Adi Hütter muss in den nächsten Wochen wohl auf Christof Kramer verzichten. Foto: Dirk Päffgen

Nach der Länderspielpause möchte Borussia auch gegen Stuttgart den Aufwärtstrend fortsetzen und an die letzten beiden Siege anknüpfen. Verzichten müssen die Fohlen dabei auf Christof Kramer, der sich eine stärkere Zerrung zugezogen hat. Auch Ramy Bensebaini fällt weiterhin aus. 

Schwung mitnehmen 

Die Nationalspieler sind zurück am Borussia-Park, sodass Adi Hütter wieder alle Spieler zur Verfügung hat und die Vorbereitung auf die Partie gegen den VfB Stuttgart intensivieren kann. Nach der Länderspielpause möchten die Fohlen nämlich an die zuletzt zwei siegreichen Spiele gegen Dortmund und Wolfsburg anknüpfen und den Schwung mitnehmen. 

»Wir wollen da weitermachen, wo wir vor der Länderspielpause aufgehört haben. Es wird eine große Aufgabe für uns, das zu bewältigen, aber wir haben auch die letzten beiden Spiele gegen zwei sehr gute Mannschaften gewonnen. Wir rätseln nicht darüber, wer beim Gegner spielen könnte. Wir schauen vor allem auf unsere Mannschaft«, möchte sich Adi Hütter auf die eigenen Stärken der Borussen besinnen. 

Wieder wie gewohnt mit Dreierkette? 

Dennoch warnt Borussias Trainer vor dem kommenden Gegner, wenngleich die Schwaben auch nur eins der letzten acht Auswärtsspieler gewinnen konnten, dieses aber ausgerechnet im Borussia-Park. »Stuttgart ist eine sehr unangenehme Mannschaft. Unabhängig davon, ob sie einige Ausfälle haben, kommt eine schnelle, dynamische und schlagkräftige Mannschaft auf uns zu. Der VfB ist eine der zweikampfstärksten Mannschaften der Liga. Es wird sicherlich wieder ein aggressives und dynamisches Spiel, das hin und her geht«, so Hütter zum ‚Top-Spiel‘ am Samstagabend. 

Wie gewohnt ließt sich der 51-Jährige nicht in die Karten schauen wenn es darum geht, mit welcher Taktik oder welchem Personal die Borussia beginnt. Dennoch gibt es aktuell wenig Grund zum wechseln, schließlich fühlen sich die Fohlen in der defensiven Dreierkette mittlerweile pudelwohl. »Wenn man gewisse Dinge probiert, die dann auch funktionieren, gefällt mir das natürlich als Trainer besonders. Wenn man dann auch noch erfolgreich ist, gibt es nicht wirklich viele Gründe großartig etwas zu ändern. Es gibt jetzt gewisse Mechanismen und Automatismen, die schon ganz gut greifen. Es kann also natürlich sein, dass wir weiterhin in dieser Grundordnung spielen«, meinte Borussias Trainer. 


Nächster Ausfall für Borussia 

Verzichten muss der Österreicher noch immer auf Ramy Bensebaini, der in den vergangenen Tagen, wenn auch ohne Einsatz, für die Nationalmannschaft von Algerien unterwegs war. »Ramy war verletzt, deswegen haben wir mit ihm und seinem Berater gehofft, dass er hierbleiben kann. Der algerische Verband hat aber gesagt, er müsse fahren. Dagegen haben wir als Verein keine Handhabe. Immerhin konnte er vor dem zweiten Spiel zurückkommen. Generell sind wir darüber aber nicht glücklich gewesen«, sprach Max Eberl die Problematik der Länderspiel-Reise an. 

»Ramy Bensebaini wird seit der Vorbereitung immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, dadurch hat er keinen Rhythmus. In dieser Woche konnte er teilweise mittrainieren. Wir müssen mit ihm einen guten Plan verfolgen, dass er so schnell wie möglich topfit ist und Leistung bringen kann«, fügte Hütter hinzu. 

Allerdings fehlt den Fohlen mit Christof Kramer ein weiterer Spieler. Der Weltmeister von 2014 verletzte sich am Dienstag im Training, der erste Verdacht eines Muskelbündelriss bestätigte sich allerdings nicht. »Christoph Kramer hat sich leider im Training am Muskel verletzt. Es hat sich herausgestellt, dass es eine stärkere Zerrung ist. Er wird uns vorerst fehlen.« Positiv: Wenigstens alle Nationalspieler sind ohne neue Verletzung zurück an den linken Niederrhein gekehrt.