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Kommentar zur Vertragsverlängerung

Richtig und wichtig

Kommentar
23.11.2018 16:56 Uhr
Max Eberl lotste Dieter Hecking im Dezember 2016 an den Niederrhein. Nun wurde der Vertrag vorzeitig verlängert. Archivfoto: Heiko van der Velden
Verfasst von Hannah Gobrecht

Dieter Hecking und Max Eberl haben das anhaltende Thema einer möglichen Vertragsverlängerung in der Länderspielpause in Ruhe vom Tisch geräumt. Dabei spricht vor allem die Vertragslaufzeit für die besonnene und unaufgeregte Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportdirektor.

Was in der Länderspielpause auf Papier gebracht wurde, ist die logische Konsequenz der geleisteten Arbeit von Dieter Hecking und seinem Trainerteam in den letzten sechs Monaten. Die Veränderungen, die vorgenommen wurden, sind klar erkennbar. Die Fortschritte, die die Spieler, der Klub und der Trainer selbst gemacht haben, tragen sichtbar zum Erfolg bei.

Trotz des anhaltenden Aufwärtstrends bleiben die Verantwortlichen demütig, ruhig und realistisch. Wie sehr sich Eberl und Hecking schätzen, war nicht nur in der abgelaufenen Rückrunde zu bemerken, als es sportlich kriselte. Auf der heutigen Pressekonferenz berichteten beide von konstruktiven und sehr vertrauensvollen Gesprächen, nach denen eigentlich ein einfacher Handschlag ausgereicht hätte, um die Verlängerung zu besiegeln. Ganz so einfach war es dann doch nicht, denn für eine Fortführung der Zusammenarbeit benötigt es ein Schriftstück.

Für beide Seiten die perfekte Lösung

Dieses hat Dieter Hecking nun unterzeichnet. Während andere Trainer ein sportliches Hoch gerne mal ›ausnutzen‹, um sich bequem mit einem Zwei- oder Dreijahresvertrag auszustatten, wählt Hecking eine nur zwölfmonatige Laufzeit. Er betont dabei immer wieder, dass er eine Absicherung in Form eines Langzeitvertrages, die gerade in finanzieller Hinsicht bei einer vorzeitigen Kündigung nicht unerheblich ist, nicht benötige.

Das macht es Max Eberl leicht, den gemeinsam eingeschlagenen Weg fortzusetzen und den Vertrag zum jetzigen Zeitpunkt zu verlängern. Dass er seinen Chefcoach nicht mit einem längeren Vertrag ausstattet, ist kein Misstrauensvotum. Im Gegenteil: Es ist eine weitere Wertschätzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit. 

Dass die Thematik und die Fragen nach einer weiteren Verlängerung im Spätherbst 2019 wieder aufkommen könnten, stört beide Parteien nicht. Denn sollte Hecking bis dahin seine Arbeit weiterhin erfolgreich fortgeführt haben, werden die Gespräche ähnlich offen sein wie dieses Mal. Kommt es zur vorzeitigen Auflösung des Vertrages, ist das finanzielle Risiko für den Klub überschaubar.

Planungssicherheit hat jetzt nicht nur der Verein, sondern auch die Spieler. Vor allem mit Hinblick auf kommende Transfers ist dies nicht unbedeutend, denn hinter verschlossenen Türen laufen die Kaderplanungen für die neue Spielzeit bereits auf Hochtouren.

Gemeinsam können Max Eberl und Dieter Hecking jetzt weiter daran arbeiten, dass die sportliche Entwicklung von Borussia Mönchengladbach möglichst kontinuierlich fortgesetzt wird - dazu gehört auch die Bewältigung von Rückschlägen, die es mit aller Wahrscheinlichkeit in der laufenden Spielzeit ebenfalls noch geben wird…