Kapitän Matze Ginter brachte die Borussen gegen die SGE auf die Siegerstraße. Foto: TEAM2sportphoto/Päffgen

Borussia Mönchengladbach bleibt auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und schnuppert weiter an den internationalen Plätzen. Gegen Eintracht Frankfurt gewann die Fohlenelf am Samstagnachmittag im Borussia-Park am Ende verdient mit 4:0. Matthias Ginter, Jonas Hofmann, Ramy Bensebaini und Hannes Wolf schossen die Tore für die Borussen, die eine mehr als ordentliche Partie ablieferten und sich effizient zeigten.

Borussias Trainer Marco Rose musste gegen die Eintracht weiterhin auf Mamadou Doucouré, Torben Müsel und Julio Villalba (alle Aufbautraining) verzichten. Dazu standen Lars Stindl (Muskelfaserriss), Yann Sommer (Rotsperre) und Christoph Kramer (Gelbsperre) nicht zur Verfügung. Auf der anderen Seite konnten Nico Elvedi nach seinen überstandenen Wadenproblemen und Jonas Hofmann nach auskurierter Covid-19-Infektion wieder mitwirken.

Im Vergleich zum Remis in Berlin nahm Rose vier Änderungen in der Startelf vor: Tobias Sippel vertrat wie erwartet Yann Sommer. Dazu liefen Elvedi, Jonas Hofmann und Valentino Lazaro von Beginn an auf. Da in Breel Embolo der dritte Kapitän zunächst auf der Bank Platz nahm, führte Matthias Ginter die Fohlen erstmals mit der Spielführerbinde auf den Rasen.

Fohlenelf kommt gut in die Partie – Ginter mit Köpfchen zum 1:0

Und dort hatte die mit den weißen Trikots spielende Fohlenelf den ersten Abschluss. Plea setzte Lazaro mit einem schönen Pass in Szene. Der Österreicher zog ab, verfehlte das Ziel aber (3.). Der erste Torschuss war das Produkt einer früh anlaufenden und störenden Fohlenelf, die so bei der SGE Ballverluste provozierte. Drei Minuten später die erste Ecke für die Borussen, nach der Ginter neben den langen Pfosten köpfte (6.).

Die Rose-Truppe startete gut in die Partie und zeigte sich aktiver als die Eintracht, die erstmal auf Konter lauerte. Dann gab es gleich zwei Eckbälle in Kürze – alle ausgeführt von Jonas Hofmann. Und sollte der erste nicht zum Erfolg führen, so rappelte es nach dem zweiten, Wieder schlug Hofmann den Ball. Diesmal auf Höhe des kurzen Pfosten, wo Ginter die Kugel völlig frei mit Wucht und per Kopf in den Maschen versenkte – 1:0 für den VfL (10.)!

Jović und Ilsanker verpassen, Thuram und Plea auch

Eine verdiente Führung für die Borussen, die von Beginn an da waren, die SGE unter Druck setzte und dann die dritte Möglichkeit in ein Tor ummünzte. Die frühe Führung tat den Borussen sichtlich gut. Die Adler mussten nun mehr ‚Anflüge‘ nach vor das Tor von Sippel wagen, der bis dahin beschäftigungslos war. Jović hatte dann den frühen Ausgleich auf dem Kopf, verfehlte aber völlig freistehend (15.). Auf der Gegenseite verpassten Thuram und Plea nach tollem Steckpass von Ginter das 2:0 (17., 18.). Sechs Minuten später hatten die Borussen dann Glück, dass Ilsanker die Kugel nach einer Ecke mit dem Kopf nur an die Querlatte zimmerte (24.). Auf der Gegenseite dann ein schöner Spielzug der Borussen über Bensebaini und Plea, nach dem Lazaro im Fünfer etwas zu spät kam. Die anschließende Ecke brachte nichts ein (26.).

Videobeweis nach Handspiel

Nach einer halben Stunde war dann auch die Eintracht in einem interessanten Bundesliga-Spiel besser in der Partie und machte mehr. Wenige Minuten später schaute sich Schiedsrichter Gräfe eine Handspiel-Situation nochmal an, bleib aber bei seiner Entscheidung, keinen Strafstoß zu geben. Nach Lainer Flanke hatte Bensebaini abgezogen, Ilsanker hatte die Kugel ganz klar an den Arm bekommen (38.). Eigentlich ein klarer Elfmeter für die Borussen. 

