Roland Virkus zu Gast im Fohlenpodcast (Teil 2)
Virkus erinnert sich an ter Stegen: »Trainer, ich spiele«
127-Mal lief Marc-André ter Stegen für die Fohlenelf auf. Archivfoto: Dirk Päffgen
  Kurz & Knapp
09.07.2018 15:42 Uhr
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Verfasst von Hannah Gobrecht

Nachdem wir gestern die Aussagen von Roland Virkus im Fohlenpodcast zu Yunus Malli, Amin Younes, Julian Korb und Marcell Jansen zusammengefasst haben, geht es im zweiten Teil um das Aushängeschild des Fohlenstalls: Marc-André ter Stegen, den Virkus einst vor einem Jugendturnier erstmalig in seine Mannschaft hochzog.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Torhüter profitieren nicht nur im Profibereich von Ausfällen der etatmäßigen Nummer Eins des Klubs. Auch im Jugendbereich öffnen sich durch Verletzungen manchmal frühzeitig die Türen zu der nächsthöheren Mannschaft. Das war in der vergangenen Saison bei Borussia Mönchengladbach beispielsweise in der U19 der Fall, als sich Franz Langhoff einen doppelten Wirbelbruch zugezogen hatte und sich der eigentliche Torhüter der U17, Jan Olschowsky, in den letzten fünf Spielen in Borussias ältester Jugendmannschaft beweisen durfte.

Ter Stegen überzeugt Virkus sofort

Ähnlich war es bei Marc-André ter Stegen, wie Virkus, der damals die U15 des VfL trainierte, berichtet. »Ich hatte ein Torhüterproblem in der C-Jugend, weil mir jemand ausgefallen ist. Wir mussten zu einem großen Turnier zu Werder Bremen, das ich unbedingt gewinnen wollte. Da hat mir ein Kollege gesagt, dass in der U14 ein Torhüter ist, den ich mitnehmen könnte. Dann habe ich mir den angeguckt und gedacht: Der ist aber klein. Er war damals nicht ganz klein, aber eben kleiner«, erinnert sich Virkus und fährt fort. »Dann habe ich ihn vor dem Turnier mit ins Abschlusstraining genommen und muss dann ganz ehrlich sagen, dass ich gedacht habe, dass der ja besser ist als unser Torhüter, den ich eigentlich habe.«

Ter Stegen wusste sofort zu überzeugen. Doch für Virkus entstand dadurch gleichzeitig ein Problem. »Dann habe ich gesagt, dass meine eigentliche Nummer zwei spielt und Marc das letzte Gruppenspiel und das Endspiel macht«, so Virkus, der nicht zwingend damit rechnete, das Finale tatsächlich zu erreichen. »Was passiert? Er hält im Gruppenspiel super. Wir kamen ins Halbfinale, das gewannen wir und alle guckten zu mir und dachten sich: So, jetzt hast du ein Problem. Und ich sagte, dass ich keines habe, weil Marc spielen würde. John Werner, der Betreuer bei uns war, hat zu mir gesagt: Hast du einen Schaden? Du willst doch das Turnier gewinnen«, erzählt Virkus. Doch er hatte eine überzeugende Antwort parat. »Ja eben. Deshalb spielt er«, entgegnete er. »Marc hat gespielt, hat überragend gehalten und wir haben gegen Bayer Leverkusen gewonnen, obwohl wir fußballerisch die schlechtere Mannschaft waren. Wir haben das Spiel wegen des Torhüters gewonnen.«

»Seit diesem Endspiel war er bei«

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