Filigran-Techniker treffen auf Artisten
Weisweiler Elf und Flic Flac-Auswahl machen Dutzend voll
Die Weisweiler Elf und eine Auswahl des Circus Flic Flac trafen in Mönchengladbach aufeinander. Foto: Dirk Päffgen.
  Informiert
08.05.2018 20:52 Uhr
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Verfasst von Redaktion Fohlen-Hautnah.de

Die Weisweiler Elf hat auch ihr zweites Spiel der Feldsaison standesgemäß gewonnen. Gegen eine Auswahl des derzeit in Mönchengladbach auftretenden Circus Flic Flac gewann die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend souverän mit 10:2. Unter dem Strich war es eine rundum gelungene Veranstaltung.

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Eine etwas andere Begegnung hatte die Weisweiler Elf am Dienstagabend in Mönchengladbach. Zwar gab es wie gewohnt ein Fußballspiel zweier Mannschaften, doch stand die Partie an diesen tollen Sommertag unter dem Motto ‚Filigran-Techniker meets Artisten’. Denn anders als gewohnt trat die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach diesmal nicht gegen Gleichgesinnte, sondern gegen eine Artisten-Auswahl des Circus Flic Flac an.

Ex-Profis und Artisten riefen die Idee ins Leben

Die Idee für das Aufeinandertreffen entstand nach der Premiere des Circus, der derzeit auf dem Messegelände unweit des Borussia-Parks seine Zelte aufgeschlagen hat und seine atemberaubende Show zum Besten gibt. Zusammen mit Fohlen-Hautnah waren zwei der drei Geschäftsführer der Weisweiler Elf,  Karlheinz Pflipsen und Peter Wynhoff, bei der Premiere dabei.

Die Ex-Profis waren neben knapp weiteren 1.400 Gästen so begeistert von den Leistungen der Künstler, dass sie diese auch auf dem Rasen spielen sehen wollten. »Die Show war sensationell. Höchstleistung und Anmut pur. Das brachte uns auf die Idee, miteinander Fußball zu spielen«, schwärmten die beiden ehemaligen Borussia-Profis hinterher.

Ein Spiel für den guten Zweck

Und als sich einer der Artisten dann auch noch als Fan der Borussia outete und in einem lockeren Gespräch nach der Show über ein mögliches Duell der Weisweiler Elf gegen die Artisten sprach, war die Idee eines Vergleichs geboren – und er wurde innerhalb weniger Tage dann auch umgesetzt.

Allenfalls an Erfahrung wollten sich die Protagonisten bereichern, so dass die Partie für den guten Zweck und ohne Eintrittsgeld stattfand. Lediglich um eine Spende für den Verein „Zornröschen“ in Mönchengladbach wurde gebeten. Dieser unterstützt Kinder und Jugendliche, die vom sexuellen Missbrauch betroffen sind.

So trafen sich am Dienstag eine 23-köpfige Auswahl der Artisten und die Weisweiler Elf, die wie gewohnt eine namhafte Truppe ins Rennen schickte. So waren Roel Brouwers, Thomas Kastenmaier, Hans-Jörg Criens, Oliver Neuville, Rheinische Post-Redakteur Karsten Kellermann, Claus Reitmaier, Jörg Jung, Jörg Neun, Jörg Albertz und Chrissovalantis Anagnostou mit von der Partie. »Wir freuen uns immer, wenn wir spielen können und es ist gut, wenn die Jungs in Bewegung bleiben«, schmunzelte Teamchef Herbert Laumen vor der Partie und fügte an: »Zudem ist es mal etwas anderes und reizvoll, sich mal mit Artisten zu messen«.

Cirkus-Torwart erst stark, dann eröffnet Pflipsen den Torreigen

Und bei tollstem Fußballwetter mit sommerlichen Temperaturen gehörte der erste Torschuss den Artisten. Nach wenigen Sekunden setzte ein Artist die Kugel nur haarscharf über die Querlatte. Nahezu im Gegenzug scheiterte Jörg Neun ebenso am Keeper der Circus-Auswahl (2.), wie Peter Wynhoff (4.). Drei Minuten später durften die rund 250 Zuschauer auf dem Fohlenplatz den ersten Treffer bejubeln. Nach Zuspiel von Wynhoff war es Pflipsen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (7.). Eine Minute später erhöhte Wynhoff nach Zuspiel von Anagnostou auf 2:0 (8.). Vier Minuten später meldete sich auch die Artisten-Auswahl offensiv wieder zu Wort und setzte die Kugel nur knapp neben den rechten Pfosten (12.). Drei Minuten später erzielte Wynhoff seinen zweiten Treffer – und einen sehr sehenswerten dazu. Der Ex-Profi schlenzte die Kugel über die Artisten-Abwehr hinweg zum 3:0 in die Maschen (15.).

