FOHLENHAUTNAH
Fofana und Braaf rücken offenbar in den Fokus

Zakaria: Hat Eberl schon mögliche Alternativen im Auge?

Kurz & Knapp
21.01.2020 10:42 Uhr
Jubelt Denis Zakaria auch noch über den Sommer hinaus für Borussia? FOTO: DIRK PÄFFGEN, FOHLEN-HAUTNAH.DE
Verfasst von Daniel Schnichels

Denis Zakaria hat bei Borussia Mönchengladbach noch Vertrag bis 2022, die Fohlen haben deshalb alle Trümpfe in der Hand. Allerdings könnte schon im Sommer der vereinsinterne Transfer-Rekord geknackt werden. Deshalb sieht sich Borussia aktuell wohl in Frankreich nach einem Nachfolger um.

Max Eberl arbeitet weiter an der Zukunft von Borussia Mönchengladbach, denn mit den Vertragsverlängerungen von Yann Sommer, Laszlo Bénes, Florian Neuhaus und Christoph Kramer setzte der Sportdirektor weitere, wichtige Zeichen. Auch bei Matthias Ginter und Nico Elvedi könnten schon bald die Verlängerung ihrer 2021 auslaufenden Verträge anstehen. Eberl ist aber auch dafür bekannt, dass er Entscheidungen mit der nötigen Weitsicht und fernab der Öffentlichkeit trifft.

Fofana würde ins Beuteschema passen

Deshalb kam die Meldung aus Frankreich auch nicht allzu überraschend: Laut RMC Sport sollen einige europäische Klubs hinter Youssouf Fofana her sein. Atalanta Bergamo hat scheinbar schon ein konkretes Angebot über 13,00 Millionen Euro abgegeben. Neben dem AC Mailand soll eben auch noch Borussia Interesse am 21-Jährigen haben. Aktuell ist er noch beim französischen Klub Racing Straßburg unter Vertrag und soll dort auf jeden Fall die Saison zu Ende spielen.

Fofana gilt als hochtalentiert und ist beidfüßig. Dazu ist er noch technisch versiert und spielt überwiegend im zentralen Mittelfeld und bekleidete auch schon die Rolle des Sechsers im defensiven Mittelfeld. Heißt also konkret: Er spielt auf der Position von Denis Zakaria. Der Marktwert des Franzosen schoss binnen einen Jahres von 1,50 auf 6,00 Millionen Euro, ein Indiz dafür, dass sich der 21-Jährige stark entwickelt hat.

»Strategische Entscheidung« bei Zakaria

Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich Max Eberl schonmal langsam auf die Suche nach einem Nachfolger für Zakaria macht. Zwar hat der Schweizer am Niederrhein noch einen Vertrag bis 2022, doch eine Vertragsverlängerung lässt aktuell noch auf sich warten, auch wenn Zakaria diese jüngst nicht ausschloss. Dennoch betonte Borussias Sportdirektor noch im Trainingslager, dass die Fohlen »in einer Situation sind, in der wir strategisch und keine Not-Entscheidung fällen« müssen.

Trotzdem steht man am Niederrhein vor einer »strategischen Entscheidung«: Die Angebote für Zakaria werden nach seiner starken Saison im Sommer wohl nur so eintrudeln, dann winkt Borussia eine Rekord-Summe. Bisher ist Granit Xhaka mit 45,00 Millionen Euro der teuerste Spieler, den die Fohlen jemals verkauft haben. Der Marktwert von Zakaria, der wohl keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag besitzt besitzt, beträgt jetzt schon 45,00 Millionen Euro. Diese Summe dürfte bei einem Verkauf im Sommer wohl nochmal in die Höhe schießen.

Eine weitere Option wäre es, Zakaria noch bis zum Sommer 2021 zu behalten. Auch dann könnte Borussia noch eine gute Transfersumme für den Schweizer erzielen, allerdings dürfte diese bei einer Vertragslaufzeit von nur noch einem Jahr nicht mehr ganz so hoch ausfallen, denn dann haben die Fohlen Druck: Verkaufen Sie den Spieler, oder verzichten sie auf eine Summe und behalten den Spieler noch für ihn Jahr. 

»Wir können bewusst die Entscheidung fällen, dass viele Geld zu nehmen und haben dann ein paar Spieler in petto, mit denen wir den Kader anders und breiter aufstellen können. Oder sagen wir, dieser eine Spieler ist so extrem wichtig, dass wir auf das Geld verzichten und versuchen, mit kleineren Transfers den Kader breiter und qualitativ besser zu machen«, sprach Eberl das Thema schon im Wintertrainingslager an.

Eine Option für die Zukunft könnte dann auch Jayden Braaf sein: Schon gestern trudelte die Meldung ein, dass sich Borussia für den 17-jährigen Niederländer von Manchester City interessiert. Zwar hat Braaf bei den „Citizens“ noch einen Vertrag bis 2023, doch er möchte frühzeitig die Weichen für seine Zukunft stellen.