Stefan Lainer erzielte den Siegtreffer und ging als ‘Leitwolf’ voran. Foto: Ulrich Hufnagel / Hufnagel PR

Borussia hat beim Sieg bei den Bayern endlich wieder eine andere Einstellung an den Tag gelegt als noch vor der Winterpause. Verantwortlich dafür waren allen voran Stefan Lainer und Christoph Kramer. Ein Akteur sorgt aber bereits seit Wochen mit seiner fragwürdigen Einstellung nur noch für Kopfschütteln. Unsere Personalanalyse, präsentiert von der Schmitz | Lück Unternehmensgruppe GmbH. 

Auch in der Rückrunde werfen wir mit der Schmitz | Lück Unternehmensgruppe GmbH nach jedem Spiel einen Blick auf das Personal von Borussia Mönchengladbach. Das machen wir nach dem Sieg und dem damit perfekten Start ins neue Fußballjahr 2022 besonders gerne. Auch, weil sich die Borussen anders präsentierten und sich den Sieg regelrecht erarbeitet haben. 

Borussias Trainer Adi Hütter musste im ersten Spiel des neuen Jahres auf eine Reihe seiner Spieler verzichten. Denis Zakaria, Joe Scally, Mamadou Doucouré und Keanan Bennetts befanden sich in Quarantäne, Ramy Bensebaini beim Afrika-Cup, Jonas Hofmann im Aufbautraining nach Knie-OP. Dafür konnten Manu Koné nach seiner abgesessenen Gelbsperre) und Nico Elvedi wieder mitwirken.

Stefan Lainer als Antreiber 

Im Vergleich zum Remis gegen Hoffenheim vor der Winterpause nahm Hütter fünf Änderungen vor: Nico Elvedi, Tony Jantschke, Luca Netz, Manu Koné und Florian Neuhaus begannen für Ramy Bensebaini, Denis Zakaria, Joe Scally, Patrick Herrmann und Marcus Thuram.

Auf dem Weg zur alten Form nach seiner Verletzung (Knöchelbruch) ist Stefan Lainer: In München war der Österreicher erneut Borussias Motor und spulte in seiner unnachahmlichen Art über 10km ab und trieb das Spiel der Fohlenelf voran. Mit dem anschließenden Siegtreffer setzte der 29-Jährige seiner Leistung die Krone auf, Lainer war bei den Bayern eine Art ‚Leitwolf‘ für den Rest der Mannschaft. 

Diese schmiss sich nämlich in jeden Zweikampf und wollte den Sieg über die Zeit retten. Tugenden, die vor allem vor der Winterpause schmerzlichst wurden und mit denen das ein oder andere Spiel sicherlich nicht so deutlich verloren gegangen wäre. Neben Lainer stach auch Christoph Kramer heraus, der das Spiel der Fohlen in München maßgeblich prägte. 

Kramer sorgte für Ruhe und Übersicht 

Der Weltmeister von 2014 machte an der Seite von Manu Koné ebenfalls ein starkes Spiel, sorgte für mehrere Ballgewinne und strahlte eine gewisse Sicherheit aus. Auch im Spiel nach vorne setzte der 30-Jährige einige Akzente und sorgte für Kreativität in der Offensive. Auch Florian Neuhaus konnte sich für weitere Einsätze empfehlen, nach einem Formtief im Herbst hat sich der 24-Jährige wieder etwas gefangen und scheint sich besser zurecht zu finden. 

Jordan Beyer könnte nach seiner überstandenen Muskelverletzung nun auch wieder zu mehr Einsätzen kommen, zumal Ramy Bensebaini derzeit mit Algerien beim Afrika-Cup unterwegs ist. Der 21-Jährige kam für Tony Jantschke ins Spiel und machte seine Sache absolut souverän und vor allem unaufgeregt. Beyer zeigte erneut welch großes Potenzial in ihm steckt. Dieses gilt es nun weiter auszubauen und in Zukunft auch vermehrt auf den gelernten Innenverteidiger zu setzen. 

‚Was erlauben Thuram?‘ 

Wie lange Adi Hütter noch auf Marcus Thuram setzt ist fraglich, denn der Franzose rennt seiner Form bereits seit Wochen hinterher. Generell wirkt ‚Tikus‘ nach seinem geplatzten Wechsel zu Inter Mailand im Sommer ziemlich lustlos, wie auch am Freitagabend im verschneiten München. Der 24-Jährige trabte einfach nur noch ohne jeglichen Antrieb über den Rasen und zeigte einmal mehr, wieso er aktuell völlig zurecht nicht über die Rolle des Reservisten hinaus kommt. 

Vom Thuram mit viel Einsatz und Spielwitz ist in diesen Wochen nichts mehr zu sehen, was sehr schade ist. Doch die Auftritte des Franzosen sind einmal mehr ein mahnendes Beispiel dafür, wenn man vermeintlich nicht mehr mit dem Kopf bei Borussia, sondern längst bei einem anderen Verein ist. In der laufenden Bundesliga-Saison war Thuram an keinem Treffer direkt beteiligt und ist völlig außer Form. Max Eberl muss, wie bei Denis Zakaria und Matthias Ginter, auch im Fall Thuram schnellstens Klarheit und Fakten schaffen. Eines ist wohl klar: Für Startelf-Einsätze konnte sich der 24-Jährige in München, im Gegensatz zum Rest der Borussen, wohl kaum empfehlen…