FOHLENHAUTNAH
Max Eberl spricht über Borussias Transferpläne im Sommer

»Haben größtenteils schon eine gute Einigung erzielt«

Kurz & Knapp
30.05.2019 11:33 Uhr
Max Eberl ist voller Tatendrang und arbeitet mit Hochdruck und Akribie an der "neuen" Borussia. Foto: Dirk Päffgen.
Verfasst von Andreas Plum

In Marco Rose hat Borussia Mönchengladbach den neuen Trainer bereits an Bord. Mit der Verpflichtung des 42-Jährigen einher geht auch eine neue Spielidee. Dafür braucht es auch neue Spieler. Max Eberl arbeitet jetzt fieberhaft daran, das Gesicht des Kaders dafür zu verändern, wie er im Interview mit dem Lokalsender Radio 90,1 verriet.

Auf der Abgangsseite steht bisher lediglich Thorgan Hazard (zum BVB). Ein sportlicher Verlust, den es eben zu kompensieren gilt. Hier hält sich Leandro Trossard (22) vom KRC Genk (11 Tore, 4 Vorlagen in 2018/19) hartnäckig in der Gerüchteküche. 15 Millionen Euro sind da als Ablösesumme im Gespräch. Darüber hinaus sind weitere Abgänge möglich, wie Eberl durchblicken ließ. »Natürlich gibt es bei der Kaderplanung auch ein, zwei Namen, bei denen man sagt, dass es für sie schwer werden könnte. Es ist dann auch meine Aufgabe, mit den Beratern zu reden und ihnen das nahe zu bringen«, sagt Eberl. »Klar, wir versuchen im Kader auch Platz zu schaffen, um eben neue Spieler hinzuzubekommen.«

Vielleicht ist dahingehend ja Michael Cuisance so ein Kandidat für ein Ausleihgeschäft. Rose wird den Youngster aber erst ebenso unter die Lupe nehmen wollen wie Josip Drmic, dessen Vertrag am 30.06. ausläuft. Eine Verlängerung des Kontrakts scheint jedenfalls nicht ausgeschlossen. Und dann gilt es auch vielleicht schonmal Gespräche mit Fabian Johnson und Tobias Strobl zu führen, dessen Verträge in 2020 auslaufen. 

»Es ist eine Menge zu tun. Aber ich bin mit Freude und Begeisterung dabei, weil ich einfach Bock und Lust habe, eine „neue“ Mannschaft zu bauen, um in der neuen Saison den Fußball zu sehen, den sich Marco vorstellt und den wir uns alle vorstellen«, ist Borussias Manager voller Tatendrang.

Unterdessen werden die Fohlen mit Blick auf die Dreifach-„Belastung“ mit Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal ihren Kader nicht „aufblähen“. »Wir haben in den letzten zwei Jahren einen Kader gehabt, der sowohl von der Qualität als auch von der Quantität schon für Europa gereicht hätte. Die Quantität wird nicht größer werden. Wir werden tauschen, weil der Kader für uns so reicht«, so Eberl.

»Am 30. Juni geht es wieder los – hoffentlich mit einigen neuen Spielern. Aber auf jeden Fall mit einem neuen Trainer«, blickt Eberl nach vorne. Und dann darf man gespannt sein, wie Marco Rose seine neue Spielidee auf die Fohlenelf überträgt und welche neuen Borussen dazu mit an den Start gehen.