Da gehts lang: Rose und Borussia wollen die Erfolgsserie im neuen Jahr fortsetzen. Foto: Dirk Päffgen

Mit dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart beginnt für Borussia Mönchengladbach die erste Englische Woche des Jahres 2021: Innerhalb von sechs Tagen absolvieren die Fohlen drei Spiele. Die Begegnung am Samstagabend kommt für Breel Embolo wohl zu früh, der Schweizer wurde zu Beginn der Woche an der Hand operiert. Währenddessen stellte Marco Rose klar: Jordan Beyer bleibt in der Rückrunde am Niederrhein. 

Embolo erfolgreich an der Hand operiert 

Kurz nach dem Comeback-Erfolg gegen Bayern München gab Marco Rose schon wieder die Marschrichtung vor: Den Erfolg kurz genießen, aber in den nächsten Spielen weiter dranbleiben. Als Belohnung nach dem 3:2-Heimsieg gab Borussias Trainer seiner Mannschaft dennoch bis Dienstag frei, dann startete die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart. 

Seitdem sucht man Breel Embolo am Borussia-Park vergebens: Der Schweizer verletzte sich im letzten Heimspiel an der Hand und wurde zu Beginn der Woche operiert. Deshalb ist noch unklar, ob die Fohlen auf den Angreifer zählen können. »Breel Embolo ist erfolgreich an der Hand operiert worden und bei ihm ist soweit alles gut. Trotzdem steht hinter seinem Einsatz am Wochenende noch ein Fragezeichen. Wir müssen in Rücksprache mit den Ärzten schauen, was Sinn macht«, sagte Marco Rose auf der Pressekonferenz und fügte hinzu, dass es dem 23-Jährigen »grundsätzlich gut geht«. 

Deutlich besser sieht es bei Alassane Pléa aus, der gegen den deutschen Rekordmeister noch eine Zwangspause einlegen musste. Umso wichtiger ist es, dass der Franzose am Samstagabend höchstwahrscheinlich wieder einsatzbereit ist, denn Embolo droht logischerweise auszufallen. »Alassane Plea hat heute Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht, nachdem er zwei Tage individuell trainiert hat. Wir werden morgen dann im Abschlusstraining schauen, wie es ihm geht«, machte Borussias Trainer durchaus Hoffnung auf ein Startelf-Comeback. 

Rose warnt trotz Stuttgarter Heimschwäche 

Zwar zeigten sich die Fohlen zuletzt auch ohne den Franzosen in Torlaune, doch mit dem VfB wartet wieder eine knifflige Aufgabe. »Ich habe den VfB Stuttgart in dieser Saison schon das eine oder andere Mal gesehen. Die Schwaben haben eine starke, junge und talentierte Mannschaft. Sie haben beispielsweise mit Gonzalo Castro auch erfahrene Leistungsträger in ihren Reihen. Der VfB spielt einen sehr mutigen Fußball, hat sehr viel Power und Wucht sowie mit dem Ball gute Abläufe. Stuttgart ist immer in der Lage, ein, zwei oder auch drei Tore zu schießen. Zudem verteidigt es sehr intensiv«, schätzte Marco Rose den nächsten Gegner ein. 

Möglicher Vorteil für die Borussen: Im eigenen Stadion ist der VfB in dieser Saison noch sieglos und sammelte in sieben Partien gerade mal vier Punkte. Krasser könnten die Gegensätze bei den Schwaben nicht sein, denn mit 17 Zählern ist die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo die auswärtsstärkste Elf der Liga. »Wir wollen dem Gegner auf der einen Seite seine Stärken nehmen und auf der anderen Seite wollen wir uns um unser eigenes Spiel kümmern. In einer Woche, in der wir gut trainieren und regenerieren konnten, besteht schon die Möglichkeit, dass man eine ähnliche Mannschaft wie zuletzt gegen den FC Bayern auf den Platz schickt. Aber wir haben auch Jungs, die zuletzt nicht von Beginn an gespielt haben und sich einen Startelf-Einsatz verdient hätten«, verriet Borussia Trainer verständlicherweise noch nicht seinen kompletten Matchplan. 

Beyer kann auf Einsätze hoffen 

Einer, den Rose weiter auf dem Zettel hat ist Jordan Beyer. Noch vor der kurzen Winterpause war die Zukunft des 20-Jährigen in der Rückrunde unklar, es stand eine erneute Leihe im Raum. In der Hinrunde kam Beyer bei den Profis auf keine Spielminuten, stand zuletzt aber zwei Mal im Kader. »Wir haben mit Jordan einige Gespräche geführt und am Ende entschieden, dass er bei Borussia bleibt. Wir wollten keine Entscheidung über seinen Kopf hinweg entscheiden. Er ist wichtig für uns. Im ersten halben Jahr war es zwar nicht einfach für ihn, aber er nimmt nun wieder Rhythmus auf«, so Rose. 

Mit vielen Englischen Wochen, die nächste steht unmittelbar vor der Türe, wachsen auch ein Stück weit die Hoffnung von Beyer mal ein paar Minuten auf dem Rasen zu stehen. Verstärkung ist nicht geplant, das stellte Rose am Donnerstagmittag nochmals klar, deshalb steigen möglicherweise auch die Chancen für Beyer. »In den Englischen Wochen kann immer mal jemand ausfallen und dann brauchen wir ihn«, macht der 44-Jährige Übungsleiter Hoffnung. 

Erneuter Rückschlag für Doucouré 

Apropos: Viele hatten im Sommer die Hoffnung, dass Mamadou Doucouré nun langfristig ein Kandidat für die Fohlen werden könnte. Doch zuletzt erlebte er wieder einen Rückschlag, weshalb ihn Borussia erstmal eine Auszeit angeordnet hat. »Mams ist vor Weihnachten mit einer leichten Blessur zum Training gekommen. Daraufhin haben wir gesagt, dass er mal weg von dem Ganzen kommen und einen frischen Kopf bekommen soll, denn er hat in den letzten Jahren und Monaten sehr viel investiert. Wir sind im stetigen Austausch mit ihm und er wird nun bald zurückkommen«, erklärte Rose, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. 

Ein Kandidat für das Spiel wäre Doucouré, bei allem Respekt, ohnehin nicht gewesen. Dennoch ist es bitter, dass der junge Franzose auf seinem langen Leidensweg erneut einen Rückschlag hinnehmen musste. Bleibt zu hoffen, dass die Fohlenelf am Samstagabend mit einem Erfolgserlebnis in die Englische Woche startet und zumindest aus der Ferne so zur Genesung des 22-Jährigen beitragen kann…