Mit Leipzig wartet die nächste knifflige Aufgabe auf Borussia. Foto: Dirk Päffgen

In diesen Tagen geht es für Borussia Mönchengladbach Schlag auf Schlag. Nur vier Tage nach dem Remis in der Königsklasse gegen Real Madrid kommt mit RB Leipzig der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga in den leeren Borussia-Park. Gegen die Sachsen wollen die Borussen endlich ihre Negativstatistik aufpolieren. Marco Rose hat für dieses Unternehmen nahezu alle Mann an Bord.

Wie hat Borussia das Spiel gegen Real Madrid verkraftet? 

Eines ist in diesen Englischen Wochen von Vorteil: Es bleibt nicht viel Zeit, über die vorherige Aufgabe nachzudenken, weil eben die kommende unmittelbar bevorsteht. So auch im Fall der Borussen, denen das 2:2-Remis in der Champions League gegen Real Madrid durchaus wehgetan hat. Bis zur 87. Minute führte man gegen die ‚Königlichen‘, ehe man sich binnen sechs Minuten inklusive Nachspielzeit noch die Butter vom Brot nehmen ließ.

Marco Rose hat das bittere Unentschieden mit seinen Spielern aufgearbeitet. »Die Stimmung ist nach dem 2:2 gegen Real Madrid in Ordnung. Zudem finde ich es schade, dass immer nur von ‚bitter‘ in Bezug auf das Spiel gesprochen wird. Keiner spricht über die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben gegen Real Madrid gespielt und es über weite Strecken hervorragend gemacht«, monierte Borussias Trainer. Die Partie ist also abgehakt, jetzt wartet mit RB Leipzig schon die nächste knifflige Aufgabe auf die Fohlen. 

Rose warnt trotz Leipzig-Pleite

Dass die Truppe von Julian Nagelsmann mit einer 0:5-Klatsche in der Königsklasse bei Manchester United an den linken Niederrhein kommt, spielt für Rose nur eine nebensächliche Rolle. Wenngleich sich der Fußball-Lehrer diese Partie natürlich angeschaut und analysiert hat. »Ich glaube, dass Leipzig, trotz der gestrigen 0:5-Niederlage bei Manchester United, gut drauf ist. RB hatte auch in dieser Partie durchaus Möglichkeiten«, so Marco Roses Analyse. Der 44-Jährige weiß sowieso, dass »Leipzig eine Mannschaft mit individueller Qualität, einem hohen Spieltempo und einer klaren Spielidee hat.«

»Wir müssen auf alles vorbereitet sein«, warnt Rose und fügt an: »Ich habe das Gefühl, dass sie in diesem Jahr in den Bereichen Pressing, Gegenpressing und Anlaufen noch einmal draufgepackt haben. Das macht die Aufgabe in der Summe schon herausfordernd. Dennoch haben wir die Chance auf drei Punkte, mit denen wir an der Ergebniskonstellation arbeiten wollen.« 

Auf diese wartet Borussia gegen den Brauseclub schon fast sehnsüchtig. In acht Duellen mit den Leipzigern gab es fünf Niederlagen und nur drei Unentschieden. Im heimischen Borussia-Park sind die Fohlen gegen RBL sogar noch komplett ohne Punktgewinn. Ob am Samstagabend wieder die selbe Mannschaft wie in der Königsklasse beginnt ist mehr als fraglich. Schon nach dem letzten Spiel in der Champions League wechselte Marco Rose auf fünf Positionen durch. 

Rose spricht Rotation an

»Es tut mir nicht weh, dass ich in der Startformation rotiere. Alle Jungs sind wichtig und jeder hat seine Rolle in der Mannschaft. Wie oft wir dieses Wochenende wechseln werden, kann ich noch nicht sagen. Das hängt von der Verfassung der Jungs ab. Bisher sind wir gut durchgekommen und haben wenig angeschlagene Spieler. Für uns geht es nun darum, wieder eine frische Mannschaft auf das Feld zu bringen, die gut funktioniert«, gibt Rose einen Ausblick auf das Spitzenspiel. 

Helfen, diese frische wieder in die Mannschaft zu bringen, soll auch Valentino Lazaro. Der Österreicher wartet nach seiner Verletzung (Muskelbündelriss) weiter auf sein Bundesliga-Debüt für die Fohlenelf. »Valentin Lazaro ist wieder voll im Mannschaftstraining. Ihn müssen wir nun über Kurzeinsätze wieder in die Mannschaft integrieren«, so Borussias Trainer über seine Verfassung. 

Knallhartes Programm für die Fohlen 

Im Fall von Denis Zakaria kann Rose noch nicht sagen, wann der Schweizer wieder auf dem Platz steht. Immerhin: Es besteht Hoffnung. »Bei Denis Zakaria sind wir auf einem richtig guten Weg. Er hat jetzt anderthalb gute Trainingswochen hinter sich, in denen er komplett beim Team dabei war.« Jordan Beyer ist nach seiner Corona-Infektion auch wieder im Training, aber auch er wird »noch ein paar Tage brauchen«. 

Für Borussia steht erneut eine harte Woche auf dem Programm, denn am Dienstag geht es in der Champions League bei Schachter Donezk weiter. Danach gastiert die Fohlenelf in Leverkusen. »In Top-Duellen kann immer alles passieren. Wir versuchen, wie sonst auch, diese Spiele zu gewinnen. Aber wir müssen ans Limit gehen, um uns diesen Gegner zu stellen«, fordert Rose.