Max Eberl hat in diesen Tagen viel Arbeit seine Spieler zu halten. Foto: Dirk Päffgen

Die Gerüchte um mögliche Abgänge bei Borussia reißen nicht ab, weshalb sich Max Eberl zum aktuellen Stand äußerte. Aktuell liegt den Fohlen allerdings kein konkretes Angebot für Jonas Hofmann oder Matthias Ginter vor. Sportlich möchte die Fohlenelf beim Auswärtsspiel bei Union Berlin die Niederlage wieder gutmachen, Denis Zakaria steht vor der Rückkehr in den Kader. 

Neben Hofmann auch Ginter auf Liste der Bayern? 

Nachdem Jonas Hofmann in den vergangene Tagen mit einem Engagement bei Bayern München in Verbindung gebracht wurde, kam im Laufe des Freitagmorgens ein neuer Name hinzu: Matthias Ginter. Zwar fällt der Nationalspieler aufgrund seiner Corona-Infektion beim Auswärtsspiel an der Alten Försterei aus, doch laut ‚Sky Sport‘ sollen die Münchener auch ein Auge auf Borussias Abwehrchef geworfen haben. 

»Wir haben einen super spannenden Kader, wenn Bayern so viele Spieler von uns interessant findet. Ich kann dazu nichts sagen, der Stand ist unverändert«, ließ sich Borussias Sportdirektor zu keinem Statement entlocken. Dennoch gab der 47-Jährige zu, dass »sehr viel Unruhe da ist«, er aber »zu keiner Thematik etwas sagen kann«. Ebenso gibt es auch keinen neuen Stand bei Denis Zakaria. 

Hütter plant mit Zakaria 

Der Schweizer konfrontierte die Verantwortlichen bereits vor Wochen mit seinem Wechselwunsch, der sich nun aber aufgrund eines Beraterwechsel vorerst zerschlagen hat. »Denis ist unser Spieler, das haben wir immer wieder gesagt. Er ist eine Alternative für Sonntag«, so Eberl zum Auswärtsspiel bei Union. Und auch Adi Hütter plant (vorerst) mit den Diensten des 24-Jährigen: »Denis trainiert schon wieder länger mit uns und ist für das Spiel am Sonntag ein Thema«. 

Mindestens bis Dienstagabend werden auch mögliche Abgänge noch ein Thema sein, dann schließt nämlich das Transferfenster. »Es ist alles möglich, ich kann aktuell mit keinem Angebot agieren. Das noch viel passiert kann ich mir nicht vorstellen. Es sind wirklich Gerüchte und es ist nichts handfestes dabei, deshalb bin ich mir sicher, dass nicht allzu viel passiert. Finanziell sind wir für diese Saison komplett finanziert. Dennoch sind wir auf viele Themen vorbeireitet und müssen schauen, was in den nächsten Tagen passiert«, äußerte sich Eberl zu den anhaltenden Gerüchten. 

»Sofern sie noch im Kader stehen, sprechen wir mit ihnen«

Ebenso wird sich Eberl erst mit einer Vertragsverlängerung von Ginter und Zakaria beschäftigen, wenn Gewissheit herrscht. »Wir sprechen gerne mit beiden Spielern, sofern sie Dienstagabend noch bei uns im Kader stehen. Die Planung ist etwas komplizierter in diesem Jahr, es ist aktuell alles sehr viel Hypothese.«

Es scheint ganz so, als könnte Borussias Sportdirektor das Thema Transfers noch nicht gänzlich abhaken, sodass man am Borussia-Park jederzeit noch mit Bewegung und vor allem mit Abgängen rechnen muss. Zu der Absage an den möglichen Neuzugang William Pacho wollte Eberl vorerst keine Stellungnahme abgeben, dies kommentiert der 47-Jährige erst »wenn die Transferperiode vorbei ist«. 

Hütter muss Abwehr umbauen 

Auf und neben dem Platz warten aktuell also viele Hürden auf die Fohlenelf, dafür sorgt eben auch das Auswärtsspiel bei Union Berlin am Sonntagnachmittag. Dabei muss Adi Hütter allen voran die Verletzten Stefan Lainer (Knöchelbruch), Marcus Thuram (Innenbandriss im Knie) und den an Covid erkrankten Matthias Ginter ersetzen. 

Gut möglich, dass Jordan Beyer oder Tony Jantschke zu ihrem ersten Saisoneinsatz kommen. »Von Jordan und Tony habe ich gute Eindrücke. Wir werden versuchen, Matthias Ginter nahtlos zu ersetzen und da sind beide eine Alternative. Es gibt aber auch die Möglichkeit mit einer Dreierkette zu spielen«, ließ sich der Österreicher noch alle Optionen offen und vor allem noch nicht in die Karten schauen. 

Klar hingegen ist, dass der Einsatz von Alassane Plea nicht gefährdet ist, denn Hütter sieht keinen Grund »wieso er nicht spielen kann. Er hat gut trainiert und fühlt sich dementsprechend gut«. Breel Embolo wird hingegen noch kein Thema für Sonntag sein, für ihn kommt der Einsatz definitiv noch zu früh. »Breel wird erst nach der Länderspielpause wieder einsatzfähig sein«, bestätigte Borussias Trainer. 

Mannschaft in der Pflicht 

An der Alten Försterei geht es für Borussia auch darum, den Abwärtstrend auswärts zu beenden, denn die Fohlen verloren saisonübergreifend drei der letzten vier Auswärtsspiele in der Bundesliga. Zuletzt hagelte es in Leverkusen eben eine 0:4-Niederlage, die Adi Hütter so gar nicht schmeckte. 

»Ich war auch ein bisschen überrascht wie wir uns in Leverkusen präsentiert haben, die Enttäuschung war heftig. Wir haben verdient verloren und ich habe eine Mannschaft gesehen, die es nicht geschafft hat von Beginn an dagegen zu halten. Wir müssen unsere Stärke und Qualität jedes Spiel auf den Platz bringen«, nimmt Borussias Trainer seine Mannschaft in die Pflicht. 

Vor allem die vielen Gegentore sind dem 51-Jährigen ein Dorn im Auge: »Fünf Gegentore in zwei Spielen ist zu viel, darüber müssen wir nicht diskutieren. Das in Leverkusen war für mich beteuernd zu viel, sie waren einfach kaltblütiger als wird. Fünf Gegentore in zwei Spielen sind ein Weg, den wir nicht gehen dürfen«. Unruhige Zeiten also aktuell am linken Niederrhein und es wird Zeit, dass Borussia sportlich wieder Schlagzeilen schreibt…