Via Tablett verfolgten die Borussen an der Trainerbank die Partie in San Siro. Foto: Revierfoto

Die VollGAS-Analyse, powered by Kessels, beäugt Spielszenen, die für Marco Roses Spielidee stehen. Bei der Niederlage in Madrid hatte die Fohlenelf definitiv zu wenig VollGAS-Momente. Dafür aber ließen die Fohlen nach Schlusspfiff ihren Emotionen über den Einzug ins Achtelfinale der Champions League freien Lauf. 

Auch am letzten Spieltag der Champions League präsentieren wir gemeinsam mit der Kessels GmbH unsere VollGAS-Analyse. Doch der Start bei Real Madrid war für Borussia Mönchengladbach alles andere als planmäßig. Die ‚Königlichen‘ zeigten den Fohlen schon in der Anfangsphase des letzten Spieltages in der Gruppenphase die Grenzen auf, seitens der Gäste kam definitiv zu wenig Entlastung.

Ein VollGAS-Moment – Stindl, Kramer und Neuhaus perfekt auf Plea 

So konnten wir nur in der 25. Minute eine echte VollGAS-Situation notieren. Lars Stindl konnte weit in der eigenen Hälfte mit einem beherzten Zweikampf die Kugel wieder in die Reihen der Fohlen bringen, ehe Christoph Kramer den Ball übernahm. Borussias Mittelfeldmotor hatte die richtige Übersicht und passte zum freistehenden Florian Neuhaus im Mittelfeld. 

Nahezu parallel startete Alassane Pléa in die Schnittstelle der Real-Verteidigung und wurde von Neuhaus mustergültig bedient. Der Franzose enteilte direkt der Innenverteidigung und rannte alleine auf Thibaut Courtois zu, der eigentlich schon geschlagen war. Pléa lupfte die Kugel zwar mit seinem linken Fuß über den Schlussmann von Madrid, doch der Ball landete nicht im Tor, sondern rechts daneben. Der Angriff war wohl mit Abstand der beste Spielzug der Fohlen in der gesamten Partie und steht für den VollGAS-Fußball, den Marco Rose sehen möchte. 

VollGAS-Jubel nach Schlusspfiff

Die Partie selbst war mit dem 2:0 für Real eigentlich schon relativ früh entschieden, auch wenn sich die Borussen im zweiten Abschnitt hier und da mal aufbäumten. Immer wieder ging der Blick, egal ob in Madrid oder Zuhause, nach Mailand. Zwischen Inter und Schachtar Donezk stand es auch nach dem Schlusspfiff in Madrid noch 0:0, was der Fohlenelf zum Weiterkommen reichte. 

Anstatt den Platz zu verlassen, präsentierten sich die Gladbacher als echte Einheit und versammelten sich geschlossen im Kreis vor einem iPad an der Trainerbank. Auf dem Tablet lief inzwischen das Parallelspiel und die Nachspielzeit wurde immer länger und länger. Immer wieder kommentierten die Spieler das Geschehen in San Siro und sehnten das Ende der Partie herbei.

Als dann nach über sieben Minuten Nachspielzeit endlich der Schlusspfiff erfolgte, war die Freude grenzenlos. Zwar hatte Borussia gerade mit 0:2 bei Real Madrid verloren und das schlechteste Spiel der Gruppenphase abgeliefert, aber eben gleichzeitig auch das Achtelfinale der Champions League erreicht. Wie hoch diese Leistung einzuordnen ist, sah man dann anschließend bei den Spielern, die ihrer Freude völlig zurecht freien Lauf ließen. 

Die Fohlen haben in einer echten ‚Hammergruppe‘ Großes geleistet und mit tollem Fußball weit über die Grenzen von Mönchengladbach begeistert. Mit VollGAS geht es jetzt als Gruppenzweiter ins Achtelfinale, dort warten Gegner wie Juventus Turin, Chelsea London oder auch der FC Liverpool. Egal wen Borussia am Montagmittag zugelost bekommt, wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Highlight und vor allem die nächste VollGAS-Analyse in der Königsklasse…