FOHLENHAUTNAH
Grifo und sein Glück in Freiburg

Hecking zu Grifo: »Überrascht mich nicht«

Kurz & Knapp
15.03.2019 11:46 Uhr
Nach seinem Wechsel vom SC Freiburg zur Borussia konnte sich Grifo nicht durchsetzen. Archivfoto: Dirk Päffgen
Verfasst von Hannah Gobrecht

Es gibt diese Fußballspieler, die einen Verein verlassen, um irgendwann wieder zu diesem zurückzukehren, weil sie ihr sportliches Glück woanders nicht gefunden haben. Christoph Kramer ist dafür ein Beispiel, Vincenzo Grifo ebenfalls. Heute Abend trifft er auf seine alten Kollegen.

Im Sommer 2017 wechselte Vincenzo Grifo aus dem Breisgau an den Niederrhein, wo er seine Qualitäten nicht nachhaltig unter Beweis stellen konnte (17 Spiele/0 Tore). Also zog es ihn nur ein Jahr später zu Julian Nagelsmann nach Hoffenheim. Doch auch dort bekam er trotz Dreifachbelastung nur wenige Spielanteile. Deshalb folgte in diesem Winter die Leihe nach Freiburg zu Christian Streich. Und Streich scheint genau zu wissen, wie er seinen Schützling anpacken muss, schließlich können beide bereits auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblick.

Sieben Spiele, sechs Torbeteiligungen

Grifo spürt, dass Streich auf ihn setzt und zahlt das prompt mit guten Leistungen zurück. Sechs Scorerpunkte konnte er seit seiner Rückkehr in sieben Spielen sammeln (2 Tore/4 Assists). »Manchmal ist das so, dass man sich in einem gewissen Umfeld sehr wohl fühlt. Er hat mit Christian Streich jemanden, der ihn zu 100 Prozent unterstützt. Für diese Mannschaft ist es eine absolute Bereicherung«, betonte Hecking vor dem Wiedersehen. 

Beim Sport-Club scheint der Italiener sein Glück erneut gefunden zu haben. »Deswegen überrascht es mich nicht, dass Vincenzo Grifo jetzt wieder das spielt, weshalb wir ihn damals verpflichtet haben«, so Hecking. Grifo selbst kündigte im Vorfeld an, dass er sich auf die Partie und die Fans im Borussia-Park freue. Rückblickend auf die gemeinsame Zeit, sagte Hecking am Donnerstag: »Bei uns und in Hoffenheim hat es nicht so geklappt. Im Miteinander war es hier aber absolut in Ordnung. Dass dann mal Wünsche oder Erwartungen von beiden Seiten nicht erfüllt werden, ist im Profifußball normal. Umso schöner ist es, wenn ein Spieler dann wieder irgendwo auf sich aufmerksam machen kann, wenn er im gewohnten Umfeld ist«, unterstrich Hecking und fügte schmunzelnd an: »Vielleicht ist es die besondere Luft im Breisgau, die ihm gut bekommt.«