Die Fohlen gingen in dieser Saison bereits drei Mal als Verlierer vom Platz. oto: picture alliance/dpa | Matthias Balk

Die Fohlen kommen weiterhin überhaupt nicht in Tritt und kassierten in Augsburg bereits die dritte Niederlage der noch jungen Saison. Borussia lies vor allem im Offensivspiel jegliche Leichtigkeit vermissen und konnte sich keine nennenswerten Torchancen herausspielen. Yann Sommer sprach nach dem Spiel die Punkte kritisch an. 

Fehler eiskalt bestraft 

Adi Hütter sprach vor dem Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach beim FC Augsburg davon, dass die Fohlen »den Kampf annehmen müssen«. Wirft man einen Blick auf die Zweikampfstatistik, hat es die Mannschaft des 51-Jährigen mit einer Zweikampfbilanz von 55% gewonnen Duellen auch geschafft. Die Sprache auf dem Platz war allerdings eine völlig andere. 

Magere elf Torschüsse brachten die Borussen am Samstagnachmittag beim FCA zustande, die Hausherren gaben sogar nur fünf Versuche ab. Davon landete aber nunmal ein Schuss im Tor, denn Joker Florian Niederlechner nutzten einen Fehler in der Gladbacher Defensive zum entscheidenden Treffer eiskalt aus. 

»Die Augsburger hatten nach der Pause keine Torchance. Ihre einzige Gelegenheit ist dann aus einem Fehler von uns resultiert, und die haben sie genutzt. Das ist sehr ärgerlich, denn wenn man selbst nicht trifft, muss man in so einem Spiel zumindest einen Punkt mitnehmen«, sagte Adi Hütter. Nach fünf Spieltagen muss man knallhart konstatierten, dass auch der Österreicher aktuell große Probleme damit hat, der der Fohlenelf Konstanz beizubringen. Denn immer wieder verpassen es die Borussen den Schwung in die nächste Partie mitzunehmen und bringen sich immer wieder selbst in Gefahr. 

Keine Ideen im Offensivspiel 

Für Borussias neuen Trainer ist das Ergebnis insofern »enttäuschend, weil wir in der zweiten Hälfte das Spiel klar in der eigenen Hand hatten, auch wen uns die letzte Durchschlagskraft gefehlt hat«. Besonders deutlich wurde das eben im letzten Drittel, in dem der Fohlenelf jegliche Kreativität fehlte. Einmal mehr vermisste man eine Wucht und den gewissen Überraschungsmoment von Marcus Thuram. Dennoch muss Borussia mit dieser, unbestrittenen, vorhandenen Qualität in der Mannschaft in der Lage sein, diesen Ausfall zu kompensieren. 

Yann Sommer sprach nach dem Spiel Klartext: »Meiner Meinung nach war es kein gutes Spiel von uns. Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die defensiv sehr gut stehen und uns das Leben schwer machen wird, in dem sie uns kaum die Räume finden und zwischen die Linien kommen lässt. Ich habe von uns als Mannschaft heute zu wenig Kreativität gesehen. Wir hatten keine Ideen, wie wir dieses Bollwerk durchbrechen können. Ich glaube, wir hatten keinen richtigen Torschuss im ganzen Spiel. Das war viel zu wenig von uns.« 

Borussia ist nicht bereit zu ackern 

Hinzu kam auch die fehlende Laufbereitschaft um in die entscheidenden Räume zu gelangen. Im Vergleich zum starken Auftaktspiel gegen Bayern München rannten die Fohlen am Samstagnachmittag knapp zehn Kilometer weniger. Auch Patrick Herrmann fand, dass die Fohlen die »ganz klaren Chancen und die Durchschlagskraft« haben vermissen lassen. »Da müssen wir dran arbeiten, das wissen wir. Wir müssen dann auch effizienter werden, wir hätten heute den Punkt mitnehmen müssen und nächste Woche dann wieder Gas geben müssen. So tut es heute extrem weh«, sagte ‚Flaco‘ nach der dritten Niederlage im fünften Spiel. 

Und so heißt es für die Borussen in den nächsten Tagen einmal mehr ‚Wunden lecken‘ und sich aufzurappeln. Denn spätestens nach dem fünften Spieltag und der bislang mageren Ausbeute von nur vier Punkten sollten am linken Niederrhein die Alarmglocken läuten, gegen die ungeliebten Dortmunder muss dringender denn je die Kehrtwende her…