Die Fohlen verliessen mal wieder mit hängenden Köpfen den Platz. Foto: Dirk Päffgen

Borussia musste nun die vierte Niederlage in Folge einstecken und schaffte es erneut nicht, den erhofften Befreiungsschlag zu landen. Zwar zeigten sich die Fohlen spielerisch leicht verbessert, doch die Messlatte lag in den letzten Partien auch nicht sonderlich hoch. Die Unsicherheit am linken Niederrhein ist spürbar, die Borussen wirken immer ratloser. 

Negativserie geht weiter 

17 Gegentore kassierte Borussia Mönchengladbach nun in den letzten vier Bundesliga-Spielen, die folglich allesamt verloren gingen. Doch erneut waren es viel zu einfache Treffer, die auf Seiten der Hausherren eingesteckt werden mussten. »In der zweiten Halbzeit war alles sehr wild und die Tore dürfen so nicht fallen«, sagte Christoph Kramer nach der vierten Niederlage in Folge. 

Und dabei begann die Partie für die Borussen gar nicht so schlecht, schließlich gingen sie endlich nochmals in Führung. »Wir haben gut angefangen und sind verdient in Führung gegangen. Mit der letzten Aktion in der ersten Halbzeit bekommen wir das Gegentor, das war sehr ärgerlich. Anschließend fangen wir uns in der ersten Szene in der zweiten Halbzeit das nächste Gegentor, das hat das Spiel etwas auf den Kopf gestellt«, beschrieb Matthias Ginter das Spiel. 

Die Überzahl nicht genutzt 

Zwar waren die Fohlen ab der 70. Minute nach einem Platzverweis an Tuta in Überzahl, doch auch daraus konnten die Hausherren kein Kapital schlagen. »Danach haben wir alles versucht und auch als wir in Überzahl waren hatten wir Chancen. Aber es passt zu unserer Situation, dass wir nichts daraus gemacht haben«, brachte es Ginter auf den Punkt. »Natürlich war es von der Art und Weise, vor allem in der ersten Halbzeit, in Ordnung. Ehrlich gesagt konnte es aber auch nicht viel schlechter als in den letzten Spielen werden«, sprach der 27-Jährige die aktuelle Situation an. 

Christoph Kramer hingegen fand dennoch etwas positives: »Als Frankfurt zu zehnt war hatten wir etwas Oberwasser und sind in vernünftige Räume gekommen. Es war ein richtiger Schritt und da können wir bald weitermachen«. Sicherlich zeigten sich die Fohlen spielerisch etwas verbessert und deutlich bemühter als zuletzt, angesichts der gezeigten Leistungen in den vergangenen Wochen ist das aber nichts, wofür man sich abfeiern lassen muss. 

Unruhige Weihnachtstage stehen bevor 

Sollte es den Gladbachern auch am kommenden Samstag in Hoffenheim nicht gelingen zu punkten, drohen noch unruhigere Weihnachtstage. Doch diese, so weiß Christoph Kramer, stehen ohnehin bevor. »Die Zeit ist ungemütlich. Wir wissen aber auch, wie schnell es im Fußball gehen kann, in jede Richtung ist alles schnell möglich. Wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass es eine ungemütliche Zeit ist und uns die Selbstverständlichkeit vollkommen abhanden geht. Selbst wenn wir die richtigen Räume finden und es spielerisch klären, müssen wir es immer noch mit Leben füllen. Gerade ist der Fuß von jedem Einzelnen nicht mit Sicherheit bestückt. Die Situation haben wir uns zusammen eingebrockt und wir müssen schauen, dass wir diese zusammen auslöffeln«, versuchte der 30-Jährige irgendwie Mut zu machen. 

Auch Matthias Ginter weiß, dass sich Borussia die Ausgangslage »selber eingebrockt hat und nun im letzten Spiel gewinnen« muss. Der Blick geht in diesen Tagen allerdings ohnehin in Richtung Tabellenkeller, nur noch zwei Punkte trennt die Fohlenelf vom FC Augsburg auf Rang 16. Die Winterpause wird, so hat es Kramer schon prophezeit, ungemütlich und es bleibt abzuwarten, welche Spieler den linken Niederrhein tatsächlich noch verlassen…