Marcus Thuram steht zusammen mit Alassane Pléa im Kader für den Liga-Auftakt. Foto: Dirk Päffgen

Am Samstag beginnt für Borussia Mönchengladbach auch in der Bundesliga die neue Saison. Der Gegner könnte für einen Auftakt nicht undankbarer sein, dennoch wollen die Fohlen in Dortmund etwas Zählbares mitnehmen. Marcus Thuram und Alassane Pléa sind beide wieder im Kader. 

Liga-Start mit Zuschauern 

Lange Zeit sah es so aus, dass die Bundesliga-Spielzeit 2020/21 so beginnt, wie die alte Spielzeit endete: Nämlich mit Geisterspielen beziehungsweise nur ganz wenigen Zuschauern. Doch am Dienstag folgte der große (positive Knall), ab sofort dürfen die Stadien wieder zu 20 Prozent ausgelastet werden. Die Fohlen müssen am Samstag also nicht in einem komplett leeren Westfalenstadion spielen, sondern 10.000 Zuschauer sind dabei. Auswärtsfans sind allerdings nicht zugelassen, deshalb muss Borussia ohne die Unterstützung der eigenen Fans auskommen. 

»Wir freuen uns, dass am Samstag Zuschauer im Stadion sein werden, auch wenn es nur Dortmunder sind. Wir haben bereits zwei Partien vor 300 Zuschauern absolviert, das war schon sehr emotional für uns«, sagte Marco Rose vor dem Liga-Auftakt und sprach das Testspiel gegen Fürth, sowie das Pokalspiel gegen Oberneuland an. Deshalb erwartet Borussias Trainer »mit über 10.000 Zuschauern eine sehr gute Stimmung« und hofft gleichzeitig darauf, dass »irgendwann die Stadien hoffentlich wieder voll werden«

Stoppt Borussia die Niederlagen-Serie? 

Nicht nur wegen der Kulisse wird die Aufgabe beim BVB ein richtiges ‚Brett‘. In den vergangenen Auftritten gegen die Mannschaft aus dem Ruhrpott hatte die Fohlenelf wenig zu feiern. In der Bundesliga gab es zuletzt zehn Niederlagen in Folge, der letzte Sieg gegen Dortmund war im April 2015. »In meiner aktiven Zeit in Gladbach habe ich gegen Dortmund auch nicht sonderlich häufig gewonnen. Das ist einfach eine Phase. Dennoch glaube ich nicht, dass Dortmund unser Angstgegner ist, dafür haben wir in der Vergangenheit zu gut gespielt. Letztes Jahr waren wir in allen drei Partien – zwei in der Bundesliga, eine im Pokal – nah dran zu punkten. Jetzt wollen wir es dieses Jahr erneut versuchen. Das ist die Chance, die eine neue Saison mit sich bringt«, so Max Eberl zur Serie gegen den BVB. 

Marco Rose geht davon aus, dass die Mannschaft von Lucien Favre im Gegensatz zu den drei Spielen in der letzten Saison nicht sonderlich anders auftreten wird, denn das Team ist größtenteils gleichgeblieben. »Wir erwarten eine gute Dortmunder Mannschaft, die sehr offensiv agieren wird. Wir wissen, was uns erwartet und wir haben den nötigen Respekt. Jedoch haben wir auch immer das Gefühl, dass wir etwas Zählbares gegen Dortmund holen können. Wir waren mit dem BVB zuletzt immer auf Augenhöhe und die Duelle waren sehr eng. Wenn man sich allerdings gegen Dortmund belohnen will, darf man sich über 90 Minuten nur wenige Fehler erlauben«, blickte Marco Rose auf der Pressekonferenz auf den Gegner vom ersten Spieltag. 

Ein Garant für den Dortmunder Erfolg gegen die Fohlen war allen voran Marco Reus. Der ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach machte leider gegen seinen Ex-Klub immer starke Spiele und erzielte obendrein auch noch Tore. »Marco hat in der Vergangenheit häufig gegen uns getroffen, da müssen wir ein Auge drauf haben und genau das verhindern«, warnte auch Max Eberl. 

Zwei Stürmer wieder mit an Bord 

Apropos: Zwei Spieler dürfen die Fans der Fohlen auch am Samstag wieder im Auge behalten, denn Marcus Thuram und Alassane Pléa stehen beide wieder im Kader. Ob einer des Duos in der Startelf steht, wollte Borussias Trainer vorerst nicht verraten. Nur so viel, dass »Thuram und Pléa am Samstag eine Option sind, aber sie beide noch nicht bei 100 Prozent« angekommen sind. 

Verzichten müssen die Fohlen weiterhin auf Denis Zakaria, für den die Partie immer noch zu früh kommt. Hier rechnet Rose erst Anfang Oktober mit einem Comeback des Schweizers. Breel Embolo (Sprunggelenksverletzung), Valentino Lazaro (muskuläre Verletzung in der Wade), László Bénes (Bandverletzung im Sprunggelenk), Andreas Poulsen (Schulter-OP) und Julio Villalba (muskuläre Probleme) müssen ebenfalls passen. 

Die Verletzungen sollen die Chancen der Gladbacher am Samstagabend keinesfalls schmälern, denn schon zum Ende der abgelaufenen Spielzeit präsentierte sich Borussia trotz vieler Ausfälle in Topform. »In dieser Konstellation habe wir am Ende der vergangenen Saison bewiesen, dass wir bestehen können. Deswegen fahren wir selbstbewusst nach Dortmund«, so Rose.