FOHLENHAUTNAH
Vier Franzosen bei Borussia

Die French-Connection am Niederrhein

Kurz & Knapp
31.07.2019 11:34 Uhr
Marcus Thuram ist einer von vier Franzosen bei Borussia. FOTO: HEIKO VAN DER VELDEN, FOHLEN-HAUTNAH.DE
Verfasst von Daniel Schnichels

Mit Neuzugang Marcus Thuram spielen mittlerweile vier Franzosen bei der Borussia. Die Jugendarbeit in Frankreich ist seit Jahren gut, im Vergleich zu vielen anderen Spieler bekommt man die Talente aus unserem Nachbarland vergleichsweise günstig. Kommt in diesem Sommer mit Malang Sarr auch noch der fünfte Franzose?

Platz zwei in der Bundesliga

In der neuen Ausgabe der „Sport Bild“ liegt Borussia in einem Ranking schon mal auf dem zweiten Platz. Vier Franzosen (Plea, Cuisance, Thuram und Doucouré) spielen in der neuen Saison im Trikot von Borussia Mönchengladbach, nur Leipzig hat noch einen Franzosen mehr im Team. Insgesamt spielen in der Bundesliga 27 Franzosen, vor fünf Jahren waren es nur Sechs. 

Wann kommt Sarr?

Zuletzt bestätigte Max Eberl im Trainingslager das Interesse an Malang Sarr. Der 20-Jährige ist aktuell noch bei OGC Nizza unter Vertrag, die Verhandlungen mit dem Verein erweisen sich noch immer als schwierig. Sarr hat schon längst seinen Wechselwunsch geäußert, kommentierte auch einen Instagram-Post von Neuzugang Marcus Thuram. »Er ist ein guter Spieler. Wenn er kommen würde, wäre das super«, wird Thuram in der „Sport Bild“ zitiert.

Gute Nachwuchsarbeit unter Didier Deschamps

Seit 2012 ist Didier Deschamps Nationaltrainer in Frankreich und hat seitdem konsequent den Fokus auf die Nachwuchsarbeit gelegt: Vor allem in Sachen Dynamik machten die Nachwuchsspieler aus unserem Nachbarland einen riesigen Sprung. »Die Jugendarbeit in Frankreich ist schon seit vielen Jahren sehr gut. Früher war es jedoch so, dass viele französische Talente nach England gegangen sind. Mittlerweile schaffen wir es – und damit meine ich nicht nur Borussia, sondern auch andere Vereine -, sie für die Bundesliga zu begeistern«, so Eberl in dem Sportmagazin zum Aufschwung.

Vor allem spricht eines für die höchste deutsche Spielklasse: Die Entwicklung. In Deutschland setzten die Teams auf die Spieler, während sie in England oder Spanien neben den hoch dotierten Stars vermutlich erstmal nur auf der Bank sitzen würden. »Ein vergleichbarer Spieler aus der Bundesliga kostet 20 Millionen aufwärts«, spricht Eberl seinen Neuzugang Thuram an. 

Ob und wann Borussia nun den fünften Franzosen begrüßen darf weiß zur Zeit wohl niemand, es bleibt spannend...