Auf acht Spieler muss Dieter Hecking im Aufeinandertreffen mit Werder Bremen verzichten. Unter der Woche kamen mit den Muskelverletzungen von Bénes und Doucouré erneut zwei Spieler hinzu, die gerade erst wieder ins Training eingestiegen waren.

Mal sind es neun, mal zehn und beim morgigen Spiel acht Profis, die bei Borussia Mönchengladbach ausfallen. Daher kommt man zur Zeit auch gar nicht drumherum, fast täglich über die Personallage bei Borussia zu berichten. Deswegen ist aktuell ein Tag für alle Borussen schon dann positiv, wenn im Training kein neuer Ausfall hinzukommt. Auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag gab Dieter Hecking einen kleinen Einblick in seine Gedanken: »Ich würde mir wünschen, dass hier steht, dass wir null verletzte Spieler haben. Wenn ich das noch erleben darf in Gladbach, bin ich der glücklichste Trainer der Welt.« Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit dass das passiert, ist gerade am Niederrhein sehr, sehr gering. Zwei oder drei verletzte Spieler werden nie zu verhindern sein, aber die äußerst hohe Anzahl der Rekonvaleszenten bereitet den Verantwortlichen große Sorgen.

Raffael gegen Leverkusen wieder dabei?

»Ibo ist auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass er uns mittelfristig wieder zur Verfügung steht und wir aus dem Vollen schöpfen können. Bei Raffael hoffe ich auf Leverkusen. Es sieht jetzt nicht so schlecht aus, dass er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.« In dieser Woche sah man auch Johnson wieder auf dem Trainingsplatz. Zusammen mit Rehatrainer Andreas Bluhm und Tobias Strobl absolvierte er sogar einige Übungen mit dem Ball. »Bei Fabi Johnson sieht es ganz ordentlich aus. Tobi Strobl macht erfreuliche Fortschritte, dass wir da auch denken, dass er mittelfristig wieder hinzukommt«, kommentiert Hecking den Genesungsprozess der beiden.

Mit Muskelverletzungen im Oberschenkel fallen derzeit Wendt und Villalba aus. »Oscar Wendt ist auf einem guten Weg, bei Julio Villalba wird es noch bisschen länger dauern«, prognostiziert Hecking. Für einen Lichtblick sorgt Benés. Auch wenn er sich seinen Muskelfaserriss gerade erst zugezogen hat, soll die Sache schnell abgehakt sein. »Bei Latzi ist es eine kurzfristige Verletzung, die jetzt nicht zu einem mehrwöchigen Ausfall führen wird. Er wird auch schnell wieder dabei sein.«

»Tragik, die uns alle bewegt«

Das kann man von Mamadou Doucouré nicht behaupten. Er ist derjenige, der seit fast zwei Jahren dauerhaft ausfällt. Das trifft auch seinen Trainer, der vergangene Woche noch betonte, dass man den jungen Franzosen weiterhin behutsam aufbauen werde. »Bei Mamadou Doucoure ist es eine Tragik, die uns alle bewegt. Das wissen wir alle. Es ist tragisch, dass der Junge erneut eine schwere Muskelverletzung erlitten hat im Training bei einer Aktion, wo wir alle denken, da darf nichts passieren. Aber es ist leider wieder passiert. Von daher wünschen wir ihm erstmal eine gute Besserung und dass er den Kopf oben behält. Das ist das Wichtigste im Moment.« Im Training am Montag stand eine simple Passübung auf dem Programm, als Doucouré sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers einen Muskelteilriss zuzog.