FOHLENHAUTNAH
Hecking fordert weiterhin Geduld bei Plea

Hecking: »Es kann sein, dass Tobi Sippel spielt«

Kurz & Knapp
17.08.2018 14:43 Uhr
Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Freitag. Foto: Dirk Päffgen
Verfasst von Hannah Gobrecht

Bei der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel beim BSC Hastedt wollte sich Dieter Hecking am Freitagmittag wie gewohnt nicht in die Karten blicken lassen. So wollte er sich weder auf Jordan Beyer oder Mandela Egbo als möglichen Rechtsverteidiger festlegen, noch bestätigte er, dass Yann Sommer das Tor hüten wird.

Zwei Trainingseinheiten (Freitag, 15:30 Uhr und Samstag, 12 Uhr) bleiben Dieter Hecking und der Fohlenelf noch, ehe das erste Pflichtspiel der Saison 2018/19 vor der Tür steht. Am Samstag wird sich die Mannschaft auf den Weg nach Bremen machen, wo sie am Sonntagabend um 18:30 Uhr im DFB-Pokal beim Fünftligisten aus Hastedt antreten wird.

»Werden gefühlt 80 Prozent Ballbesitz haben« 

Ein Selbstläufer, das betont Hecking, wird die Partie nicht. »Es ist ein DFB-Pokalspiel. Da kannst du nicht mal eben sagen, wir fahren dahin und gewinnen. Da sammelst du schon deine Informationen über die Spielidee des Trainers und bist mal vor Ort. Es ist gut, dass wir auf Platz 11 des Weserstadions spielen, der Rasen ist in der Regel gut«, so Hecking über die Vorbereitung auf das Spiel gegen den Underdog. »Für sie ist es das Spiel des Jahres bzw. des Jahrzehnts. Sie werden uns läuferisch und kämpferisch alles abverlangen. Dass wir gefühlt 80 Prozent Ballbesitz haben werden - dafür brauche ich kein Prophet zu sein. Aber dann müssen wir aus dem Ballbesitz auch die Kreativität entwickeln, die man von uns erwarten kann.«

Systemwechsel nicht überbewerten 

Dass die Fohlenelf erstmals im neuen 4-3-3-System auflaufen wird, ist wahrscheinlich, denn in dieser Woche ging Hecking im Training erneut gezielt auf die Spielzüge, gerade was die Offensive angeht, ein. »Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Ich hänge das ganze Thema mit dem Systemwechsel gar nicht so hoch. Gewisse Abläufe werden sich auch erst im Lauf der Saison richtig einstellen. Natürlich hoffen wir, dass wir eine gute Basis gelegt haben. Dass das noch nicht alles bei 100 Prozent ist, wissen wir. Das wird sich im Laufe der ersten Spiele noch besser einstellen«, erwartet er. 

Beyer oder Egbo?

Auf welches Personal er dabei setzen wird, verriet Hecking wie gewohnt nicht. In der Viererkette scheinen Oscar Wendt, Tony Jantschke, Matthias Ginter und Jordan Beyer die Nase vorn zu haben. Das Debüt des 18-jährigen Beyer wollte Hecking jedoch nicht ankündigen, denn theoretisch käme für diese Position auch noch Mandela Egbo infrage » Beide haben es in der Vorbereitung gut gemacht. Jordan war in den letzten Tagen zurecht in aller Munde, aber auch Mandela Egbo hat einen Schritt nach vorne gemacht.« Vor der Abwehr könnten Tobias Strobl, Florian Neuhaus und Jonas Hofmann agieren - so ließ Hecking unter der Woche zumindest zeitweise trainieren. Für die vordere Reihe scheinen Patrick Herrmann und Fabian Johnson auf den Außenbahnen vorerst gesetzt zu sein. Sie sollen Raffael im Zentrum in Szene setzen.

»Die Gedanken sind frei«

Ob Yann Sommer, den Hecking in dieser Woche zum Vize-Kapitän ernannt hat, im Tor stehen wird oder ob Tobias Sippel im Pokal spielen wird, ließ der Cheftrainer ebenfalls offen. »Die Gedanken sind frei, auch was die Torwartposition angeht. Wir sind im Austausch mit den Torwarttrainern. Es kann durchaus sein, dass Tobi Sippel spielt.« Damit könnte Sippel vor dem Saisonstart Spielpraxis in einem Pflichtspiel sammeln. Auf der anderen Seite würde Sommer eine Woche vor dem Bundesligaauftakt ein letzter Härtetest ebenso guttun.

Noch nicht zum Zuge kommen wird eventuell Alassane Plea. Bei dem Franzosen ist ein wenig Geduld gefragt, wie Hecking bereits mehrfach angekündigt hat. »Inwieweit er am Sonntag schon zum Einsatz kommt, lasse ich offen. Für alle Neuzugänge gilt: Sie müssen sich akklimatisieren, sie kommen in ein neues Umfeld und aus Ligen, die in der Breite vielleicht nicht so gut aufgestellt sind wie die Bundesliga und brauchen deshalb eine gewisse Eingewöhnungszeit. Gestern hat er mir wieder im Training gezeigt, dass wir mit ihm einen Spieler haben, der Spiele entscheiden wird.«