FOHLENHAUTNAH
Vor dem Auswärtsspiel in Mainz

»Wir werden die richtige Haltung und gute Lösungsmöglichkeiten benötigen«

Vorbericht
22.08.2019 16:55 Uhr
Marco Rose will mit den Fohlen seinen Kumpel Sandro Schwarz und Mainz schlagen. Foto: Heiko van der Velden / Amafuma.de
Verfasst von Daniel Schnichels

Am Samstag bestreitet Borussia Mönchengladbach das erste Auswärtsspiel der noch jungen Bundesliga-Saison. Und der Bundesliga-Spielplan wollte es so, dass gleich am 2. Spieltag zwei echte Freunde aufeinandertreffen. So stehen sich Marco Rose und Sandro Schwarz gegenüber. Vor dem spiel beim 1. FSV Mainz 05 sprach Marco Rose natürlich auch über seinen Kumpel Sandro Schwarz.

Gute Bilanz gegen Mainz

Die Vorzeichen auf die ersten drei Punkte stehen zumindest laut Statistik nicht schlecht: Seit sechs Bundesligaspielen ist die Fohlenelf gegen die Mainzer ungeschlagen und ließ nur zwei Gegentreffer zu. Die Rheinhessen konnten sogar nur zwei der letzten 16 Bundesliga-Duelle für sich entscheiden. Zudem kassierte der FSV in Freiburg die höchste Auftakt-Niederlage ihrer Bundesligageschichte (0:3).

Marco Rose über: 

…die personelle Lage:

Verletzungsbedingt müssen wir auf Jonas Hofmann (Innenbandriss im Knie), Tobias Strobl (Knieprobleme), Torben Müsel (arthroskopischer Eingriff am Knie), Lars Stindl und Julio Villalba (beide im Aufbautraining) verzichten. Christoph Kramer trainiert seit Beginn dieser Woche wieder mit der Mannschaft und steht uns somit wieder zur Verfügung. Ob Ramy Bensebaini ebenfalls im Kader stehen wird, haben wir noch nicht final entschieden. Grundsätzlich braucht er noch ein bis zwei Wochen, um spielfähig zu sein, aber wer weiß, was sich bis Samstag noch tut.

…seine Zeit als Spieler in Mainz:

In meinem ersten Jahr in Mainz hat uns nur ein Tor zum Aufstieg gefehlt, das war eine ganz bittere Erfahrung. Aber aus dieser Zeit habe ich viel mitgenommen. Nämlich, dass es sich immer lohnt, dranzubleiben, nicht aufzugeben und man irgendwann für harte Arbeit belohnt wird. Im darauffolgenden Jahr sind wir mit einer deutlich schlechteren Punktausbeute hoch gegangen. Inzwischen ist Mainz ein gestandener Bundesligist, den Grundstein dazu haben wir mit dem damaligen Aufstieg gelegt.

…den kommenden Gegner:

Wir treffen auf einen Gegner, der mit und gegen den Ball eine gute Struktur hat. In welchem System die Mainzer spielen, müssen wir abwarten. Was aber ganz sicher auf uns zukommen wird, ist, dass die Mainzer nach den jüngsten Ergebnissen im ersten Heimspiel der Saison sehr aggressiv auftreten und kämpferisch alles reinhauen werden. Wir werden die richtige Haltung und gute Lösungsmöglichkeiten benötigen, um ihre gute Struktur aufzubrechen.

…sein Verhältnis zu Mainz-Coach Sandro Schwarz:

Dass wir beide seit vielen Jahren eng befreundet sind, darüber wurde in den vergangenen Tagen ausführlich berichtet. Aber ich möchte hier noch einmal betonen, dass es am Samstag nicht um Sandro Schwarz gegen Marco Rose oder um unsere Freundschaft geht. Wir haben unseren Vereinen eine Verantwortung gegenüber und nur darum wird es Samstag in den 90 Minuten gehen.

…die Entwicklung der neuen Spielidee:

Wir befinden uns in einem Prozess. Wie weit wir damit sind, kann man nicht in Prozenten ausdrücken. Es wird Spiele geben, in denen es über weite Strecken sehr gut aussehen wird, und es wird auch wieder Spiele geben, in denen wir wieder einen Schritt zurück machen. Aktuell machen wir im Spiel gegen den Ball große Fortschritte, verlieren dann aber oftmals die Ruhe am Ball. Diese Phase des Prozesses machen wir gerade durch. Da müssen wir ansetzen, um irgendwann ein gutes Gleichgewicht in allen Spielphasen zu haben.