FOHLENHAUTNAH
Erleichterte Borussen nach Krampf-Sieg in Sandhausen

»Wir haben alles dagegengestemmt, was ging«

Nachbericht
10.08.2019 09:46 Uhr
Nach dem Spiel zeigten sich die entkräfteten Borussen erleichtert. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de
Verfasst von Andreas Plum

Borussia Mönchengladbach hat die erste Hürde im DFB-Pokal erfolgreich genommen. Der 1:0-Sieg beim SV Sandhausen war für die Fohlenelf buchstäblich knapp und hart erkämpft, da waren sich alle Beteiligten hinterher einig.

Eine Runde weiter. Das war das Positivste an einem Abend, der auch buchstäblich ins Wasser hätte fallen können. Mit 45 Minuten Verspätung begann die Partie am Hardtwald, über dem sich vor dem geplanten Anpfiff um 20:45 Uhr ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigeren Regenfällen ergoss. Und da es im Zuge dessen Sicherheitsbedenken gab, stand eine Spielabsage durchsaus im Raum. »Wir haben eigentlich damit gerechnet, dass das Spiel abgebrochen wird und irgendwann angepfiffen wird«, sagte Max Eberl. »Man hat Glück gehabt, dass das zweite Gewitter nicht über das Stadion gezogen ist, sondern ein Stück weit daneben, und dann hat man das Risiko gehen können.«

Am Ende der Wasserschlacht hatten dann die Borussen das bessere Ende für sich. Aber es war das erwartet harte Stück Arbeit gegen einen Zweitligisten, mit dem die Borussen kaum zurecht kamen und wenig vom dem zeigten, was sich Marco Rose für die neue Spielzeit vorstellt. »Wir brauchen nicht drumherumreden, dass wir kein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben noch nicht zu 100 Prozent das umgesetzt, was der Trainer von uns sehen will«, brachte es Tobias Strobl auf den Punkt. »Mit dem Ball haben wir noch nicht das gespielt, was wir können. Uns ist klar, dass wir weiter arbeiten müssen.«

Thuram macht den Unterschied

Apropos arbeiten. Das mussten die Borussen über 96 Minuten hinweg, um den gerade in der zweiten Hälfte spielbestimmenden Zweitligisten in Schach zu halten. Da hatten die Sandhäuser vor allem die größeren Kraftreserven und waren drauf und dran, sich in die Verlängerung zu retten. »Der Gegner hat physisch unheimlich viel investiert, hinzu kamen die schwierigen äußeren Bedingungen«, sagte Marco Rose und Matthias Ginter sagte: »Sandhausen hat am Ende alles nach vorne geworfen. Es war ein Riesenspiel für unseren Gegner. Großes Lob für den Kampf, den Sandhausen geboten hat.«

Doch am Ende reichte es für den SVS deshalb nicht, weil Marcus Thuram in der 19. Minute das Tor des Abends geschossen hatte. Und das hat eben an diesem Abend den Unterschied gemacht. »Wir haben einen Stürmer, der aus einer Chance ein Tor macht – das hat die Partie entschieden«, stimmte Eberl zu. Dazu kam abermals Yann Sommer, der die eine und andere gute Möglichkeit des Zweitligisten entschärfte.

Hauptsache weiter, 526.500 Euro für die Kasse

In der Schlussphase wehrten sich die Borussen dann mit vereinten Kräften und schleppten sich ins Ziel. »Unsere Jungs haben gut dagegengehalten. Sie sind immer wieder aufgestanden. Das muss man ihnen auch hoch anrechnen«, lobte Eberl.

Unter dem Strich durften sich Borussen also über den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals, die Ende Oktober ausgespielt wird, sowie über ingesamt 526.500 Euro (175.500 Euro für die 1. und 351.000 Euro für das Erreichen der 2. Hauptrunde, Anm. d. Red.) aus den Vermarktungserlösen nebst geteilten Zuschauereinnahmen aus beiden Runden freuen. 

Und genau darum ging es an diesem Abend, der allerdings noch viel Sand im Getriebe gezeigt und Arbeit hervorgebracht hat. »Wir haben alles dagegengestemmt, was ging. Wir sind froh, dass wir eine Runde weitergekommen sind«, zeigte sich Ginter zu später Stunde erleichtert.  »Wir haben den Kampf angenommen. Im Endeffekt ist es ein Ergebnissport. Wir haben 1:0 gewonnen und sind eine Runde weitergekommen – das ist alles, was zählt«, stimmte Strobl zu.

»Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir unser erstes Pflichtspiel gewonnen haben. Dass es ein hartes Stück Arbeit war, hat, glaube ich, jeder gesehen. Natürlich hatten wir noch einige Abstimmungsprobleme, auch das Thema Kraft hat eine Rolle gespielt«, resümierte Marco Rose und wusste: »Doch am Ende können wir positiv mitnehmen, dass wir die nächste Runde erreicht haben. Wir wissen aber auch, dass in den nächsten Wochen auch noch viel Arbeit auf uns wartet…«

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