Interview mit Tony Jantschke am Tegernsee (Teil 1)
Jantschke: »Würde lügen, wenn ich sage, dass ich mir keine Gedanken gemacht hätte«
Tony Jantschke im Interview mit unserer Redaktion. Foto: Dirk Päffgen
  Interview
06.08.2018 14:06 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum & Hannah Gobrecht

Im Trainingslager am Tegernsee haben wir ausführlich mit dem Borussen-Urgestein Tony Jantschke gesprochen. Der erste Teil des Interviews dreht sich unter anderem um seine Zukunftsgedanken und die aktuell nicht ganz so einfache Situation für ihn. Er verrät, mit wem er sich mittlerweile das Zimmer teilt und warum er nicht direkt den vermeintlich "einfachen Weg" gehen möchte.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Fohlen-Hautnah: Tony, wie geht’s Dir momentan nach Deiner kleinen Zwangspause?

Tony Jantschke: Mir geht’s gut, ich habe jetzt wieder voll trainieren können und bin beschwerdefrei. Das war einfach eine Reaktion meines Oberschenkels nach der ersten Woche, in der wir viel gemacht haben. Dann haben wir mich rausgenommen. Es ist ja nicht so, dass ich nichts gemacht hätte. Ich habe zweimal trainiert, bin viel gelaufen und im Kraftraum gewesen.

Fohlen-Hautnah: Wie sehr schmerzen die Beine denn nach den langen Einheiten?

Tony Jantschke: Die Beine sind schon schwer. Das Training war hart, gerade mit der Temperatur zusammen, das schlaucht dann schon ganz schön. Das ist aber auch normal, denn jetzt ist eine Trainingsphase, die wehtut.

Fohlen-Hautnah: Hilft da zwischendurch ein Sprung in den Tegernsee?

Tony Jantschke: Wir sind gestern und vorgestern schon mal reingesprungen, das ist immer eine ganz schöne Abkühlung. Ich kenne das ja jetzt schon sieben Jahr hier. 

Fohlen-Hautnah: Und bisher war Christofer Heimeroth Dein Zimmerkollege. Mit wem teilst Du Dir jetzt das Zimmer?

Tony Jantschke: Seit knapp einem Jahr schon mit Christoph Kramer. Letztes Jahr am Tegernsee war es das letzte Mal mit ‚Heimi’ und er ist da ja schon in die Position des Teammanagers reingerutscht. Das war schon nicht mehr optimal für uns beide, weil ‚Heimi’ viel am Telefonieren war. Und mit Christoph war ich bei den Spielen schon auf einem Zimmer, das wird jetzt so bleiben. Ansonsten hätte ich wohl ein Einzelzimmer genommen. Wenn man viele Jahre dabei ist, wie Raffael, Fabian Johnson oder Oscar Wendt, dann darf man das auch mal. Aber ich mag das eigentlich, wenn man einen Zimmerkollegen hat, aber es muss passen. Und das tut es mit Christoph.

Fohlen-Hautnah: In der letzten Saison kamst Du deutlich weniger zum Einsatz als in den Jahren zuvor. Damit kannst Du nicht zufrieden sein, oder?

Tony Jantschke: Ich war vor allem mit meinen Verletzungen nicht zufrieden. Ich habe elf Spiele durch Verletzungen verpasst. Und wenn du ein Drittel verpasst, dann bleiben eben nur noch zwei Drittel. Das ist eine Sache, die ich mir ankreide, weil ein verletzter Spieler nie einem Verein hilft. Da gilt es weiterhin, daran zu arbeiten und bestmöglich vorbereitet zu sein, um das zu minimieren.

Fohlen-Hautnah: Wie versucht man denn selbst, das Verletzungsrisiko zu reduzieren? 

Tony Jantschke: Du wirst ja vom Verein dafür bezahlt, dass du Leistung bringst und nicht dafür, dass du auf der Massagebank liegst. Deswegen suche ich immer zuerst die Fehler bei mir: Was habe ich im Training falsch gemacht, weswegen ist das passiert? Wie kann ich mich vor dem Training besser vorbereiten und was kann ich nach dem Training noch tun? Jetzt muss man schon mal auf seinen Muskel hören und sagen, dass wir mich wie zu Beginn der Vorbereitung vielleicht mal eine Woche rausnehmen und einfach ein bisschen cleverer werden. Manche Sachen kann man nicht verhindern, aber ich glaube, dass man sie mindern kann. Denn wie gesagt: Ein verletzter Spieler hilft keinem Verein auf Dauer. 

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