Ein halbes dutzend zur Pause, attraktive Preise während der Halbzeit

Und die Zuschauer bekamen in der ersten Halbzeit, die über 30 Minuten gespielt wurde, weitere Tore zu sehen. Zum Beispiel das zweite von Pflipsen, der erst das Gebälk traf und die Kugel dann locker zum 4:0 in den Maschen versenkte (20.). Vier Minuten vor der Pause schnürte Wynhoff dann seinen Hattrick und stellte auf 5:0 (26.), während Pflipsen kurze Zeit später das halbe Dutzend voll machte (28.).

Die Pause wurde dann mit einer Verlosung versüßt. Unter anderem stellte der Circus Flic Flac 1x2 und 1x5 Eintrittskarten für eine Show, die Weisweiler Elf unterschriebene Bälle und Trikots der Weisweiler Elf und die Postbank ein unterschriebenes aktuelles Trikot der Profimannschaft und Bälle zur Verfügung. 

Flic Flac kommt zum umjubelten Doppelpack

Nach dem Seitenwechsel kam die Circus-Auswahl entschlossen auf das Spielfeld und drängte auf den ersten Treffer. Und den gewährte die Weisweiler Elf den Artisten dann auch. In der 37. Minute machte der Flic Flac dann seinem Namen alle Ehre – der Torschütze begeisterte mit einem lupenreinen Flick-Flack-Jubel. Eine Minute später traf Wynhoff zum 7:1 (38.), während Adam Cichon kurze Zeit später auf 8:1 stellte (42.). Und dann durfte die Artisten-Auswahl ihren zweiten Treffer bejubeln und stellte auf 8:2 (46.).

VfL-Fan und Artist Patrick Lenoime erfüllt sich einen Traum

Und dann erfüllte sich Patrick Lenoime noch einen Traum. Der Comedy-Jongleur des Circus kommt aus dem Raum Heinsberg, ist seit seiner Kindheit großer Fan der Borussia und durfte dann im Trikot der Weisweiler Elf auflaufen. Zwei Tore erzielte der Artist und stellte so den 10:2-Endstand her. Einen Treffer erzielte er vom Elfmeterpunkt. »Ich habe die Jungs früher alle spielen sehen und durfte jetzt mit ihnen zusammenspielen. Großartig, das hätte ich mir niemals erträumt«,schwärmte er der Comedy-Jongleur und schmunzelte: »Sie hätten mir noch zwanzig Vorlagen geben können, ich hätte trotzdem die beiden Tore geschossen. Generell war es eine tolle Sache, mal ein anderes Entertainment.«

»Es war für uns alle natürlich ein großes Erlebnis«

Unter dem Strich siegte die Weisweiler Elf standesgemäß an einem Tag, der rundum als gelungen bezeichnend werden konnte. »Ich glaube, es ging um den guten Zweck. Es war eine perfekte Veranstaltung«, sagte Peter Wynhoff.

»Es war für uns alle natürlich ein großes Erlebnis«, schwärmte Flic Flac-Lichttechniker Julian Kaiser und fügte an: »Natürlich stand für uns auch der Spaß im Vordergrund. Dazu ist es klasse, dass wir von unserer Seite noch zwei Tore schießen konnten. Es war ein toller Tag, es hat allen Spaß gemacht.«

Apropos: Noch bis zum kommenden Sonntag, 13. Mai gibt es täglich Veranstaltungen auf dem Messegelände am Borussia-Park. Tickets für die sehenswerten Shows gibt es entweder an der Tageskasse oder auf www.flicflac.de

Nächstes Spiel am Samstag

Für die Traditionsmannschaft war es indes in 2018 der zweite Auftritt auf dem grünen Geläuf. Zuvor hatten die „alten Haudegen“ am vergangenen Samstag in Westkirchen im Kreis Warendorf die ‚Outdoor’-Saison eröffnet. Dort spielten die Ex«-Profis gegen die Alt-Herren-Fußballer des SV Grün-Weiss Westkirchen, die in diesem Jahr ihr 50. Abteilungsjubiläum feiert. Am Ende hatten die Borussen mit 16:1 die Nase vorn. Den vielumjubelten Ehrentreffer für Grün-Weiss erzielte Jörg Hellenkemper zwei Minuten vor Schluss.

Bereits am kommenden Samstag geht für die Truppe um Trainer Herbert Laumen die Sommer-Tour weiter. Dann treten die Ex-Profis in Bergneustadt (östlich von Köln, Anm. d. Red.) gegen die Auswahl-Oberberg an. Anstoß im Wilhelm-Bisterfeld-Stadion ist um 18 Uhr. Tickets gibt es an der Tageskasse für 10 Euro. 

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Veröffentlicht:  15.10.2018 14:03 Uhr

Seit Oktober 2017 wird neben den Trainingsplätzen am neuen Fohlenstall von Borussia Mönchengladbach gebaut. Anfang 2019 soll der Innenausbau abgeschlossen sein, sodass die Talente einziehen können.

Veröffentlicht:  14.10.2018 09:38 Uhr

Im ersten Teil unseres Artikels (hier klicken) haben wir gestern einen Blick auf László Bénes, Michael Cuisance und Andreas Poulsen geworfen. Heute sind Julio Villalba, Mamadou Doucouré, Keanan Bennetts, Torben Müsel und Moritz Nicolas an der Reihe.

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