So ging es mit einer 1:0-Führung für die Borussen in die Kabine. Unverdient war die für die Gastgeber gewiss nicht. Die Fohlenelf hatte den deutlich besseren Beginn und nutzte dann eine Ecke zum 1:0, die SGE brauchte erst was und verpasste dann den Ausgleich.

Thuram mit der dicken Chance – Erneut kein Handelfmeter

Zum zweiten Durchgang kamen beide Teams unverändert zurück. Dann setzte Bensebaini gleich mal ein Zeichen und stoppte Rode beim Angriffsversuch, wofür der Algerier Gelb sah (47.).  Auf der Gegenseite gab Lainer den ersten Torschuss nach Wiederanpfiff ab – weit über das Tor (48.). Kurze Zeit später ein klasse Konter der Borussen nach Ballgewinn. Über Ginter und Plea landete die Kugel bei Thuram, der die Kugel aus halbrechter Position haarscharf am Tor vorbei schob (51.). Kurze Zeit war es abermals Ilsanker, der die Kugel klar mit der Hand abwehrte, aber erneut gab es keinen Elfmeter von Aytekin, worüber sich Rose zu Recht echauffierte (54.). Fünf Minuten später wieder ein toller Spielzug der Borussen, nach dem Thuram das Ziel verpasste (59.).

Hofmann sorgt für die Vorentscheidung, Bensebaini macht den Deckel drauf

Die Fohlenelf wollte die Vorentscheidung und war am Drücker. Und nach exakt einer Stunde gelang den Borussen dann das vorentscheidende zweite Tor. Im Anschluss an eine Ecke war die Situation eigentlich zunächst bereinigt, doch die Borussen blieben dran. Neuhaus spielte die Kugel rechts in den Strafraum zu Hofmann, der aus spitzem Winkel nicht lange fackelte und zum 2:0 ins langer Eck vollendete (60.). 

Adi Hütter musste nun natürlich was riskieren und aufmachen. Doch der FohlenExpress bremste die Adler und machte sieben Minuten nach dem 2:0 den Deckel auf die Partie. Nach Hofmanns Ecke setzte Elvedi die Kugel per Kopf erst an die Latte, Bensebaini nutzte den Abpraller und versenkte die Kugel ebenso per Kopf halbhoch ins linke Eck – 3:0 für die Fohlen (67.)!

Hofmann muss gestützt vom Platz, Wolf setzt noch einen drauf

Damit war der Drops im Borussia-Park gelutscht. Den Frankfurter Adlern waren die Flügel gestutzt, die Fohlenelf ließ bis zum Schluss kaum etwas zu und verteidigte den Vorsprung konzentriert. Während die Adler es weiterhin versuchten und das Ding irgendwie nicht rein wollte, so ereilte der eingewechselte Wolf in der Nachspielzeit noch das 4:0.

Nach sechs Minuten Nachspielzeit stand dann ein unter dem Strich verdienter 4:0-Sieg für die Borussen, die von Beginn an gleich da waren und dreimal eiskalt zugeschlagen haben.  Bleibt zu hoffen, dass Jonas Hofmann nach einem „Abschuss“ von Amin Younes aus kurzer Distanz alsbald wieder bei Kräften ist. Der ‚Man of the Match‘ musste vorzeitig gestützt vom Feld – und dann das im besten fall am kommenden Mittwoch gegen die TSG Hoffenheim auch wieder betreten… 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini (90. Wendt) – Neuhaus (82. Herrmann), Zakaria (90. Reitz) – Lazaro (90. Wolf), Hofmann, Thuram (78. Embolo) – Plea

Weiter im Kader: Grün (ETW), Beyer, Jantschke, Traoré

Eintracht Frankfurt: Trapp – Tuta, Ilsanker (65. (Hasebe), Ndicka – Sow, Rode (65. Chandler) – Durm (65. Younes), Kamada (84. Barkok), Kostić – Silva, Jović

Weiter im Kader: Bördner (ETW), Schubert (ETW), Willems, Hrustić Zuber

Tore: 1:0 Ginter (10.), 2:0 Hofmann (60.), 3:0 Bensebaini (67.), 4:0 Wolf (90.+4)

Gelbe Karten: Bensebaini, Reitz / Ndicka, Ilsanker, Silva, Chandler

Bes. Vorkommnis: Keine

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: Keine (Borussia-Park)