Borussia überzeugt erneut im eigenen Stadion
Eberl: »So stellt man sich Borussia Mönchengladbach vor«
Die Borussen bejubeln das 2:0 durch Nico Elvedi. Foto: Dirk Päffgen
  Nachbericht
06.05.2018 11:30 Uhr
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Verfasst von Hannah Gobrecht

Strahlender Sonnenschein, 90 Minuten attraktiver Fußball, drei Tore für den VfL - die Rahmenbedingungen für einen Sieg waren bei Borussia Mönchengladbach in dieser Saison schon deutlich schlechter. Folglich honorierten die Zuschauer die gezeigte Leistung nach Abpfiff mit viel Applaus und stimmten „Die Seele brennt“ an. Alle Beteiligten zeigten sich nach dem dritten Heimsieg hintereinander zufrieden.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Dieter Hecking musste sein Team auf vier Positionen verändern und baute vor der Abwehr auf Tobias Strobl, der nach 19 Minuten an der ersten entscheidenden Aktion beteiligt war. Sein langer Pass landete punktgenau im Lauf von Thorgan Hazard, der Alexander Schwolow umkurvte und aus spitzem Winkel zur Führung einschob. »Wir machen ein sehr schönes Tor nach einem super Pass von Tobi Strobl. Das sind genau die Bälle, für die er heute auch auf dem Platz gestanden hat«, lobte Hecking den ersten Startelfeinsatz seines Schützlings. Tatsächlich war Strobl nicht anzumerken, dass er monatelang verletzt war. Max Eberl sah das ähnlich: »Tobi Strobl hat vor der Abwehr Stabilität gegeben und einen ganz ruhigen Part gespielt. Das tut uns gut.«

Ziel waren zehn Tore und zehn Vorlagen

Thorgan Hazard ließ sich für seinen 10. Saisontreffer feiern. Damit ist er vor Raffael (9 Tore) der Top-Torjäger der Borussia. Hazard unterstrich nach der Partie seine Ansprüche und betonte, dass in dieser Saison durchaus hätte öfter treffen müssen: »Ich kann mehr machen und hatte in dieser Saison viele Torchancen. Ich hab vor der Saison mit Max [Eberl, Anm. d. Red.] gesprochen. Mein Ziel waren zehn Tore und zehn Vorlagen. Ich muss also weiter an mir arbeiten. Ich habe viele Torchancen und könnte auch 15 Tore erzielt haben. Mein Maximal-Level habe ich noch nicht erreicht.«

»Die Mannschaft hat immer wieder eine Antwort gefunden«

Nach der Führung hatte der VfL das Spiel weiter im Griff. Kurz vor der Pause hatte Matthias Ginter das Pech, dass sein Kopfball nach einer Ecke nur an den Querbalken knallte. »Wir hatten es schon früher entscheiden können. Wir hatten zwei Aluminiumtreffer und waren dreimal alleine vor dem Torwart«, monierte der Innenverteidiger, der im Spiel selbst auf drei Torschüsse kam. Nach der Pause hatte zunächst Mickael Cuisance die große Chance, sein Versuch wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Nach 57 Minuten klappte es dann mit einem Tor nach einer Ecke: Jonas Hofmann brachte den Ball in den Strafraum, wo sich Nico Elvedi hochschraubte und zum 2:0 einnickte. »Ich habe gesehen, dass der Ball ein bisschen länger kommt und habe mich vom Gegenspieler gelöst. Dann habe ich ihn perfekt getroffen«, sagte der Torschütze nach seinem zweiten Saisontreffer. Keine zwei Minuten später kamen die Gäste jedoch zum Anschlusstreffer, ebenfalls nach einer Ecke. »Ärgerlich ist, dass wir nach dem 2:0 im Gegenzug direkt den Gegentreffer kassieren. Die Mannschaft hat aber immer wieder eine Antwort gefunden. Freiburgs Torhüter Schwolow hat uns noch das eine oder andere Tor versaut.«

Keine Chance hatte Schwolow in der 64. Minute. Tony Jantschke brachte eine Flanke aus dem Halbfeld auf den Kopf von Drmic, dem mit dem 3:1 die Vorentscheidung gelang. Zufall war dieser Treffer nicht, wie der Schweizer in den Katakomben des Stadions erläuterte: »Tony und ich haben im Training Flanken geschlagen. Da hat es geklappt und heute im Spiel dann wieder«, grinste er zufrieden. »Ich bin einfach nur happy, dass es heute wieder geklappt habe. Ich denke, das ist eine Belohnung für die harte Arbeit, die ich hinter mir habe. Das zeigt mir, dass ich auf einem guten Weg bin. Jetzt steht noch ein Spiel vor mir und vielleicht habe ich da auch wieder die Chance, von Beginn an aufzulaufen«, gab er sich hoffnungsvoll.

