Testspiel: VfB Lübeck – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)
2:0! Borussia gewinnt ersten Test der ‚Nordic-Tour’
Keanan Bennetts brachte den VfL in Lübeck in Front, am Ende stand ein 2:0-Sieg. Foto: Heiko van der Velden/Amafuma.de
  Testspiel
13.07.2018 19:55 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum

Mit 2:0 gewann Borussia Mönchengladbach am Freitagabend das erste Testspiel der Saisonvorbereitung beim VfL Lübeck. Neuzugang Keanan Bennetts und Christoph Kramer sorgten mit ihren Treffern für den verdienten Sieg der Fohlenelf beim Regionalligisten aus dem hohen Norden.

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Es ist jedem schon passiert: im Straßenverkehr, beim Sport, beim Einkaufen oder bei einer Gefälligkeit. Fast überall kann Ihnen ein Missgeschick unterlaufen, das anderen einen Schaden zufügt. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Nach zwei Wochen schweißtreibender Arbeit – nicht nur aufgrund der sommerlichen Temperaturen – standen für die Borussen die ersten Leistungsnachweise in Form von Testspielen auf dem Programm. Es ging zweimal in den Norden gegen ambitionierte Regionalligisten. Den Anfang machte am Freitag das Spiel beim VfB Lübeck, der die abgelaufene Spielzeit in der Nord-Staffel auf Platz vier abgeschlossen hatte.

Borussias Trainer Dieter Hecking musste an alter Wirkungsstätte im ersten Testspiel auf Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria, Josip Drmić, Neuzugang Michael Lang, Matthias Ginter, (alle Urlaub nach WM), Thorgan Hazard (mit Belgien in Russland beim Spiel um Platz drei), Michael Cuisance (U19-EM mit Frankreich), Lars Stindl (schwere Kapsel- und Bandverletzung mit Verletzung des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk), Mamadou Doucouré und Julio Villalba (beide Aufbautraining nach Muskelbündelriss) sowie auf Tony Jantschke (Oberschenkelprobleme) verzichten.

Pléa erstmals am Sonntag mit den Fohlen

Dafür machten in Andreas Poulsen, Torben Müsel, Keanan Bennetts und Florian Neuhaus vier Neuzugänge die Reise nach Schleswig-Holstein ebenso mit wie die NachwuchsfohlenMandela Egbo, Mika Hanraths, Marcel Benger, Charalambos Makridis, Markus Pazurek (alle U23) und Jordan Beyer aus der U19. Neuzugang Alassane Pleá, der am Freitag einen Fünfjahresvertrag bei den Borussen unterschrieb, machte die Reise indes noch nicht. Der Franzose wird am Sonntag ab 10 Uhr erstmals mit den Fohlen trainieren.

Unterdessen bot der 53-Jährige in Lübeck im in den ersten Wochen einstudierten 4-3-3-System zunächst folgende Fohlenelf auf: Vor Torhüter Tobias Sippelbildeten Louis Beyer, Kapitän Tobias Strobl, Florian Mayer und Andreas Poulsen die Viererabwehrkette, während Marcel Benger im defensiven Mittelfeld spielte und Jonas Hofmann und László Bénesdie Halbpositionen besetzten. In der Offensive liefen Patrick Herrmann (rechts), Keanan Bennetts (links) und Raffael auf.

Neuzugang Bennetts schießt das erste Tor der Vorbereitung

Am Stadion der Lohmühle dauerte es bei schönstem Fußballwetter gerade einmal zwei Minuten, ehe die Zuschauer das erste Tor bejubeln konnten. Und das war den Borussen vorbehalten. Nach einem schönen Spielzug war es Raffael, der Bennetts im Strafraum in Szene setzte. Der Neuzugang aus Tottenham blieb cool und netzte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (03.).

In der Folgezeit ließen es beide Mannschaften ruhig angehen, wenngleich die Borussen mehrheitlich das Spielgerät besaßen, sich gut und variabel bewegten und den Weg nach Vorne suchten. Zwingende Torchancen gab es für die Fohlenelf allerdings nicht. Gleiches für den VfB Lübeck, der gegen die gut organisierten Borussen vergebens eine Lücke suchte.

Fohlenelf hat alles im Griff und lässt nichts zu

Auch nach zwanzig Minuten hatten die Borussen alles im Griff und hinterließen – die intensiven ersten beiden Trainingswochen im Hinterkopf – einen recht ordentlichen Eindruck. Dann fasste sich Poulsen ein Herz und zog von links ab, doch VfB-Keeper Gommert hatte noch die Finger dazwischen und lenkte zur Ecke, die im Anschluss nichts einbrachte (21.).

