Borussias wird laut Marco Rose im Winter nicht auf Spielersuche gehen. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-hautnah.de

Borussia trifft am Samstagabend mit Schalke auf einen sportlich sehr angeschlagenen Gegner, der zuletzt im Januar ausgerechnet gegen die Fohlen ein Spiel in der Bundesliga gewonnen hat. Trotzdem warnt Marco Rose, dass man den S04 nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Außerdem schloss Borussias Trainer Transfers im Winter klar und deutlich aus. 

Fohlen wollen Konstanz reinbringen 

Am Mittwochabend setzte Borussia Mönchengladbach gegen Schachtar Donezk im eigenen Stadion ein Ausrufezeichen und fegte die Ukrainer mit 4:0 vom Platz. Besonders die Art und Weise, wie sich die Fohlenelf präsentierte, war beeindruckend. An diesen Auftritt möchte Marco Rose am Samstagabend gegen die angeschlagenen Schalker anknüpfen. 

»Es ist die Aufgabe, diese Leistung in jedem Spiel auf den Platz zu bringen. Wir wollen in allen Bereichen konstanter werden, das ist die Basis zum erfolgreichen Fußball«, so Borussias Trainer. Denn vor allem im Borussia-Park verschenkten die Fohlen, besonders in der Schlussphase, schon zu viele Punkte. Zuletzt sorgte eben der FC Augsburg vor rund einer Woche für einen späten Ausgleich. 

Zwischen Leipzig, rangieren derzeit auf Platz vier, und Borussia liegen bereits fünf Punkte. Apropos: Gegen RB gab es den bisher einzigen Bundesliga-Sieg im heimischen Stadion, die Serie ist also noch Ausbaufähig. »Wir haben ein paar Punkte zu wenig und ein paar Punkte verschenkt. In der Bundesliga müssen wir die selbe Einstellung wie in der Champions League zeigen und auf drei Punkte spielen«, forderte Rose von seinen Akteuren. 

Rose unterschätzt Schalke trotz negativer Serie nicht 

Mit dem FC Schalke 04 kommt damit also ein durchaus dankbarer und auf dem Papier ein machbarer Gegner auf den VfL zu. Mit mageren drei Pünktchen sind die Gelsenkirchener zwar alles andere als abgeschlagen letzter, doch in der laufenden Saison konnten sie eben noch keinen Sieg einfahren. Die letzten drei Punkte holte S04 übrigens zum Rückrundenauftakt der abgelaufenen Spielzeit in der eigenen Arena, ausgerechnet gegen die Borussia. 

Auch unter der Woche sorgte der Ruhrpott-Klub mit einigen personellen Entscheidungen für Aufsehen und erneut negative Schlagzeilen. Davon lässt sich Rose allerdings im Vorfeld zum neunten Spieltag ganz und gar nicht beeindrucken. »Auf dem Niveau auf dem wir uns in der Bundesliga und auch in der Champions League bewegen muss das kein Thema sein. Wir alle nehmen wahr, dass es bei Schalke ein paar Themen gibt, das sollte aber nicht unser Kernthema sein. Sie haben unter der Woche personelle Entscheidungen getroffen, das führt dazu, dass in der Mannschaft etwas passiert und man enger zusammenrückt. Man kann davon ausgehen, das Schalke irgendwann wieder ein Bundesliga-Spiel gewinnt, das müssen wir aber am Samstag vermeiden«, stellte Rose auf der Pressekonferenz klar. 

Von seinen Spielern fordert er deshalb eine »maximal professionelle Vorbereitung, mit allem was dazu gehört. Wir wissen, dass da auf uns eine Herausforderung wartet der wir uns stellen wollen und auch müssen.« Trotz aller Schlagzeilen im ‚Pott‘ machte Borussia Trainer deutlich: »Natürlich ist so ein Gegner gefährlich«. Dennoch wünscht er Schalke vor allen Dingen, dass sie »wieder in ruhige Fahrwasser kommen, denn der Verein gehört in die Bundesliga«. 

Keine schnelle Rückkehr bei Bensebaini 

Mit dem Sieg in der Königsklasse im Rücken sollten die Fohlen also mit deutlichem Aufwind in die Partie gehen und damit beginnen, die Leistungen und auch Ergebnisse konstanter auf den Platz zu bringen. Dabei wird es »alternativlos« sein, dass Borussias Trainerteam wieder frisches Personal bringt. Hannes Wolf, musste gegen Donezk aufgrund eines kleinen Infekts pausieren, ist wieder einsatzbereit. 

»Wir denken viel über die Rotation nach. Ein Spieler in Topform lässt man aktuell vielleicht mal länger auf dem Feld, aber wir wissen auch, dass wir Dienstag wieder in der Champions League spielen. Die Kernaufgabe liegt aktuell darin, den richtigen Moment für die Pause zu finden, aber natürlich müssen wir rotieren«, machte Rose unmissverständlich klar. 

Auch wenn die häusliche Quarantäne bei Ramy Bensebaini in den nächsten Tagen abläuft, wird es noch ein paar Tage dauern, bis der Algerier wieder auf den Platz zurück kommt. »Das Spiel gegen Mailand kommt für Ramy sicherlich noch zu früh«, machte Borussias Trainer keine allzu großen Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr von Bensebaini. 

Apropos Rückkehr: Letzten Samstag feierte Denis Zakaria sein Comeback und bekam am Mittwochabend in der Königsklasse weitere Spielzeit auf seinem Weg zur alten Leistungsstärke. »Denis wirkt sehr positiv und freut ich sehr darüber, dass er da ist und wieder Rhythmus aufnehmen kann. Sein Knie ist gut und wir schauen jeden Tag wie es ihm geht und reagieren auf Belastungssignale. Es funktioniert bisher top. Ich habe das Gefühl, dass ‚Zak‘ echt glücklich ist«, gab Rose einen Einblick. 

Transfers im Winter sind kein Thema 

Derweil machte Borussias Trainer auch klar: Wir gehen auch mit dem aktuellen Kader in die Rückrunde. Transfers im Winter sind also vorerst ausgeschlossen: »Für den Winter haben wir keine Aktivitäten angestrebt, wir haben einen guten und ordentlich besetzten Kader. Wir gehen davon aus, dass sich niemand weh tut und dann bleiben wir zusammen. Zudem haben alle Vereine noch an Corona und den Auswirkungen zu knabbern, deshalb ist das kein Thema.«

Einen wirklichen Grund auf dem Transfermarkt tätig zu werden haben Borussia und Max Eberl tatsächlich nicht, denn die Fohlen stellten schon mehrfach unter Beweis, dass der aktuelle Kader stark genug für die Aufgaben ist. Nun gilt es eben noch am nötigen Feinschliff und der Konstanz zu arbeiten. Und da kommt doch der Tabellenletzte vermeintlich genau zur richtigen Zeit…