FOHLENHAUTNAH
Borussias Schwede wieder Dauerbrenner – auch in der fernen Zukunft?

Wendt: »Was andere über mich sagen, interessiert mich null Komma null«

Kurz & Knapp
17.01.2019 10:51 Uhr
Die einen umarmen gerne Bäume - Oscar Wendt lieber den Dummy im Trainingslager. Foto: Dirk Päffgen
Verfasst von Andreas Plum

In dieser Spielzeit gehört Oscar Wendt bei Borussia Mönchengladbach wie gewohnt zu den Dauerbrennern. In der abgelaufenen Hinrunde hat der Schwede in allen 19 Pflichtspielen auf dem Platz gestanden und dabei nahezu stets durchgespielt. Unterdessen ist noch nicht abschließend geklärt, wie für den 33-Jährigen nach der Saison weitergeht. Allerdings spricht vieles für eine Vertragsverlängerung.

Wenn man Oscar Wendt im Trainingslager der Borussen im spanischen Jerez de la Frontera zugeschaut und beobachtet hat, ist klar zu erkennen: Der Schwede mag zwar in für einem Fußballer fortgeschrittenen Alter sein, ist aber topfit. Und der 33-Jährige tut auch viel dafür, dass er eben noch mithalten kann. 

»Man muss auf sich und seinen Körper genau achten. Es hört sich langweilig an, aber Regeneration, Ruhe und Pflege sind sowohl nach den Spielen als auch nach den Trainingseinheiten wichtig«, weiß Wendt. »Man muss darauf achten, dass sich der Körper immer gut fühlt und man frisch ist. Und an den Tagen, wo es vielleicht weh tut, muss man dann auch mal beißen und durchhalten. Bis jetzt fühle ich mich körperlich super. Hoffentlich bleibt das so.«

»Das ist mir scheißegal« 

Im Moment jedenfalls ist es so. Und auch in der Rückrunde dürfte der Schwede wieder gesetzt sein auf der linken Außenverteidigerposition. Ungeachtet dessen, dass es durchaus den einen oder anderen Kritiker gibt, der mitunter auf der Tribüne murrt und die Hände über den Kopf zusammenschlägt, wenn er mal wieder einen unnötigen Rückpass spielt oder im Spiel nach vorne abbricht. »Jeder hat seine Meinung. Das ist auch okay«, respektiert Wendt und stellt klar: »Aber was andere über mich sagen, interessiert mich null Komma null. Das ist mir scheißegal. Wichtig sind die Meinungen vom Trainer und von der Mannschaft.«

Und die sind durchweg positiv. Dieter Hecking setzt auf seinen erfahrenen Schweden und schätzt ihn. Nicht von ungefähr ist er auch im Mannschaftsrat der Borussen vertreten. »Ich will natürlich immer spielen. Dass der Trainer und auch die Mannschaft mir vertrauen, bedeutet mir viel. Das zeigt, dass man was richtig macht«, so der Schwede. »Aber ich arbeite auch jeden Tag hart, damit ich am Wochenende spiele. Wenn du hart arbeitest, dann kommt die Belohnung automatisch.«

Was zeichnet den Trainer Dieter Hecking denn aus? »Er ist erstens ein super Trainer und ein super Mensch. Er ist sehr offen und ehrlich«, sagt der ehemalige Nationalspieler. »Wenn ich was gut gemacht habe, dann sagt er das. Und wenn ich was schlecht gemacht habe, sagt er das auch. Er fordert, dass ich jeden Tag Gas gebe und dass ich im Training nicht zu locker bin.« 

Wendt mit seiner Leistung der Hinrunde zufrieden 

»Über weite Strecken war es gut. Das Wichtigste für mich ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Die Hinrunde ist gut gelaufen. Ich habe ein gutes Gefühl dabei, dass ich der Mannschaft geholfen und mit dazu beigetragen habe, dass wir so eine gute Hinrunde gespielt haben«, sagt Wendt über seine Leistung der Hinrunde. »Ich war nach der letzten Saison natürlich enttäuscht, wie wir gespielt haben und auch mit mir selbst. Aber jetzt bin ich und auch die Mannschaft wieder auf dem richtigen Weg.« 

Zufrieden ist man eben auch am linken Niederrhein mit den Leistungen von Oscar Wendt. Nicht ausgeschlossen also, dass man mit dem Schweden zumindest noch um ein weiteres Jahr verlängert. Genau das könnte gemäß einer Klausel automatisch passieren. Im November 2018 hatte der ‚Kicker’ über eine Klausel im Vertrag berichtet die besagt, dass sich der Kontakt bei einer bestimmten Anzahl von Spielen automatisch verlängern würde. »Der Vertrag von Oscar Wendt läuft nicht automatisch aus«, verriet Eberl damals dem Sportmagazin.

»Da ist Max der Chef« 

»Über das, was in meinem Vertrag steht und nicht, darüber spreche ich nicht. Das habe ich noch nie gemacht und werde ich auch weiterhin nicht tun«, hält sich der Schwede nachvollziehbar bedeckt und fügt an: »Mein Vertrag läuft noch bis zum Sommer und was dann passiert, weiß ich noch nicht. Wir haben eine super Hinrunde gespielt und wollen alles dafür tun, dass wir in der Rückrunde daran anknüpfen. Über meine Zukunft wird dann zu gegebener Zeit gesprochen.« Dass er allzeit dazu bereit ist, daraus macht er kein Geheimnis. »Wenn Max über meinen Vertrag reden möchte, dann machen wir das«, sagt Wendt. »Ob das morgen, übermorgen oder erst in drei, vier Monaten ist - wir werden sehen.«