FOHLENHAUTNAH
Hecking spricht über glückliches Remis

Hecking: »Das hat gezeigt, dass die Mannschaft nicht tot ist«

Kurz & Knapp
05.05.2019 11:51 Uhr
Dieter Hecking bestritt am Samstag sein vorletztes Heimspiel an der Seitenlinie. Foto: Dirk Päffgen
Verfasst von AlbertSahBF

Eine gute Viertelstunde dauerte die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Dieter Hecking musste einige Fragen zur Leistung seines Teams beantworten. Anders als in der Vorwoche stellte er sich dabei schützend vor seine Truppe. Wir haben seine Aussagen zusammengefasst.

Dieter Hecking über… 

…das fehlende Selbstvertrauen seines Teams:

Wir haben im Moment nicht dieses Selbstverständnis, das uns über weite Strecken in der Vorrunde ausgezeichnet hat. Der Gegner hat uns hoch zugestellt. Wir haben lange Bälle gespielt, die postwendend zurückkamen, weil wir vorne auch nicht die kopfballstärksten Spieler haben. Dann verlierst du die Bälle, dann verlierst du die zweiten Bälle. Dann kommt die nächste Welle. Von hinten heraus haben wir im Moment nicht die Ruhe, weil das Selbstvertrauen im Moment nicht so da ist. Da braucht man nicht das Fußballlexikon zu bemühen. Das ist für mich eine einfache Erklärung. Dass wir das anders wollten, ist klar.

…die individuellen Aussetzer:

Es sind auch Menschen, die Fehler machen, die Gefühle und Emotionen haben. Mal sind sie total im Flow und mal gibt es mal Phasen, wie bei jedem hier im Raum, in denen nichts geht. Das muss man diesen jungen Menschen auch mal zugestehen. Wenn man das nicht kann, dann hat man ein Problem. Ich kann damit umgehen und versuche meine Mannschaft auf die letzten beiden Spiele vorzubereiten. Dann sehen wir, ob wir alle nächstes Jahr Borussia in Europa sehen dürfen - ihr im Stadion und ich vor dem Fernseher. 

…die schwache erste Halbzeit:

Nach den ersten zwanzig Minuten wurde es immer unkontrollierter bei uns. Zurecht kriegen wir dann das 0:1, allerdings aus einer Standardsituation heraus, was nicht passieren sollte. Bis zur Halbzeit haben wir sehr, sehr schlecht gespielt. Da gibt es keine Diskussion. Die vier, fünf Minuten in der Halbzeit mussten wir nutzen, um sie hochzuziehen. Die Köpfe waren unten. Das ist normal, wenn das Spiel gelaufen ist, wie es gelaufen ist.

…den Systemwechsel zur Pause:

Wir gehen mit zwei Verletzten aus der Halbzeit raus und haben das System gewechselt, was wir auch ohne die verletzten Spieler getan hatten. Dann braucht es ein bisschen, bis man den Spielfaden wieder aufnimmt. In der Phase hätte Hoffenheim den Sack zumachen müssen. Das haben sie nicht gemacht.

…die doppelte Aufholjagd: