Stefan Lainer könnte den Fohlen bald wieder in der Defensive helfen. Foto: Dirk Päffgen

Nach den Verletzungen von Nico Elvedi und Breel Embolo geht Borussia vor allem in der Defensive langsam aber sicher auf dem Zahnfleisch. In diesen Tagen ist bei Adi Hütter deshalb viel Kreativität gefragt, Borussias Trainer musste beim Spiel in Mainz ordentlich umdisponieren. Es besteht allerdings auch Grund zur Hoffnung, denn Stefan Lainer kehrt allmählich ins Training zurück. 

Zwei ‚Neuzugänge‘ auf der Verletztenliste 

Borussia Mönchengladbach ist weiterhin vom Verletzungspech verfolgt, denn beim FSV Mainz 05 mussten die Fohlen gleich zwei neue Spieler ins ‚Lazarett‘ aufnehmen. Mit Nico Elvedi und Breel Embolo musste binnen weniger Minuten das Schweizer-Duo verletzungsbedingt vom Platz, in beiden Fällen äußerst unglücklich. 

Elvedi verletzte sich im Zweikampf mit dem Mainzer Karim Onisiwo, als er an seinem Gegenspieler hängen blieb. Die Diagnose: Bandverletzung an der Gelenkkapsel/ Fußwurzel. Wie lange Borussias Innenverteidiger genau ausfällt, teilten die Fohlen bis dato nicht. Stattdessen ist lediglich von »den kommenden Spielen« die Rede. Und dabei ist die Situation vor allem in der Defensive der Fohlenelf äußerst kompliziert. 

Lainer wieder im Training 

Adi Hütter muss nämlich bereits auf Jordan Beyer (Muskelverletzung im Oberschenkel), Tony Jantschke (Gesichtsverletzung), Christoph Kramer (Oberschenkelzerrung), Stefan Lainer (Reha nach Knöchelbruch) und Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehnenriss) verzichten. Letzterer ist zumindest seit einigen Tagen wieder zurück auf dem Trainingsplatz. Doch ob der Franzose den Fohlen aufgrund seiner langen Verletzungs-Historie helfen kann, ist fraglich. Kramer ist nach eigenen Angaben wieder eine Option für das Spiel gegen Greuther Fürth (Samstag, 20.11.21).

Hoffnung macht hingegen Stefan Lainer: Nach seinem Knöchelbruch ist er auf besten Wege der Besserung und kehrte in diesen Tagen ins Mannschaftstraining zurück, nachdem er bereits zwei Wochen individuell trainierte. »Ich freue mich, bald wieder gemeinsam mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Es bringt nichts, sich selbst Druck zu machen. Ich schaue von Tag zu Tag, wie es läuft und hoffe, dass die Genesung weiter positiv voranschreitet«, bremste der Österreicher die Erwartungen, schon schnell wieder in die Bundesliga zurückzukehren. 

Hütter setzt ein Statement 

Dennoch ist Adi Hütter beim nächsten Spiel gegen Fürth gezwungen umzustellen, denn nominell ist nur noch Matthias Ginter als Innenverteidiger übrig. Zwar können auch Ramy Bensebaini und Neuzugang Luca Netz diese Position bekleiden, doch Borussias Trainer dürfte Denis Zakaria den Vorzug geben. Der Schweizer erledigte bereits in Mainz seinen Job höchst zuverlässig, für ihn rückte Florian Neuhaus ins zentrale Mittelfeld. 

Der Nationalspieler ließ allerdings mit einer Aussage aufhorchen: »Meine Situation ist nicht ganz einfach, ich habe mir über drei Jahre viel aufgebaut bei Borussia. Ich habe nun selber gemerkt, wie schnell es im Profifußball gehen kann und hätte mir ein Stück weit mehr Rückendeckung vom Verein gewünscht«, feuerte Neuhaus in Richtung von Max Eberl und Adi Hütter. Borussias Trainer ließen die Worte allerdings kalt. »Es gilt ein Leistungsprinzip und Flo sieht ja auch, dass wir im Zentrum gut besetzt sind«, nahm Hütter nach dem Remis in Mainz Stellung. 

Damit setzte Adi Hütter ein Statement in Richtung seiner Spieler, denn Borussias Trainer stellt ‘nur’ noch nach Leistung auf und schreckt auf vor vermeintlich ‚großen‘ Namen nicht zurück. Sicherlich ist Florian Neuhaus das prominenteste ‚Opfer‘, aber auch Lars Stindl musste in Mainz zunächst auf der Bank Platz nehmen. Das musste anschließend auch Breel Embolo, wenn auch völlig unfreiwillig. 

Thuram braucht noch Zeit 

Denn der Schweizer musste ebenfalls vorzeitig den Platz verlassen, auch er fehlt den Fohlen mit einer Muskelverletzung in den nächsten Partien. Für ihn kam Marcus Thuram zum Einsatz, doch nach seiner Verletzung ist es offensichtlich, dass der 24-Jährige noch längst nicht zur alten Stärke gefunden hat. Die Länderspielpause könnte dem Franzosen allerdings zupass kommen, denn so kann ‚Tikus‘ weiter an seinem Comeback arbeiten und gegen Fürth möglicherweise auch schon eine Option von Beginn an sein, Embolo wird bekanntlich fehlen…