Unter dem Strich gehört Jannik Vestergaard sicherlich zu den Gewinnern der abgelaufenen Spielzeit, in der sich der dänische Nationalspieler peu á peu gesteigert und unverzichtbar gemacht hat. Hinter Yann Sommer hat Vestergaard mit 49 von 51 die meisten Einsätze der Saison, 42-Mal lief der Däne von Beginn an auf.

Apropos Beginn. Auch in der kommenden Spielzeit dürfte der dänische Nationalspieler zunächst mit einem Bonus in die Vorbereitung gehen und in der Defensive so gut wie gesetzt sein, wenngleich die Karten auch neu gemischt werden. Der 24-Jährige ist durchaus in der Lage, die Rolle des Abwehrchefs einzunehmen und wird mit dabei helfen, dass Yann Sommer im Tor so wenig wie möglich Bälle zu halten bekommt. Mit welchem Partner er das allerdings in der Zentrale der Viererabwehrkette tun wird, bleibt abzuwarten.

Der bisherige starke Partner Andreas Christensen muss zum englischen Meister FC Chelsea London zurückkehren. Max Eberl ist bestrebt, diesen zweifelsohne schmerzvollen Abgang adäquat zu ersetzen. Jedoch dürfte Timothée ‚Kolo’ Kolodziejczak erster Anwärter sein. Der Franzose, der im Winter vom FC Sevilla zum VfL wechselte und der Defensive wieder mehr Stabilität geben sollte, hatte sowohl mit Verletzungen und Erkrankungen zu kämpfen und kam in der Rückrunde vor allem nicht an „Danish Dynamite“ vorbei.

Vorbei ist derweil zwar zunächst die Zeit vom starken dänischen Duo in Borussias Innenverteidigung – die von Jannik Vestergaard bei Borussia ist gerade mal ein Jahr alt und hat gezeigt, warum man ihn an den linken Niederrhein holen wollte und dafür auch recht tief in die Tasche gegriffen hat. In 2017/2018 geht es im besten Fall so weiter – und im besten Fall noch besser. Es gilt, das unter dem Strich gute erste Jahr zu bestätigen.