Borussia wird seine Stars auch beim verpassen der Königsklasse halten können. Foto: Heiko van der Velden/ Amafuma.de

Trotz aller Personalsorgen kämpft Borussia Mönchengladbach weiterhin um die Champions League. Sollten die Fohlen Platz vier nicht mehr erreichen, bleiben trotzdem alle Spieler an Bord, auch Denis Zakaria. Dies bestätigte Max Eberl in der Pressekonferenz vor dem Wolfsburg-Spiel. 


Nächstes Talent auf dem Sprung 

Max Eberl treibt die Kaderplanung weiterhin voran. Mit Oscar Wendt wurde der Vertrag nochmals um ein Jahr verlängert, Fabian Johnson und Tobias Strobl werden sich im Sommer vom linken Niederrhein verabschieden. Strobl soll es zum FC Augsburg ziehen, offiziell bestätigt ist das aber noch nicht. Bei Raffael steht eine Vertragsverlängerung noch im Raum, der gebürtige Brasilianer könnte sich mit einem weiteren Jahr bei den Fohlen anfreunden. 

Für die Zukunft werden ebenfalls die Weichen gestellt, denn Borussias Sportdirektor soll das nächste Talent an Land gezogen haben: Laut französischer Medien ist sich Gauthier Ott mit Borussia über einen Profivertrag einig. Bisher kickte der 18-Jährige bei seinem Heimatverein AS Nancy und soll einen neuen Vertrag dort abgelehnt haben. 

Bleibt Denis Zakaria? 

Auch der Verbleib von Denis Zakaria wurde zuletzt heiß diskutiert, denn mehrere europäische Top-Klubs sollen hinter dem 23-Jährige her sein. Zwar hat ‚Zak‘ noch Vertrag bis Sommer 2022, in der kommenden Transferperiode könnten die Fohlen aber noch eine hohe Ablösesumme erzielen. Geknüpft wurde sein Verbleib auch mit der Teilnahme an der Champions League. 

Max Eberl gab jetzt auf der Pressekonferenz in einem knappen, aber aussagekräftigen Statement Entwarnung. »Ja, wir können alle Topstars halten, auch wenn wir keine Champions League spielen«, so Borussias Sportdirektor. Zwar können die Fohlen die Mehreinnahmen in Millionenhöhe sicherlich gut gebrauchen, zumindest sind sie in Bezug auf die Kaderplanung aber keine Pflicht. Ein gutes Zeichen, vor allem an die Konkurrenz. 

Borussia hat andere Mittel 

Denn dass viele andere Bundesligisten mehr finanziellen Spielraum haben, machte Eberl vor dem Spiel gegen Wolfsburg nochmal deutlich. »Ich weiß, dass wir aktuell mit den Mannschaften da oben in einen Topf geworfen werden. An dieser Stelle möchte ich aber erwähnen, dass die Mannschaften, die vor uns stehen, im Winter nochmal viel Geld in die Hand genommen haben«, stellte Eberl klar. 

Vor allem die Leverkusener schlugen nochmal richtig zu: Die Werkself nahm 35 Mio. Euro in die Hand und sicherte sich mal eben die Dienste von Edmond Tapsoba (18 Mio. Euro) und Exequiel Palacios (15 Mio. Euro). Die aktuelle Transferbilanz von Bayer beträgt minus 62,50 Mio. Euro, auch Dortmund und Leipzig haben ein Transferdefizit von weit über 20 Mio. Euro.

»Wir haben nicht die Möglichkeiten wie ein Konzern- oder Mäzengetriebener Verein, oder ein Klub mit einem Investor im Hintergrund«, bezog Max Eberl Stellung und verdeutlichte in diesem Zusammenhang nochmals, wie gut am Niederrhein gewirtschaftet wird, ohne Hilfe von außen. Glücklicherweise steht das in Mönchengladbach auch überhaupt nicht zur Debatte, denn man »kann zwar die Mitglieder fragen, aber ich glaube nicht, dass sie dieses Modell wollen«. 

Den nächsten Schritt erreichen

Dennoch wollen die Fohlen auf absehbare Zeit den berühmten nächsten Schritt machen, sich dabei aber finanziell nicht übernehmen. »Wir alle wollen den nächsten Schritt machen, aber mit unseren Mitteln und Fähigkeiten«. Aktuell plagen die Fohlen große Verletzungssorgen, denn gegen Wolfsburg fallen mit Ramy Bensebaini, Denis Zakaria, Alassane Pléa und Marcus Thuram gleich vier Stammspieler und Leistungsträger aus. Das bleibt nicht ohne Folgen. 

»Wenn, wie in der Hinrunde, der Kader voll zur Verfügung steht, dann haben wir unsere Leistung gebracht. Wir waren nicht umsonst Tabellenführer in der Bundesliga, das war ein Produkt unserer Qualität. Aber bei uns ist es so, dass wir die Ausfälle nicht so auffangen können«, gab der 46-Jährige zu. Als Ausrede für die nächsten Spiele soll das aber nicht gelten, vielmehr möchten die Borussen noch mal voll angreifen. »Wir haben noch drei Spiele, um das ganz große Ziel zu erreichen«, gibt sich Max Eberl wie auch die anderen Fohlen sehr kämpferisch…