Sieben Tage war er intensiv gefordert und machte seine Sache von Tag zu Tag besser, wie Kamps erklärte. »Man merkt den Unterschied, wenn man ihn am Anfang der Woche beim Torschuss beobachtet hat und jetzt. Er hat sich gut an das Tempo gewöhnt. Und man darf nicht vergessen, dass er erst kürzlich 17 Jahre alt geworden ist«, hebt Kamps hervor. Von dem Zusammenspiel mit ihm, dem zweiten Torwarttrainer Steffen Krebs und seinen Torhüterkollegen profitiert Olschowsky enorm. 

Abitur in Deutsch und Englisch

Im Alter von sieben Jahren kam er 2009 in den Fohlenstall. Momentan geht er noch zur Schule und will in einigen Monaten sein Abitur in der Tasche haben. Entsprechend eng getaktet ist sein Tagesablauf. »Ich schreibe im April die Klausuren, habe Deutsch und Englisch als Leistungskurse«, erzählt er. »Und mündlich muss ich dann noch die Prüfungen in Mathe und Geschichte absolvieren.« 

Danach will er sich erstmal voll auf den Fußball konzentrieren und weiter daran arbeiten, sich vielleicht noch öfter bei den Profis beweisen zu dürfen. Uwe Kamps kennt Olschowsky schon lange, entsprechend groß ist sein Einfluss auf das Nachwuchstalent. »Klar, einen jungen Torhüter kann man noch mehr formen, aber er ist ja auch schon ganz früh zu uns gekommen und ein Junge aus der Region«, so Kamps. Mit seiner Familie wohnt Olschowksy zwischen Mönchengladbach und Neuss, wodurch er von einer kurzen Anfahrt zum Borussia-Park profitiert. An den Wochenenden steht er bei der U19 zwischen den Pfosten, doch wer weiß – vielleicht kann er sich irgendwann den Traum einer Profikarriere bei Borussia erfüllen.