Alassane Plea ebnete mit seinem Treffer den Derbysieg. Foto: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR

Borussia Mönchengladbach hat den ersten Dreier der noch jungen Saison eingefahren. Am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga holten sich die Borussen im 91. rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln verdient den 51. Sieg. Vor 300 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion trafen Alassane Plea, Stefan Lainer und Lars Stindl per Foulelfmeter beim 3:1-Sieg für die Fohlenelf, die diesmal vor allem nach vorne zu überzeugen wusste.

Borussias Trainer Marco Rose musste auch im Derby weiterhin auf Valentino Lazaro (muskuläre Verletzung in der Wade), László Bénes (Bandverletzung im Sprunggelenk), Andreas Poulsen (Schulter-OP) und Julio Villalba (muskuläre Probleme) verzichten. Dafür stand Breel Embolo nach seiner überstandenen Sprunggelenksverletzung wieder zur Verfügung. Der Schweizer n ihm wie angekündigt aber zunächst auf der Bank Platz. Dort saßen auch exakt die Spieler der Vorwoche, so dass es m Vergleich zum Remis gegen Union Berlin keine Änderungen gab.

Fohlenelf mit zwei dicken Chancen zu Beginn

Bei richtigem Herbstwetter mit Regen und Temperaturen um die 13 Grad übernahm die Fohlenelf direkt das Kommando über das 91. rheinischen Derby. Vor 300 Zuschauern hatten die Borussen gleich vielversprechende Möglichkeiten. Hofmann tauchte plötzlich frei vor Timo Horn auf, doch der Keeper war mit einer Fußabwehr auf dem Posten (4.). Kurze Zeit wieder die Borussen mit einer Riesenchance. Nach einem langen Ball stand Thuram frei vor Horn, der aber erneut mit einer starken Abwehr zur Stelle war (6.).

Und dann klingelte es endlich, Lainer legt nach

Der FC War in den ersten Minuten überfordert mit den Borussen, die dominant und entschlossen auftraten – und sich dann auch in Front brachten. Hofmann setzte Plea mit einem schönen Pass in den Strafraum in Szene. Der Franzose nahm die Kugel mit rechts und versenkte sie im halbhoch im rechten Eck zum 1:0 (13.).

Eine gleichermaßen längst fällige und verdiente Führung für die Fohlenelf, die aber nicht locker ließ und drei Minuten später den zweiten Treffer nachlegte. Nach Ecke von Hofmann nahm Lainer die Kugel am kurzen Pfosten mit dem Kopf und versenkte die Kugel durch die Beine von Horn in den Maschen – 2:0 für den VfL (16.)!

Fohlenelf weiterhin dominant

Eine Minute später wäre den Gastgebern beinah der Anaschlusdtrterffer gelungen, als Sommer die Kugel bei der Annahme versprang und es Andersson aus fünf Metern direkt probierte. Zum, Glück für die Borussen knallte das Leder lediglich an den Pfosten (17.). Ein paar Minuten später versuchte Plea seinen zweiten Treffer, doch Bornauw hatte den Kopf dazwischen (23.).

Nach einer guten halben Stunde blieb festzuhalten: Die Borussen hatten das Geschehen komplett im Griff, erarbeiteten sich gute Möglichkeiten und schlugen daraus zweimal eiskalt zu. Die Zweifach-Führung somit völlig verdient. Bis zum Pausenpfiff blieb die Gemengelage unverändert: Die Rose-Truppe war klar überlegen und ließ kaum etwas zu, auch wenn sie etwas tiefer stand und Köln besser in die Partie fand. Zur Pause notierte die Anzeigetafel eine verdiente 2:0-Führung für die Borussen.

Rose-Truppe kommt gut aus der Kabine, Stindl macht vom Punkt den Deckel drauf

Während FC-Coach Markus Gisdol einen Wechsel vornahm schickte Marco Rose die Fohlen unverändert auf den Platz. Unterdessen kam die Fohlenelf gut in den zweiten Durchgang – und hatte gleich Gelegenheiten. Erst war Horn gegen Neuhaus zur Stelle, ums dann gegen Stindl auf dem Posten zu sein (46.).

Doch zehn Minuten später war Horn dann machtlos gegen den platziert geschossenen Elfmeter von Stindl. Nach Foulspiel von Ehizibue an Thuram zögerte Marco Fritz nicht lange und zeigte zurecht auf den Punkt. Auch wenn sich der „Kölner Keller“ die Situation nochmal anschaute, blieb es dabei. Von dort aus blieb Stindl cool und verwandelte sicher zum 3:0 für die Fohlen (56.).

Der Drops war gelutscht

Das war die Vorentscheidung im 91. Derby zugunsten der Borussen, die mit dem Vorsprung im Rücken weiterhin nichts anbrennen ließen und auch in jeder Statistik vorne lagen. Die Fohlenelf war heute zu stark für den FC, der bis zum Schluss war nicht aufgab, aber wenig bis gar nichts in petto hatte, um die Borussen vor Aufgaben zu stellen. Auf der Gegenseite setzten die Fohlen weitere Nadelstiche. Erst probierte es Stindl, doch Horn war zur Stelle (61.). Dann setzte Stindl Plea in Szene – auch diesmal war Horn rechtzeitig da (67.). Zehen Minuten später setzte Plea die Kugel ans Außennetz (77.), ehe der eingewechselte Herrmann lediglich den Querbalken traf (78.).

Den Schlusspunkt setzte dann aber der FC. Nach einem Neuhaus-Fehler bediente Bornauw Rexhbecaj, der Mittelfeldmann hatte am Strafraum zu viel Platz und zog deshalb aus rund 20 Metern direkt ab – Sommer war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Ehrentreffer ab nicht verhindern (84.).

Am Ende blieb es dann beim unter dem Strich völlig verdienten 3:1-Sieg für die Fohlenelf, die in Köln in allen Belangen besser war, vor allem auch offensiv, und dreimal eiskalt zuschlug. So kann man nun mit vier Punkten und einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen, ehe nach dieser das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm steht. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

1. FC Köln: T. Horn – Sörensen, Bornauw, Czichos (46. M. Wolf), J. Horn – Skhiri (86. Höger), Rexhbecaj – Ehizibue (66. Limnios), Duda (77. Thielmann), Drexler (77. Arokodare) – Andersson

Weiter im Kader: Zieler (ETW), Cestic, Katterbach, Özcan

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Neuhaus – Hofmann (87. Traoré), Stindl (77. Wolf), Thuram (69. Herrmann) – Plea (87. Embolo)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Lang, Wendt, Reitz

Tore: 0:1 Plea (13.), 0:2 Lainer (16.), 0:3 Stindl (56., Foulelfmeter), 1:3 Rexhbecaj (84.)

Gelbe Karten: Ehizibue, Rexhbecaj, Sörensen / Bensebaini, Herrmann, Lainer

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Zuschauer: 300 (Rhein-Energie-Stadion)