Adi Hütter versucht mit Borussia den Auswärtsfluch in Wolfsburg zu brechen. Foto: Dirk Päffgen

Die Fohlen treffen am Samstagnachmittag im Auswärtsspiel auf die Wölfe. Für die Borussen geht es in erster Linie darum, den Schwung aus dem Sieg gegen Dortmund mitzunehmen und zumindest den ersten Auswärtspunkt zu sammeln. Ob Adi Hütter auf die siegreiche Startelf vertraut ist noch unklar, Ramy Bensebaini muss allerdings erneut aussetzen. 

Auch in dieser Saison zeigt Borussia Mönchengladbach bisher zwei Gesichter: Während die Fohlen in den Heimspielen bisher punkttechnisch überzeugten, herrscht in der Fremde große Flaute. Die Bilanz: Drei Auswärtsspiele, drei Niederlagen. Das soll sich natürlich am Samstagnachmittag beim VfL Wolfsburg ändern, zumal die Borussen den Rückenwind aus dem Heimsieg gegen Dortmund mitnehmen wollen. 

Warten auf den ersten Sieg in Wolfsburg seit 2003 

»Wir möchten in Wolfsburg da weitermachen, wo wir gegen Dortmund aufgehört haben. Es wird entscheidend sein, dieselbe Art und Weise auch am Samstag auf den Platz zu bekommen. Ein weiteres Erfolgserlebnis würde uns vor der Länderspielpause guttun«, weiß Adi Hütter auch um die psychologische Bedeutung eines guten Resultates in der Autostadt. 

Doch der letzte Sieg der Fohlenelf liegt schon einige Jahre zurück, 2003 entlockte die Elf vom Niederrhein den Wölfen letztmals drei Punkte. Deshalb ist die Marschroute für Borussias Trainer klar: Auswärts muss seine Mannschaft nun auch endlich das Gesicht zeigen, was sie bisher nur im Borussia-Park offenbarte. »In den Heimspielen haben wir bis dato konstant unsere Leistung gebracht, auswärts hat es bislang überhaupt noch nicht gepasst. Wir müssen in Wolfsburg weit besser sein als in den vergangenen Auswärtspartien. Den Mut und das Engagement, das wir zuhause zeigen, müssen wir auch in der Fremde an den Tag legen. Wenn uns das gelingt, werden wir auch auswärts positive Ergebnisse erzielen«, so Hütter vor dem 7. Spieltag. 

Bensebaini fällt erneut aus 

Dabei muss der 51-Jährige wie schon zuletzt auf Linksverteidiger Ramy Bensebaini verzichten. »Ramy Bensebaini hat heute wieder individuell trainiert, er ist für das Spiel am Wochenende aber noch kein Thema«, gab Hütter ein Update zum Stand beim Algerier. Dennoch macht das Hoffnung, dass der 26-Jährige nach der Länderspielpause wieder auf dem Platz stehen kann. 

Bensebaini ist jedoch bekanntlich nicht der einzige Ausfall bei den Fohlen: »Marcus Thuram (Reha nach Innenbandriss am Knie), Stefan Lainer (Reha nach Knöchelbruch) und Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehnenriss) stehen uns weiterhin nicht zur Verfügung.« Wer den begehrten Posten im Mittelfeld bekommt, dazu wollte sich Borussias Trainer noch nicht final äußern. 

Wer spielt im Mittelfeld? 

Gegen die falsche Borussia aus Dortmund machten Denis Zakaria und auch Manu Koné bei seinem Bundesliga-Debüt ihre Sache mehr als ordentlich und konnten sich nachhaltig für weitere Einsätze empfehlen. »Denis Zakaria und Manu Koné haben gegen den BVB nicht nur körperlich gut dagegengehalten, sondern auch spielerisch überzeugt. Für diese Partie hat uns diese Besetzung im zentralen Mittelfeld gutgetan. Mit Florian Neuhaus hätte es aber genauso gut funktionieren können«, weiß Borussias Trainer um die Flexibilität auf diesen Position und betonte, dass es »wichtig ist, personelle Alternativen zu haben«. 

Währenddessen hat sich für zwei Fohlen die Arbeit der vergangenen Woche ausgezahlt: Luca Netz und auch Jordan Beyer wurden für die deutsche U21-Auswahl nominiert. »Ich habe mit Antonio di Salvo telefoniert und über die beiden gesprochen. Luca hat sich die erstmalige Nominierung auf Grund seiner gezeigten Leistungen absolut verdient. Auch Jordan Beyer hat es in den vergangenen Wochen sehr ordentlich gemacht. Ich freue mich sehr für die beiden«, meinte Adi Hütter. 

Bald wieder mehr Zuschauer im Borussia-Park? 

Neben den beiden Nominierungen gab es auch weitere, erfreuliche Nachrichten am linken Niederrhein: Möglicherweise wird die Zuschauer-Beschränkung im Borussia-Park in den nächsten Spielen weitgehend aufgehoben, sodass nach Informationen unserer Redaktion eine Auslastung von bis zu 45.000 Zuschauern mit der 3G-Regelung erfolgen könnte. Borussia befindet sich in diesen Tagen im stetigen Austausch mit den Behörden und könnte schon am Wochenende eine neue Regelung bekanntgeben. 

»Die neue Coronaschutzverordnung wird in Kürze veröffentlicht. Natürlich hoffen wir, dass der BORUSSIA-PARK bald wieder voller sein darf, und wir in die Nähe eines ausverkauften Stadions kommen dürfen. Trotzdem müssen wir weiter die Sicherheit für alle Besucher gewährleisten. Daher gibt es noch einige offene Fragen zu klären«, äußerte sich Max Eberl zu dieser Thematik.