Die Borussen ergatterten in Mailand einen Punkt. Archivfoto: Dirk Päffgen.

Borussia Mönchengladbach ist mit einem Remis in die Champions League-Saison gestartet. Bei Inter Mailand holte die Fohlenelf am Mittwochabend ein verdientes 2:2-Unentschieden. Romelu Lukaku hatte die Hausherren in Front gebracht, Ramy Bensebaini traf per Foulelfmeter zum Ausgleich, ehe Jonas Hofmann für die Führung sorgte, die Romelu Lukaku egalisierte. 

Borussias Trainer Marco Rose musste beim Comeback in die Königsklasse auf Andreas Poulsen (Schulter-OP) und Jordan Beyer (Aufbautraining Corona-Virus) getestet wurde. Auf der anderen Seite kam für Denis Zakaria, Valentino Lazaro und László Bénes ein Einsatz nach ihren Verletzungen weiterhin noch zu früh. Zudem machten Kaan Kurt, Mamadou Doucouré, Torben Müsel, Famana Quizera und Julio Villalba die Reise in die Lombardei nicht mit. Dafür aber der frischgebackene Vater Alassane Plea.

Im Vergleich zum Remis gegen Wolfsburg in der Startelf vor: Ramy Bensebaini bekam in der Viererkette den Vorzug vor Oscar Wendt und Alassane Plea rückte in die Startformation, dafür musste Lars Stindl auf die Bank.

Vor 100o Zuschauern gehörte Inter der erste Nadelstich. Perišić trieb die Kugel über links und flankte in die Mitte. Dort lauerte Darmian, bekam den Ball unter Bedrängung aber nicht aufs Tor (5.). Eine Minute später waren die Fohlen-Defensive nach einer Freistoßflanke von Kolarov zur Stelle (6.). Dann fing Sommer einen Freistoß von Eriksen aus 30 Metern sicher ab (13.).

Mailand mit der Spielkontrolle

Inter Mailand gehörte die Anfangsviertelstunde. Die Hausherren zeigten sich präsenter und pressten gut, wenn die Fohlen den Ball hatten. So hatte die Fohlenelf kaum Möglichkeiten, um für Entlastungsangriffe zu sorgen. Auf der anderen Seite hatte Mailand dann die bis dahin beste Chance. Lukaku kam zum Schuss, doch vier Meter vor dem eigenen Tor stand Kramer goldrichtig und konnte die Kugel entschärfen (21.).

Unterdessen kam von der Borussia nach vorne herzlich wenig, Zwar versuchten sie es und machten es mitunter bis zum Strafraum gut, doch dann fehlte der letzte Pass. Dann aber mal ein toller Spielzug der Borussen nachdem Hofmann im Strafraum ziemlich frei war, Plea aber zu ungenau anspielte (33.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Borussen besser im Spiel und machten es ordentlich. Den besten Angriff gab dann kurz vor der Pause. Embolo gab am Ende einer schnellen Kombination von links in die Mitte – einen Tick zu weit für Hofmann (45.).

So ging es torlos zum Pausentee. Die Fohlenelf schlug sich bislang wacker. Sie war zwar optisch unterlagen, war aber in der Defensive gut organisiert und ließ kaum Großchancen zu. Lukaku hatte kurz vor der Pause die beste Chance der ersten Hälfte, verzog aber knapp.

Kurz nach der Pause trifft Lukaku, Borussia antwortet

Dafür nutzte der Belgier seine sich erste bietende Gelegenheit kurz nach Wiederanpfiff und brachte Inter in Front. Vidal flankte auf Martínez, der den Ball vor den rechten Pfosten köpfte. Von dort brachte ihn d’Ambrosio wieder zurück in die Mitte, wo Lukaku die Kugel in Mittelstürmer-Manier in den Maschen versenkte (49.). Hier sah die Borussen-Abwehr alles andere als gut aus. Kurze Zeit später war Ginter rechtzeitig zur Stelle und blockte eine Hereingabe zu Darmian (53.).

Die Borussen gaben nicht auf – und die Belohnung dafür folgte nach einer Stunde. Vidal brachte Thuram im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Kupierst ließ zunächst weiterspielen, schaute sich die Szene dann aber nochmal an und entschied auf Elfmeter. Diesen verwandelte Bensebaini sicher ins rechte untere Eck zum 1:1-Ausgleich (63.).

Hofmann zur Führung, Lukaku schlägt zurück

Mittlerweile lief die Schlussviertelstunde in San Siro und die Partie gestaltete sich offener. Vor allem die Borussen hatten immer mal wieder Raum, um durchzustarten. Und dann startete Hofmann nach tollem Pass von Neuhaus durch, bleib vor dem Tor cool und versenkte die Kugel zum 2:1 in den Maschen (84.). Zwar wurde der Treffer nochmal überprüft, aber es blieb bei der ersten Führung der Fohlen. Lange hielt die aber nicht, weil Lukaku nach einer Ecke am zweiten Pfosten lauerte und die Kugel zum 2:2 über die Linie drückte (90.).

Das war der Schlusspunkt unter einer Partie, in der die Borussen in letzter Minute den Sieg herschenkten. Ohne Frage ärgerlich, weil wieder kurz vor Schluss zwei Punkte hergegeben. Dennoch können die Borussen gut leben mit dem Remis, das sie sich erkämpft haben. Die Fohlenelf hat sich in San Siro gut verkauft.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Inter Mailand: Handanovič – d’Ambrosio, de Vrij, Kolarov – Darmian, Barella, Vidal, Perišić (79. Bastoni) – Eriksen (79. Brozovic) – Sanchez (46. Martinez), Lukaku

Weiter im Kader: Padelli (ETW), Stankovic (ETW), Moretti, Ranocchia, Boscolo, Nainggolan, Squizzato, Pinamonti

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Neuhaus – Hofmann, Embolo (75. Herrmann), Thuram (90.+5 Wolf) – Plea (90. Stindl)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Grün (ETW), Jantschke, Lang, Wendt, Reitz, Traoré

Tore: 1:0 Lukaku (49.), 1:1 Bensebaini (63., Foulelfmeter), 1:2 Hofmann (84.), 2:2 Lukaku (90.)

Gelbe Karten: d’Ambrosio, de Vrij, Handanovič / Kramer

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)

Zuschauer: 1.000 (Giuseppe Meazza Stadion)