige Kopfball des Österreichers fand den Weg ins Tor und es stand 1:0 für die Fohlenelf (27.). Nach dem Führungstreffer blieben die Gäste vom Niederrhein in den Zweikämpfen weiter energisch und machten es der SGE schwer, zu Chancen zu kommen. Stattdessen suchte Wöver nach einem Pressing-Moment den Weg nach vorne und bescherte seiner Mannschaft die nächste Ecke (33.). Diese blieb jedoch ohne Erfolg.

In einer ohnehin ereignisarmen Partie ging bis zum Halbzeitpfiff auf beiden Seiten nichts mehr. Die Borussen zeigten eine ordentliche Leistung in der ersten Halbzeit und nutzten die beste Chance mit dem Kopfball von Wöber sehr effizient. Auch die Defensive wusste zu gefallen, denn die Hausherren erspielten sich kaum eine Chance. 

Fohlen kamen weiterhin stabil aus der Pause 

Nach der Pause sorgte ein Zusammenprall zwischen Luca Netz und Moritz Nicolas für eine Schrecksekunde (50.). Glücklicherweise konnten beide Borussen nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen. Apropos Glück: Chaibi konnte einen Fehler im Gladbacher Aufbauspiel nicht nutzen und scheiterte alleine auf Nicolas zulaufend an Borussias Schlussmann (55.). Die Eintracht zeigte sich im zweiten Abschnitt als spielbestimmendere Mannschaft, fand gegen die überwiegend gut organisierte Hintermannschaft der Fohlen aber kein Mittel. 

Borussia hingegen konzentrierte sich darauf, nach Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen. So wie auch nach einem Umschaltmoment, als Honorat auf der rechten Seite durchstartete. In der Mitte fand er mit Manu Koné einen Teamkollegen, der Schuss landete nur knapp neben dem Tor (61.). In einer etwas druckvolleren Phase kamen die Hausherren zu weiteren Chancen. Tuta köpfte nach Chaibis Ecke von rechts am zweiten Pfosten aufs Tor, Nicolas lenkte zur Ecke ab (68.). Den Freistoß von Chaibi entschärfte Nicolas sicher (71.). 

Borussia gab sich aber nicht auf und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Nach guter Vorarbeit von Netz kam Koné in aussichtsreicher Position in Sechzehner zum Schuss, zielte aber deutlich übers Ziel hinaus (73.). Frankfurt hingegen rannte weiter vergeblich an und fand kein Mittel, um die Fohlen in Bedrängnis zu bringen. Dir SGE verzeichnete lediglich kleinere Chancen, wie eine Flanke von Chaibi (82.).

Frankfurt drehte das Spiel in den letzten Minuten 

Die letzten Minuten absolvierten die Borussen nach einer Gelb-Roten Karte von Wöber in Unterzahl (88.). Und es kam, was kommen musste. Die Eintracht profitierte von der Überzahl und erhöhte prompt den Druck. Nkounkou schlug die Flanke in den sechzehner auf Buta, der mehr oder weniger unbedrängt in die lange Ecke zum 1:1 köpfte (90.+2). Damit nicht genug, denn die Adler belohnten sich noch für ihre irre Aufholjagd in der Schlussphase. Wieder gab Nkounkou den Ball von links scharf ins Zentrum, Chiarodia grätschte die Kugel unglücklich auf den bereits liegenden Koch und von dessen Bein passierte das Leder aus kürzester Distanz die Linie zum 2:1 (90.+7). Kurz danach war Schluss und die Borussen mussten einen wahren Nackenschlag und damit eine Last-Minute-Niederlage hinnehmen.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Tuta (83. Buta), Koch, Pacho – Knauf (83. Hauge), Skhiri, Dina Ebimbe (60. Larsson), Max (77. Nkounkou) – Götze (78. Ngankam), Chaibi – Marmoush

Weiter im Kader: Grahl (ETW), Baum, Hasebe,

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Wöber – Weigl – Honorat (90. Chiarodia), Reitz (77. Kramer), Koné, Netz – Hack (63. Ngoumou, 90. Friedrich), Plea (77. Čvančara)

Weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Walde, Neuhaus, Herrmann 

Tore: 0:1 Wöber (27.), 1:1 Buta (90. + 2), 2:1 Koch (90. + 7)

Gelbe Karten: Pacho – Elvedi, Koné, Wöber, Scally, Nicolas

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Wöber 

Schiedsrichter: Florian Badstüber (Nürnberg)

Zuschauer:  58.000 (Deutsche-Bank-Park)

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