Borussia muss auf Schalke wieder zurück in die Erfolgsspur, verlieren verboten! Foto: POOLFOTOS/FIRO/PÄFFGEN

Mit Borussia und Schalke treffen am Samstagabend zwei gebeutelte Klubs aufeinander, für beide geht es um viel. Die Fohlen verloren die letzten sieben Pflichtspiele und hinken in der Bundesliga weit hinterher, das muss sich dringend ändern. Auch wenn Max Eberl nochmals betonte, dass Borussia immer ohne Europa plant, könnte es so etwas wie die letzte Chance sein. 

Krisen-Duell auf Schalke 

Zumindest von der Anstoßzeit her ist es ein Top-Spiel, das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach. Doch schaut man sich die Tabelle und die aktuelle Verfassung der beiden Teams an, dann darf man keineswegs ein fußballerisches Feuerwerk erwarten. Die Gelsenkirchener sind in der Bundesliga abgeschlagen Tabellenletzter, die Fohlenelf befindet sich weiterhin im freien Fall. 

Nach dem Aus in der Champions League gegen Manchester City verloren die Borussen all ihre letzten sieben Pflichtspiele. Vielmehr noch: Aus den letzten sieben Partien holten die Gladbacher lediglich zwei von möglichen 21 Punkten, der Zug zur Champions League ist bereits mit Volldampf abgefahren. Schalke hingegen holte aus den letzten zehn Spielen nur drei Punkte, eine ebenfalls mehr als bescheidene Ausbeute. 

Eberl: Planen ohne Europa 

Sieben Punkt trennen die Gladbacher aktuell von der Europa League, das Spiel am Samstagabend ist also richtungsweisend für den Rest der Saison. Max Eberl stellte aber nochmals klar: Wir planen ohnehin ohne Europa. »Wir halten die Augen offen was einen europäischen Wettbewerb angeht. In Mönchengladbach planen wir aber immer ohne Europa, das Geld kommt dann on Top. Man muss auch keine personellen Konsequenzen befürchten, weil wir immer ohne Europa planen«, so Borussias Sportdirektor zu einer möglichen Beurlaubung von Marco Rose. 

Dennoch könnte es bei einer neuerlichen Niederlage, der achten in Folge, mächtig ungemütlich um den Borussia-Park werden. Soweit soll und darf es allerdings nicht kommen, ein Sieg bei den Schalkern ist nahezu Pflicht, auch wenn das aktuelle Selbstvertrauen mächtig angekratzt ist. 

»Durch das Drumherum hatten wir immer eine Menge Druck. Das einzige Argument sind Ergebnisse und die bekommen wir aktuell nicht. Wenn ich sehe wie die Jungs arbeiten und auftreten, dann habe ich großes Vertrauen in die Handlungen. Die Jungs sind morgen wieder bereit eine leidenschaftliche Leistung abzuliefern und mit viel positiver Energie das Spiel anzugehen«, sagte Marco Rose. 

Borussia braucht Ergebnisse 

Der 44-Jährige weiß aber auch: »In den letzten Wochen haben wir zu wenig Ergebnisse geholt, dennoch werden wir das Spiel mit aller Energie und allem Vertrauen angehen. Wir wollen endlich mal wieder das Ergebnis für uns holen. In der Verteidigung müssen wir es besser und vor allem klarer machen, aktuell reicht bei uns wenig um zu einer Torchance zu kommen und diese auch zu verwerten«, monierte Rose. 

Trotzdem möchte der 44-Jährige auch die positiven Ansätze vom Spiel in Augsburg mitnehmen: »Wir konzentrieren uns ganz auf unsere Leistung und nehmen die positiven Dinge aus Augsburg mit. Mit aller Überzeugung müssen wir auf eigene Tore spielen, daran gilt es jetzt anzuknüpfen.« Dabei kann Rose personell aus dem vollen schöpfen, Christoph Kramer ist für Samstag auch wieder mit an Bord. 

Auch wenn die morgigen Gastgeber schwer angeschlagen sind, sieht Rose dennoch einen positiven Trend seit dem Trainerwechsel. »Wir haben uns mit Schalke beschäftigt und sie analysiert. Schalke gehört in die Bundesliga und ich wünsche ihnen, dass sie die Kurve bekommen. Es ist eine Menge Qualität und viel Bereitschaft unter dem neuen Trainer vorhanden. In den letzten zwei Spielen haben sie unter dem neuen Trainer ein anderes Gesicht bekommen. Schalke setzt auf viel Stabilität in der Defensive, haben aber auch ihre Qualitäten in der Offensive«. 

Borussen reisen nicht in Risikogebiete 

Die angesprochene Qualität ist bei der Fohlenelf aber auch definitiv vorhanden, es gilt nur diese mal wieder auf den Platz zu bringen. Dabei wird die Zeit der großen Rotation mit dem Ausscheiden aus der Königsklasse nun auch endgültig vorbei sein, Rose könnte in den nächsten Wochen eine Stammmannschaft aufs Feld schicken. »Das ist nochmal eine Englische Woche und danach haben wir Länderspielpause. Somit haben wir nun die Möglichkeit Trainingsleistungen zu sehen und nach diesen aufzustellen. Abhängig davon welche Ergebnisse reinkommen hat man auch die Möglichkeit sich festzuspielen«, erklärte der 44-Jährige. 

Apropos Länderspiele: Borussia wird zwar Spieler abstellen, diese fliegen aber nicht in die ausgewiesenen Risikogebiete. »Wir hatten in den letzten Tagen sehr viel Kontakt mit dem Ordnungs- und Gesundheitsamt. Wir stellen die Spieler zwar ab, die Österreicher fliegen aber nicht mit nach Schottland und auch Ramy Bensebaini fliegt nicht nach Sambia. Wir behalten uns außerdem auch vor, auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren, die Lage muss jeden Tag neu bewertet werden«, betonte Max Eberl.