Borussia hat die Hürde Fürth mit Leichtigkeit genommen. picture alliance/dpa | Federico Gambarini

Durch den überzeugenden Sieg gegen Greuther Fürth hat Borussia den Anschluss an die internationalen Plätze wieder hergestellt. Der Fohlenelf gelang es über beide Halbzeiten eine konstante Leistung auf den Platz zu bringen und gegen das Schlusslicht absolut nichts anbrennen zu lassen. 

Dass Borussia Mönchengladbach den abgeschlagenen Tabellenletzten Greuther Fürth am Ende mit 4:0 aus dem heimischen Borussia-Park schoss war vielleicht keine faustdicke Überraschung. Am Samstagnachmittag konnte man den oftmals zitierten Klassenunterschied deutlich erkennen, denn die Borussen spielten die Gäste aus dem Frankenland zeitweise schwindelig. 

Hofmann und Stindl überragten 

Allen voran Jonas Hofmann und Lars Stindl wirbelten die dezimierte Hintermannschaft der ‚Kleeblätter‘ ordentlich durcheinander. Nach einer kleinen Formschwäche zeigte Lars Stindl, wie wichtig er für die Borussen ist: Drei Assists legte der ‚Capitano‘ auf. Ebenso Jonas Hofmann, der schon seit Wochen stark aufspielt: Der 29-Jährige schnürte einen Doppelpack und eröffnete schon früh den Torreregen. 

»Auch wenn die Fürther in den vergangenen Wochen nicht so schlecht gespielt haben, wie es ihr Tabellenstand aussagt, hatten wir uns fest vorgenommen, von Beginn an sehr druckvoll gegen sie zu agieren. Das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben sehr facettenreich gespielt, durch unser hohes Pressing viele Bälle erobert und diese Ballgewinne auch zu sehenswerten Toren genutzt«, meinte Lars Stindl nach dem vierten Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison. 

Kein Einbruch in der zweiten Halbzeit 

Wichtig war eben auch die Tatsache, dass die Fohlenelf an die Leistung auch im zweiten Spielabschnitt anknüpfen konnte. Noch zuletzt in Mainz war im zweiten Spielabschnitt ein deutlicher Leistungsverlust erkennbar. Deshalb gab es von Stindl auch »ein großes Lob an die gesamte Truppe, dass wir das so konzentriert und konstant über 90 Minuten auf den Platz gebracht haben«. Dass er mit drei Torvorlagen einen maßgeblichen Anteil am 4:0 hatte »freut mich natürlich sehr«. 

Auch Yann Sommer fand, dass die Borussen »mit einer guten Einstellung in das Spiel gegangen sind und die nötige Power und Aggressivität in den Zweikämpfen hatten«. Ebenso freute sich der Schweizer Nationaltorhüter darüber, dass die Mannschaft diese Leistung geschlossen und über 90 Minuten erbrachte. »Wir haben das Spiel auch nach der 3.0-Führung weiter voll im Griff gehabt und defensiv nichts anbrennen lassen – genauso müssen wir weitermachen und Konstanz in unsere Leistungen bringen. Wenn uns das gelingt, werden wir eine gute Saison spielen«, blickte Sommer schon auf die weiteren Aufgaben. 

Freuen durfte sich über eine gute Leistung auch Borussias Trainer, der seine Mannschaft nach der Länderspielpause genau richtig eingestellt hatte. »Ich bin sehr froh über diesen absolut verdienten Sieg, bei dem auch die Souveränität, die wir auf den Platz gebracht haben, sehr gut war. In der ersten Hälfte haben wir es gut ausnützen können, dass die Fürther ihr Zentrum nicht so gut dicht bekommen haben. Nach dem Wechsel haben sie umgestellt, da haben wir uns etwas schwerer getan. Trotzdem waren wir weiter klar überlegen – und was auch wichtig war, dass wir zu Null gespielt haben. Wenn man bedenkt, wie viele Defensivspieler uns heute gefehlt haben, ist das wirklich aller Ehren wert«, gab es vom Österreicher ein großes Lob. 

Derby wirft seine Schatten voraus 

Das Lob am kommenden Samstag müssen sich die Fohlen dann allerdings wieder komplett neu erarbeiten, schließlich steht das Derby gegen den ungeliebten Gegner aus der Domstadt an. Schon in der zweiten Hälfte warf die Partie ihre Schatten auf den Rängen voraus, als die Nordkurve den ein oder anderen Gruß in die Stadt mit K sendete. Auch die Spieler hatten nach dem 4:0-Sieg über Fürth bereits das Derby im Kopf. 

»Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen für das Derby am kommenden Wochenende in Köln. Hoffentlich können wir dort nachlegen. Wir freuen uns auf dieses Spiel und hoffen, dass wir unsere Fans auch dann wieder glücklich machen können«, meinte Joe Scally. Der US-Amerikaner wird mit Borussia sein erstes Derby spielen. Etwas erfahrener hingegen ist da schon Yann Sommer, der aber auch weiß, dass die Fohlen »eine Top-Leistung abliefern müssen, um dort erfolgreich zu sein«. Es kann also nur einen Sieger geben und der heißt Borussia!