Borussia konnte das letzte Testspiel vor der Saison erfolgreich gestalten. Foto: Dirk Päffgen

Borussia hat im letzten Testspiel nochmals Selbstvertrauen für den Saisonauftakt getankt. Dennoch betonte Adi Hütter, dass man die letzte Trainingswoche nutzen wolle, vor allem weil die EM-Fahrer wieder an Bord sind. Außerdem gibt es auch Hoffnung bei den Verletzten Jonas Hofmann und Alassane Plea. 

Hütter plant EM-Fahrer voll ein 

Es war eine angenehme Atmosphäre im Borussia-Park am Samstagnachmittag. Das lag allen voran daran, dass endlich nochmals Zuschauer im Stadion zugelassen waren. 7.067 Zuschauer nutzten die Gelegenheit, um die Fohlen beim letzten Test gegen den FC Groningen unter die Lupe zu nehmen. Auffällig: Die Anfangself sah schon stark nach der Mannschaft aus, die eben auch in der ersten Runde des DFB-Pokals beim FC Kaiserslautern beginnen könnte. 

»Ich plane auf jeden Fall mit ihnen. Sie hatten zwar drei Wochen Pause, aber für die Zwischenzeit auch einen Trainingsplan für daheim, sodass sie physisch auf einem guten Niveau sind und in Kaiserslautern auch spielen können«, so Adi Hütter nach Spielende zu den zahlreichen Rückkehrern. Vor allem mit der ersten Halbzeit war Borussias neuer Trainer zufrieden, auch, weil »Patrick Herrmann der Schlüsselspieler war, der für die Tore mitverantwortlich war«. 

Noch viel Arbeit in der letzten Trainingswoche 

Der Österreicher weiter zum Fazit des Spiels: »Wir hatten in der ersten Halbzeit sehr gute Ballbesitzphasen, genau wie ich mir das vorstelle. Ich möchte Stabilität in die Defensive bekommen, sodass wir weniger Gegentore kassieren. Aber wir haben noch Luft nach oben, in der zweiten Halbzeit sind wir oft dem Ball hinterher gelaufen. Wir haben gewonnen, aber noch viel zu tun«. 

Die Fohlen können sich also nochmals auf eine intensive Trainingswoche einstellen, ehe am 9. August auf dem ‚Betzenberg‘ die Saison so richtig beginnt. »Ich bin froh, dass jetzt mal alle da sind und wir die nächste Woche nutzen können um an vielen Stellschrauben zu drehen«, erklärte Hütter und wurde noch konkreter. »Wir müssen im Spiel nach vorne noch besser werden, auch das Anlaufen hat mir noch nicht so gefallen wie ich mir das vorstelle. Wir haben in den neun Tagen noch einiges zu tun«. 

Hoffnung bei Hofmann und Plea 

In den verbleibenden Tagen geht es auch für die verletzten Spieler darum, wieder fit zu werden. »Jonas Hofmann ist noch von seiner Verletzung, die er sich bei der Nationalmannschaft zugezogen hat, angeschlagen. Er ist aber auf einem besseren Weg und ich hoffe, dass er im Laufe der Woche einsteigen kann. Ich hoffe auch, dass ‚Lasso’ Plea bald einsteigen kann, dann haben wir wieder zwei Schlüsselspieler mehr in unserem Kader«, gab Hütter ein Update. 

Auch bei Ramy Bensebaini ist der Österreicher vorsichtig optimistisch, möchte aber nach dessen Muskelverletzung im rechten Oberschenkel auch nichts überstürzen. Vor allem, weil ein passendes Backup verfügbar ist. »Es kann sein, dass Ramy Ende der Woche wieder einsteigt. Allerdings stellt sich mir dann die Frage, ob zwei Trainingstage dann schon genügen um in ein Pflichtspiel zu gehen. Ich bin aber beruhigt wenn ich Joe Scally sehe, er kann Ramy schon ersetzen, wenngleich Ramy ein Top-Spieler ist«, so Hütter zur Situation auf der linken Abwehrseite. 

Lob für Joe Scally 

Scally zeigte nämlich auch gegen Groening einmal mehr, welch großes Potenzial er hat. Das ging natürlich auch an seinem Trainer nicht spurlos vorbei. »Für mich ist er ein vielversprechender Spieler, der rechts wie links variabel einsetzbar ist. Mit 18 Jahren steht er richtig gut dar, auch physisch. Er hat heute wieder ein gutes Siel gemacht«, lobte Hütter den Amerikaner. Dennoch hatte der 51-Jährige noch einen Punkt, den Scally unbedingt verbessern muss. »Im letzten Drittel sollte er die Dribblings lassen. Vorne ist das kein Problem, aber in dieser Zone darf er das nicht machen«. 

Zu den Gerüchten um Luca Netz äußerte sich der Österreicher nach Spielende nicht, da sei er der »falsche Ansprechpartner«…