FOHLENHAUTNAH
Beim Trainingsauftakt musste er noch pausieren

Breel Embolo soll behutsam aufgebaut werden

Kurz & Knapp
01.07.2019 12:38 Uhr
War am Sonntag nur Zuschauer: Breel Embolo. FOTO: DIRK PÄFFGEN, FOHLEN-HAUTNAH.DE
Verfasst von Daniel Schichels und Alexander Plum

Borussia Neuzugang war beim Trainingsauftakt im Borussia-Park noch Zuschauer. Die rund 4.000 Fans müssen auf den ersten Auftritt des Schweizers noch etwas warten. Breel Embolo soll langsam aufgebaut werden, aktuell befindet er sich im leichten Lauftraining. Spätestens im Trainingslager möchte er ins Mannschaftstraining einsteigen.

 Kurzer Blick zurück

Die letzten drei Jahre verbrachte Breem Embolo bekanntlich bei Schalke 04. Seine Zeit war geprägt von vielen Verletzungen, dennoch bereut er diesen Schritt nicht. »Ich möchte betonen, dass ich drei schöne Jahre auf Schalke hatte. Es war eine sehr intensive und anstrengende Zeit mit meinen vielen Verletzungen«, sagte der 22-Jährige am Sonntag. Seine Leidenszeit sieht er als »dazugewonnene Lebenserfahrung«. 

Alle guten Dinge sind drei

Schon vor vier Jahren wollte Borussias-Manager Max Eberl den jungen Schweizer verpflichten, damals entschied er sich aber noch für eine weitere Saison in Basel. 2016 wechselte Embolo dann in den Ruhrpott, im dritten Anlauf klappte es nun mit seinem Engagement bei der Fohlenelf. »Ich bereue diesen Schritt und meinen Karriereverlauf aber nicht, ich würde ihn wieder so machen. Zu diesem Zeitpunkt hat für mich alles gepasst«, meint Embolo. 

Der Einfluss seiner Nati-Kollegen

Seine Nationalmannschaftskollegen hatten auch einen Anteil am Wechsel des Schweizers: »In der Schweiz ist Gladbach sehr bekannt, immerhin spielen hier einige aus der Nati. Granit Xhaka beispielsweise rät mir schon seit Jahren zu einem Wechsel zur Borussia. « Der ehemalige Spieler der Fohlenelf schwärmte «in höchsten Tönen vom Verein und diesen Eindruck kann ich bisher nur bestätigen.«

Auch der neue Trainer konnte den Offensivspieler überzeugen

Währen seines Urlaubes konnte sich auch der neue Trainer Marco Rose ein Bild von seinem zukünftigen Schützling machen. In vielen Gesprächen konnte Rose den jungen Schweizer von seiner Philosophie und von Borussia überzeugen: «Während der Urlaubszeit habe ich sehr lange mit dem neuen Trainer telefoniert. Auch den Sportdirektor Max Eberl kenne ich schon lange,  die Mannschaft hat auch nochmal ein paar Schritte nach vorne gemacht. «

Nichts wird überstürzt

Während seine neuen Kollegen eine rund 80-minütige Trainingseinheit absolvierten, musste Embolo noch mit der Rolle des Zuschauers Vorlieb nehmen. Zuletzt musste der 22-Jährige seinen Fuß rund vier Wochen lang ruhig stellen und befindet sich aktuell im leichten Lauftraining. 

Eine Maßnahme, die gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins besprochen wurde. «Ich kann jetzt nicht von Null auf 100 springen, das funktioniert nicht. Aktuell macht eine hohe Belastung für mich keinen Sinn und ist zu gefährlich. Stück für Stück wird die Intensivität erhöht und mein Ziel ist es, im Trainingslager voll ins Mannschaftstraining einzusteigen«, sagte der Schweizer zu seinem Fahrplan in den kommenden Wochen. 

Seine ersten Eindrücke vom Schaulaufen im Borussia-Park waren jedenfalls sehr positiv, schließlich kennt er «viele der neuen Kollegen schon aus der Schweizer Nationalmannschaft und von den Spielen in der Bundesliga«. Auch auf den ersten Spieltag freut sich Embolo ganz besonders, schließlich geht es gegen seine alten Schalker-Kollegen: «Chapeau, DFL. Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball.« Dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen...