Fohlen müssen auf alles vorbereitet sein
Hecking: »Trainerwechsel wird etwas bewirken«
Dieter Hecking muss erneut um den Einsatz von Nico Elvedi bangen. Archivfoto: Heiko van der Velden
  Vorbericht
26.04.2019 13:51 Uhr
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Verfasst von Hannah Gobrecht

Nach dem Abschlusstraining am heutigen Freitag reisen die Borussen zum VfB Stuttgart. Der dortige Trainerwechsel verändert die Vorbereitung auf diese Partie und die Fohlen müssen auf alle Eventualitäten eingestellt sein.

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Beim VfB Stuttgart drehte sich in dieser Woche alles um die Thematik des Trainerwechsels. Nach der 0:6 Pleite gegen den FC Augsburg und der Freistellung von Trainer Markus Weinzierl hat der U19-Trainer Nico Willig das Zepter übernommen. »Ob man das, was er dort gemacht hat, aber 1:1 auf die Profis übertragen kann, bleibt abzuwarten. Er möchte natürlich seine Spielidee einbringen, ob das aber schon innerhalb von einer Woche gelingt, ist die große Frage. Er hat bei der U19 zum Teil Fünferkette spielen lassen, in den letzten Spielen aber auch mit Viererkette«, erklärte Dieter Hecking gestern im Vorfeld der Partie.

»Schwierig einzuschätzen«

Der bisherige Junioren-Coach soll dem VfB in den letzten vier Spielen zumindest die Relegation sichern. Unabhängig davon, welche Taktik der neue Trainer gegen die Hecking-Elf wählen wird, bereitet Hecking seine Mannschaft auf die gängigen Effekte eines Trainerwechsels vor. »Das wird etwas bewirken. Der neue Trainer wird von seiner Mannschaft Mentalität sehen wollen und diese wahrscheinlich auch bekommen«, ist sich Hecking sicher. »Deshalb ist es für uns ein bisschen schwierig, das alles einzuschätzen.« Denn wie üblich kann ein neuer Trainer bei seinen Spielern Kräfte freisetzen, die in den Monaten zuvor verborgen schienen. 

Das Spiel bei den Schwaben sollten die Fohlen dennoch zwingend gewinnen, um am darauffolgenden Spieltag gegen die TSG Hoffenheim nicht noch mehr unter Druck zu stehen als es ohnehin schon der Fall sein wird. Einen Unterschied, was die Einstellung seiner Truppe betrifft, will Hecking in den beiden Spiele nicht sehen. »Ob man gegen Stuttgart oder Hoffenheim spielt, ist egal. Von der Einstellung her darf sich da nichts ändern. Die Herangehensweise ist vielleicht ein bisschen anders. Stuttgart hat noch nicht das Selbstvertrauen wieder, das sie vielleicht bräuchten«, hofft er.

Denn gerade nach den sechs Gegentoren beim direkten Konkurrenten aus Augsburg könnte ein entschlossener Auftritt der Borussen den Stuttgartern den Zahn ziehen, um mit einem Auswärtserfolg in die letzten drei Partien zu gehen. »Für Hoffenheim und Dortmund geht es, wie für uns auch, um die internationalen Plätze. Von daher ist es erstmal schön, dass wir in den letzten vier Spielen nur Spiele haben, in denen es für alle Mannschaften noch sehr viel geht«, betont Hecking. 

»Das steht über allem«

Das Erreichen der internationalen Plätze hat für ihn nach wie vor oberste Priorität. »Das werden sicherlich hochspannende, hochinteressante Spiele, in denen wir natürlich auch unsere Ziele erreichen wollen. Das steht über allem. Da ist es egal, ob du gegen Abstiegskandidaten spielst oder gegen Mannschaften, die oben mit dabei sind. Wir wollen unsere Ziele erreichen und ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen werden«, so Hecking. »Deshalb bin ich froh, dass wir gegen Mannschaften spielen, bei denen wir wissen, dass sie unter Strom stehen und ihr Potenzial abrufen müssen. Ein Selbstläufer wird keines der vier Spiele.« 

Fragezeichen hinter Elvedi 

Neben Raffael (Wadenzerrung) werden Kapitän Lars Stindl (Schienbeinbruch), Michael Lang (muskuläre Probleme im Hüftbereich) und Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Muskelbündelriss) in Stuttgart fehlen. Der Einsatz von Nico Elvedi, der bereits gegen RB Leipzig mit einer schweren Prellung am Unterschenkel ausgefallen war, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Sollte der Schweizer nicht rechtzeitig fit werden, wird er wohl erneut von Routinier Tony Jantschke ersetzt.

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