Denis Zakaria machte eine starke Partie und sorgte für das entscheidende 3:1. Foto: Dirk Päffgen

Borussia hat am Sonntagabend endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Zwar taten sich die Fohlen über weite Strecken schwer und der Erfolg fällt unter die Kategorie ‚Arbeitssieg‘, dennoch war die Erleichterung bei allen Beteiligten spürbar. Mit seinen Einwechslungen bewies Adi Hütter ein gutes Gespür, sodass die Fohlenelf die Partie noch für sich entscheiden konnte. 

Gute Atmosphäre im Borussia-Park 

»Die Atmosphäre im Stadion war weltklasse. Es hat sich super angefühlt, endlich mal wieder mit so vielen Fans im Stadion, die richtig Stimmung gemacht haben. Genau dafür spielt man Fußball. Ich hoffe, dass es die Situation zulässt, dass wir bald mal wieder vor vollem Haus spielen können«, sagte Jordan Beyer nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld. Soeben hatte Borussia Mönchengladbach mit 3:1 gewonnen und endlich den ersehnten, ersten Saisonsieg mit den Fans im Stadion feiern können. 

Doch die 24.500 Zuschauer im Borussia-Park mussten sich bis in die Schlussphase der Partie gedulden, ehe der Fohlenelf die Entscheidung gelang. Vor allem zu Beginn des Spiels machten die Gäste aus Ostwestfalen den Hausherren das Leben schwer und setzten selber immer wieder Akzente im Spiel nach vorne. Dass das Spiel am Sonntagabend ausgeglichen war, zeigt auch die Statistik, denn beide Teams gaben 18 Torschüsse ab. 

Bielefeld machte den Borussen das Leben schwer 

»Es war ein hart umkämpftes, intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen. Bielefeld ist uns gut angelaufen. Wir sind nicht gut reingekommen in die Partie, haben uns dann aber gefangen. Danach war das Spiel lange offen, bis uns dann der Doppelschlag gelungen ist«, so Yann Sommer, der mit einigen starken Parade auch maßgeblich am Heimsieg beteiligt war. 

Auch Matthias Ginter, der neben Nico Elvedi und Jordan Beyer in der Dreierkette spielte, fand, dass es »kein einfaches Spiel war, denn die Bielefelder haben extrem gut gekämpft«. Vor der Pause drohten Spiel und Stimmung sogar zu kippen, als die Arminia noch kurz vor dem Halbzeitpfiff zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgleichen konnte. »Was mich geärgert hat, ist, dass wir nicht mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind. Da müssen wir uns kurz vor der Pause einfach cleverer anstellen. Man hat gemerkt, dass die Köpfe nach dem Ausgleich der Arminia etwas nach unten gegangen sind«, beschrieb Adi Hütter die Stimmung nach dem einzigen Gegentreffer des Abends. 

Hütter beweist gutes Händchen bei den Einwechslungen 

Doch auch Hütter hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Fohlenelf letztlich doch noch auf die Siegerstraße abbiegen konnte, schließlich wechselte er Patrick Herrmann ein, der zwei Tore vorbereitete. »Die Einwechselungen haben uns dann sehr gutgetan. Teilweise haben wir sehr gut nach vorne kombiniert, vor allem die Tore Nummer zwei und drei waren klasse herausgespielt«, fand Borussias Trainer. 

Ebenso wie ‚Flaco‘ erwischte auch Lars Stindl mit seinen beiden Toren einen echten ‚Sahnetag‘. Borussias Kapitän unterstrich erneut seine Bedeutung für die Fohlen, denn der 33-Jährige ging einmal mehr als echter Leader voran. »Lars Stindl ist sehr wichtig für uns. Er ist genau zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle und sorgt für die entscheidenden Situationen«, gab es seitens Yann Sommer lobende Worte für den Matchwinner. 

Laut Matthias Ginter waren die beiden entscheidenden Treffer kein Zufall, schließlich haben die Fohlen genau das in den vergangenen Tagen trainieren können. »Das zweite und dritte Tor waren exemplarisch dafür, dass es sich gelohnt hat, das zu trainieren. Mit der Umstellung auf die Dreierkette hatten wir etwas mehr Zug, aber wir beherrschen beide Systeme«, so der Abwehrspieler. Ginter selbst gab nach seiner überstanden Corona-Infektion sein Comeback und hat »nach zehn Tagen Quarantäne am Ende ziemlich gepumpt«. 

Ein wichtiger Sieg 

Nach dem holprigen Start in die neue Spielzeit konnten die Borussen also nun am Sonntagabend endlich das erste Erfolgserlebnis feiern und in der Tabelle zumindest einen kleinen Sprung machen. »Es ist wichtig, dass man mit positiven Erlebnissen arbeiten kann. Das ist uns heute gelungen. Das ist wichtig für die Moral und fürs Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir weitermachen und eine gute Woche haben, um nächstes Wochenende wieder Gas zu geben«, gab Yann Sommer die Marschrichtung für das kommende Spiel in Augsburg vor. 

Borussias Trainer Adi Hütter möchte sich auch keinesfalls auf dem ersten Erfolg ausruhen, denn es hat »sicherlich noch nicht alles gepasst«. Trotzdem wird auch der 51-Jährige Österreicher aufatmen und hat sich mit dem ersten Sieg in der Bundesliga für die nächste Trainingswoche etwas Ruhe verschafft. »Letztlich war es ein wichtiger Befreiungsschlag für uns«, gab Hütter zu.