Die erste mehr als gute Torchance des zweiten Durchgangs gehörte der unveränderten Fohlenelf. Traoré tankte sich von rechts nach innen und zog vom rechten Strafraumeck ab. Die Kugel saust knapp am linken Pfosten und am reingrätschenden Hahn vorbei (50.). Drei Minuten später knallte Hahn die Kugel am zweiten Pfosten lediglich an den Pfosten (53.). 

Die Borussen kamen stark aus der Kabine und waren drauf und ran, erstmals in Führung zu gehen, mussten aber stattdessen den dritten Rückstand fressen. Der Freistoß von Demirbay segelte von der Außenlinie unberührt durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei und schlug am langen Pfosten zum 3:2 ein (58.). Da sah Sommer im Gladbacher Tor sehr unglücklich aus. 

Uth mit einem Sahnetor, Dahoud verkürzt 

Abermals lagen die Borussen also in diesem Spiel zurück und mussten anrennen. Eine Viertelstunde vor Schluss zog Hecking gleich zwei Joker und brachte in Herrmann und Drmić zwei frische Offensivleute. Und das Duo war nicht einmal eine Minute auf dem Platz als sie mit ansehen mussten, wie sich die TSG erneut einen Zweitorevorsprung erspielte. Uth holte aus achtzehn Metern die Fackel raus und zimmerte die Kugel zum 4:2 ins rechte obere Eck (75.).

Doch auch dieses Mal warfen die Borussen noch nicht die Flinte ins Korn und schlugen vier Minuten später zurück. Zunächst wurde der Schuss von Drmić am Elfmeterpunkt geblockt, Dahoud bekam die Kugel an den Fuß, zog aus dem Hi9nterhalt ab und vollendete flach zum 3:4 (79.).

Demirbay macht alles klar

Die Borussen waren wieder dran und legten in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale, um zum Ausgleich zu gelangen. Was natürlich der TSG Raum zum Kontern gab. So wie vier Minuten vor Schluss, als Sommer mit einer starken Parade gegen Zuber zur Ecke klärte, die im Anschluss nicht einbrachte (86.). Eine Minute vor Schluss machte Demirbay dann endgültig den Deckel auf die Partie. Zunächst konnte sich Kramarić gegen Christensen behaupten, hob den Ball dann über Sommer an den langen Pfosten, wo Demirbay mit dem Kopf nur noch zum 5:3 einnicken musste (89.).

Das war der Schlusspunkt unter einer Partie, nach dessen Ende die Borussen den Rasen als Verlierer verlassen musste. Bitter und schade, hatte man doch große Moral bewiesen und immer wieder den Anschluss gefunden. Das unterstreicht: Die Truppe ist nach wie vor intakt! Über die vielen Fehler in der Defensive darf das alles aber nicht hinwegtäuschen und muss gesprochen werden.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Süle, Vogt, Hübner (85. Bičakčić) – Toljan, Zuber – Rudy – Kramarić, Demirbay – Wagner (63. Uth), Szalai (74. Amiri)

Weiter im Kader: Kobel (ETW), Rupp, Polanski, Schwegler

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Elvedi, Christensen, Vestergaard, Wendt – Dahoud, Strobl (85. Bénes) – Traoré (74. Herrmann), Hofmann – Stindl, Hahn (74. Drmić)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Kolo, Korb, N. Schulz

Tore: 0:1 Szalai (09.), 2:0 Szalai (24.), 1:2 Vestergaard (31.), 2:2 Stindl (35.), 3:2 Dermirbay (58.), 4:2 Uth (75.), 4:3 Dahoud (79.), 5:3 Demirbay (89.)

Gelbe Karten: Hübner, Vogt / Stindl, Elvedi, Christensen, Dahoud

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 30.150 (WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, ausverkauft)