Am morgigen Sonntag beginnt für die Profis von Borussia Mönchengladbach wieder der Ernst des Lebens. Um 11 Uhr bittet Marco Rose die Borussen zum Trainingsauftakt. Während Borussias neuer Trainer mit seinem Trainerteam dabei auch drei Neuzugänge begrüßen kann, so werden einige Nationalspieler noch fehlen. Unterdessen ist Marco Rose voller Tatendrang.


Der Urlaub ist vorbei. Nach fünf freien Wochen, in denen der Großteil die Borussen die Seele baumeln lassen und entspannen konnten, geht’s Morgen wieder los. Die erste Trainingseinheit – es dürfte ein lockerer Aufgalopp werden – steht an. Zuvor hatten die Borussen an zwei Tagen die vor jeder Spielzeit durchzuführendeGesundheits- und Leistungsdiagnostik ‚abgearbeitet’. Allerdings ohne Lars Stindl und Julio Villalba, die sich nach ihren Verletzungen im Aufbautraining befinden und die Tests mit den noch fehlenden Nationalspielern zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werden.

Unterdessen bittet Marco Rose und sein Trainerteam um Co-Trainer Alexander Zickler, Analyst René Maric und Übergangstrainer Eugen Polanski seine Spieler am Sonntag um 11 Uhr erstmals auf den grünen Rasen. Und um diesen herum dürfte es gerade aufgrund des freien Sonntags und des angekündigten tollen Wetters recht voll werden. Schließlich gibt es für die Kiebitze auch die ersten Auftritte der Neuzugänge Stefan Lainer und Breel Embolo zu betrachten.

Und das alles nicht etwa wie sonst praktiziert auf dem Trainingsplatz, sondern im Borussia-Park selbst. Der Klub hat für den Aufgalopp sein Stadion gewählt. Alle interessierten Fans können die Fohlenelf von der Nordkurve aus unter die Lupe nehmen. Ebenso wie das neue blaue Puma-Auswärtstrikot, das die Fohlen erstmals tragen werden. Erhältlich ist das Jersey bereits in den FohlenShops. Damit eben auch auflaufen werden Stefan Lainer und Breel Embolo, auf die sich Marco Rose ebenso freut, wie auf seine Arbeit bei den Fohlen. »Ich freue mich auf das, was jetzt kommt«, scharrt der 42-Jährige im Standpunkt mit der Vereinshomepage mit den Hufen.

»Naturgewalt«Lainer – was macht Michael Lang?

»Stefan ist eine Naturgewalt. Er ist ein guter Fußballer, der eine unfassbare Mentalität mitbringt und ohne Ende marschiert. Er ist nicht zu klein zu kriegen. Er kann als Rechtsverteidiger den Unterschied machen, was Einstellung und Mentalität angeht. Stefan bringt eine neue Komponente in den Kader«, beschreibt Rose sein „Mitbringsel“ aus Salzburg.

Natürlich bekommt kein Spieler eine Stammplatzgarantie mit in den Vertrag geschrieben, dennoch dürfte der Österreicher mit einem gewissen Bonus ins Rennen gehen und die Nase vorn haben. Dahinter soll Jordan Beyer weiter aufgebaut werden. Michael Lang wird sich zunächst hintenanstellen müssen. Der Schweizer wird sich sicherlich die Frage stellen, ob nach einem Jahr wieder der Abschied ansteht. Jedenfalls hat der 28-Jährige bereits mit Rose gesprochen und seine Chanen abgesteckt. Borussias Trainer ließ durchblicken, dass man zwar keinen „vom Hof jagt“, es aber schwer werden dürfte. Lang muss – wenn er sich für einen Verbleib entscheidet – viel Überzeugungsarbeit leisten, um Lainer den Platz streitig zu machen.

»Breel bringt Dynamik, Power und Wucht mit«

Ebenso mit einem Bonus ins Renen gehen wird Breel Embolo. Der Neuzugang aus Gelsenkirchen ist allerdings noch nicht ganz fit und wird zunächst langsam an das Mannschaftstraining herangeführt, wie Rose erklärte. »Er hat noch eine kleine Verletzung, die er im Moment auskuriert. Wir rechnen damit, dass er in den nächsten Tagen ins Lauftraining einsteigt und hoffen, dass es zügig geht, dass er mit dem Team trainieren kann und dann gesund bleibt«, so der 42-Jährige. Eine gerade bei dem 22-Jährigen ohne Zweifel richtige Herangehensweise. Schließlich war er in den letzten Jahren arg gebeutelt. »Er hatte auf Schalke eine schwierige Zeit, es ist für ihn viel unglücklich gelaufen mit Verletzungen«, weiß Rose.

»Breel bringt Dynamik, Power und Wucht mit. Er ist sehr ambitioniert und möchte gerne unbedingt nachweisen, dass er zu Recht als absoluter Top-Spieler gehandelt wird«, beschreibt Rose seinen zukünftigen Schützling. »Er ist ein guter, aber trotzdem auch noch entwicklungsfähiger Spieler. Dennoch sollten wir ihm nicht gleich einen riesigen Rucksack an Erwartungen aufsetzen«.

»Fußball und Erfolg sind immer harte Arbeit«