Lübeck klärt auf der Linie, Mende trifft nur den Pfosten

Auf der anderen Seite war vom gastgebenden Regionalligisten zumindest offensiv nicht allzu viel zu sehen. Zwar traute sich der VfB nun mehr zu, doch spätestens nach Überqueren der Mittellinie war Schluss mit Ballbesitz. Nach etwas über einer halben Stunde dann die große Chance zum 2:0, doch im Anschluss an eine Ecke konnte ein Lübecker die Kugel so gerade noch auf der Torlinie klären (31.). Vier Minuten später der erste gute Angriff des VfB, doch Strobl hatte aufgepasst und kam Deichmann zuvor und kläre zur Ecke, die im Anschluss nichts einbrachte (35.). Fünf Minuten vor der Pause dann die dicke Ausgleichs-Chance für Lübeck. Sven Mende fasste sich aus zwanzig Metern ein Herz, zimmerte die Kugel aber lediglich an den linken Innenpfosten (40.). So ging es nach ordentlichen 45 Minuten mit einer knappen Führung für die Fohlen zum Erfrischungsgetränk.

Zum zweiten Durchgang wechselte Dieter Hecking bis auf Tobias Sippel komplett durch. Unter anderem kamen nun auch die beiden anderen mitgereisten Neuzugänge bzw. Rückkehrer Florian Neuhaus und Torben Müsel zum Einsatz.

Fohlenelf mit Blitzstart in Hälfte zwei, Sippel rettet stark

Und wie zu Beginn des Spiels brauchten die Borussen auch nach Wiederanpfiff nicht lange, um einen Treffer zu erzielen. Gerade einmal 60 Sekunden waren gespielt, als Kramer einen schnell ausgeführten Freistoß von Traoré zum 2:0 in den Maschen versenkte (46.). Sechs Minuten später versuchte es Johnson aus der Distanz, doch die Kugel flog über das Tor (51.).

Wie zu Beginn der Partie übernahmen die Borussen das Kommando und marschierten nach vorne, der VfB stand tief und lauerte auf Konter. Und dann konnte sich Sippel mit einer starken Parade auszeichnen, als er den wuchtigen Flugkopfball von Daniel Franziskus mit einem starken Reflex entschärfte (55.). Kurze Zeit später führte Lübeck ein Eckball nicht zum gewünschten Erfolg (56.).

Traoré und Johnson agil

Auch nach einer Stunde war es ein guter Test, in dem die Borussen weiterhin den Ton angaben. Nach einer Ecke von Traoré hätte es dann gut und gerne 3:0 stehen können, doch Müsel verpasste die Kugel und somit eine gute Einschussmöglichkeit nur knapp (63.). Sieben Minuten später fehlten Traoré nach schönem Zuspiel von Herzog dann nur Zentimeter, um die Führung auszubauen – die Kugel rauschte knapp am linken Pfosten vorbei (70.)

Dann nahmen die Borussen etwas den Fuß vom Gas und wurden überwiegend nach Standards gefährlich, während beim VfB auch aufgrund der zahlreichen Wechsel der Spielfluss verloren ging. Neuhaus zog dann mal aus der Distanz ab, aber ebenso weit über das Tor wie wenig später Herzog (78.). Tore sollten nicht mehr fallen, so dass es am Ende beim 2:0-Erfolg für die Fohlenelf blieb.

Unter dem Strich war es ein guter Test, den die Fohlen am Ende verdient gewannen und bei dem sie sich schon ordentlich präsentierten. Im ersten Durchgang wussten vor allem Benger im defensiven Mittelfeld und Herrmann auf dem Flügel zu gefallen. Nach der Pause hinterließ die Flügelzange um Traoré und Johnson einen guten Eindruck und auch Neuhaus wusste zu gefallen.

Die Borussen bleiben im Norden und machen sich nun auf den Weg ins circa 160 Kilometer entfernte Flensburg, wo am morgigen Samstag der letzte Test der ‚Nordic-Tour’ auf dem Programm steht. Um 14 Uhr treffen die Fohlen dort auf den SC Weiche Flensburg, der in der abgelaufenen Spielzeit in der Relegation zur 3. Liga an Energie Cottbus gescheitert war. 

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach 1. Halbzeit: Sippel – Beyer, Strobl, Mayer, Poulsen – Benger, Hofmann, Bénes – Herrmann, Raffael, Bennetts

Borussia Mönchengladbach 2. Halbzeit: Sippel – Egbo, Hanrahts, Pazurek, Wendt – Kramer, Herzog, Neuhaus – Johnson, Müsel, Traoré

Tore: 0:1 Bennetts (02.), 0:2 Kramer (46.)

Gelbe Karten: Keine

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Travemünde)

Zuschauer: 5.894 (Stadion Lohmühle)

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Veröffentlicht:  15.03.2019 22:43 Uhr

Mit 1:1-Unentschieden trennte sich Borussia Mönchengladbach am Freitagabend vom SC Freiburg. Vincenzo Grifo hatte den Sportclub zunächst in Führung gebracht, ehe Alassane Plea ausglich für die Fohlenelf, die sich unheimlich schwer tat und sich am Ende mit dem einen Punkt begnügen musste.

Veröffentlicht:  15.03.2019 11:46 Uhr

Es gibt diese Fußballspieler, die einen Verein verlassen, um irgendwann wieder zu diesem zurückzukehren, weil sie ihr sportliches Glück woanders nicht gefunden haben. Christoph Kramer ist dafür ein Beispiel, Vincenzo Grifo ebenfalls. Heute Abend trifft er auf seine alten Kollegen.

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