»So kenne ich den Borussia-Park«

Die Hoffnung, durch einen Sprung auf Platz 7 am letzten Spieltag noch Chancen auf den Europapokaleinzug zu haben, ist bei den Borussen noch da. Dem Anhang war das nach Abpfiff jedoch reichlich egal, denn sie feierten die Mannschaft für eine engagierte und gelungene Leistung. Dadurch gab es erstmals unter Dieter Hecking drei Heimsiege in Folge. Die Stimmung wurde schon gegen den VfL Wolfsburg gelobt, Matthias Ginter war auch gestern wieder erfreut. »Die letzten zwei Spiele war es super und so wie ich es eigentlich auch kenne im Borussia-Park. Wir sind sehr, sehr froh, dass uns so ein Abschluss gelungen ist.« Dem pflichtete der Sportdirektor Max Eberl bei: »So wie wir als Mannschaft agiert haben und wie der Borussia-Park die letzten zwei Spiele war- das ist das, wie man sich Borussia Mönchengladbach vorstellt, wie die ganze Nation Borussia Mönchengladbach kennt und darauf können wir auch wieder stolz sein und dann sieht man, was in diesem Stadion möglich ist.«

Spielfreudig und spritzig zeigte sich die Fohlenelf, die gegen den abstiegsbedrohten SC Freiburg den Sieg nicht mehr anbrennen ließen. Dass es am letzten Spieltag in Hamburg nochmal eine ganz andere Nummer wird, weiß Matthias Ginter: »Wir haben jetzt unser kleines Endspiel in Hamburg und müssen uns auch mental darauf vorbereiten, dass 55.000 gegen uns sein werden und viel kämpfen werden, teilweise um die Existenz. Dann versuchen wir drei Punkte mitzunehmen. Es ist nicht die beste Ausgangssituation. Wir können nicht alles beeinflussen, aber wir können unsere Leistung beeinflussen und das ist das Wichtigste, dass wir das auf den Platz bringen. Im Fußball ist schon viel passiert und ich glaube, dass nichts unmöglich ist.«

Hochemotionaler Nachmittag in Hamburg

Durch die Siege der direkten Konkurrenten hat sich im Tabellenbild nach dem 33. Spieltag nichts getan. Max Eberl war es trotzdem wichtig, die theoretische Chance auf den siebten oder sechsten Platz aufrecht zu erhalten: »Wir haben am letzten Spieltag immer noch eine Chance etwas zu erreichen. Es ist nicht so, dass wir nichts erreicht haben. Wir sind heute im Rennen geblieben und wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass wir am 34. Spieltag, auch wenn die Chance klein zu sein scheint, die Möglichkeit haben, etwas zu schaffen. Dafür müssen andere verlieren, aber trotzdem sind wir noch mit dabei. Jetzt kannst du nach Hamburg fahren, was ein hochemotionaler Nachmittag werden wird. Das wird eine große Aufgabe. Aber wir fahren hin, um zu gewinnen.«

Mit einem Auswärtssieg in Hamburg hätte die Elf vom Niederrhein zehn Punkte in den letzten vier Spielen eingefahren und für einen versöhnlichen Saisonabschluss gesorgt, selbst wenn es bei der derzeitigen Position in der Tabelle bleibt. »Die Konstellation ist klar. Wir müssen gewinnen, um vielleicht die kleine Chance zu erhalten. Das sind die Dinge, die wir jetzt angehen werden«, gab Dieter Hecking den Plan für die Vorbereitung auf das letzte Spiel vor.

Die Bilder zum Spiel und von der Verabschiedung von Christopher Heimeroth und Reece Oxford gibt es in einer Fotostrecke für Euch: hier klicken

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